SERMONELLE 22.4.2018

Kein Nullsummenspiel.
Kein Werden und Vergehen.
Kein Sterben und Fruchtbringen.
Sondern eine höhere Qualität.
Mit den Jahren habe ich die Tragfähigkeit vieler weltlicher Konzepte geprüft. Es ist alles Stückwerk, Eitelkeit, auch Blendwerk. Nichts ist endgültig, panta rhe – alles fließt. Doch nicht einmal das stimmt wirklich. Manches erkaltet und erstarrt.

Geblieben ist mir die Ehrfurcht vor dem Gott, der Leben schafft, vor Gott also, der ordnet und Vielfalt ermöglicht. Geblieben ist mir das Wissen um eine viel größere Wirklichkeit, die alles Denken und Wissen gründet und übersteigt.

Geblieben ist mir auch ein anderes: die immer stärker werdende Hinwendung zu diesem einen Grund des Lebens, der zugleich die Erfüllung dessen ist. Ich binde mich ein.
Damit einher geht keineswegs eine Abwertung oder Verachtung der Welt.
Im Gegenteil, je mehr der spirituelle Mensch wächst, desto zutreffender bewertet er alles Materielle. Spirituelle Menschen sind die wahren Materialisten.

Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.
(2. Korintherbrief, 4,16)

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SERMONELLE 21.4.2018

The storm is over – over me. 
Dann wurden sie in die Wüste getrieben. Erst hatten sie Hoffnung, dass man ihnen neuen Lebensraum zuweisen würde. Aber je länger der Marsch, desto tödlicher.
Sie aßen die kärglichen Pflanzen vom Wegesrand. Wer entkräftet liegen blieb, wurde getötet. Viele ergaben sich in dieses Schicksal, gaben die Hoffnung auf.
Am längsten hielt sich die Hoffnung bei den Müttern kleiner und kleinster Kinder. Sie gaben alles, was sie hatten, um die schreienden Münder irgendwie zu sättigen. Doch die Brüste waren schlaff und leer. Und Wasser gab es keines. Gegen Mittag erreichten sie ein verlassenes und zerstörtes Gehöft. Die Babies schrien sich vor Hunger die Seele aus dem Leib, sodass sie diese Töne nicht mehr ertragen konnten. Sie legten sie zum Sterben nebeneinander im Innenhof in die Sonne und gingen fort, als das letzte Kindlein verstummte.

Was dieses Sterben ermöglicht, ist das Schweigen der irdischen Machthaber über das Leiden der Menschen. Die Todesstille in den verdorbenen oder verzweifelten oder ratlosen Gewissen. Das Fehlen des Aufschreies für die Unterdrückten. Das Ende der Menschlichkeit eben.

Es gibt zwei Arten von Stille, zum einen diese Todestille, die nichts mehr erhofft und Tod bewirkt. Zum anderen und ganz gegensätzlich dazu jene Stille, aus der heraus der Mensch Antwort ersehnt, Antwort von Gott. Der Gekreuzigte erhielt in seiner Gottverlassenheit Antwort: Auferweckung.
So beginnt Menschlichkeit.

Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich!
(Psalm 116,3.4)

Die Jünger weckten Jesus auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille.
(Markus 4,38-39)
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SERMONELLE 20.4.2018

Während Götzenbilder in der Umwelt immer menschenähnlicher wurden, war man im aufgeklärten alten Israel schon weiter. Das Bilderverbot machte G*tt einzigartig und universell. Der Tempel konnte G*tt weder fassen noch einsperren, da doch das Universum und alle Paralleluniversen höchstens seine Spielwiese, sicher aber seine Schöpfung sind. So bleibt geboten, den NAMEN angemessen zu verehren. Seine Gegenwart bei den Menschen realisiert sich in der Verehrung des einzig Heiligen.

Mit der Feindesliebe hat der Mensch gewordene Gott eine rote Linie überschritten.
Volles Risiko, Wagnis aller Wagnisse, geht die LIEBE der Frage des rechten Umgangs mit Feinden voraus und beeinflusst sie. An dieser roten Linie scheitert, wer schon die Nächstenliebe zerredet, statt tut, wer schon den Bruder oder die Schwester zu „Nächsten“ erklärt. Da lässt sich trefflich und ewig streiten, wenn es im inner circle nicht stimmt. Bruder und Schwester kann man sich nämlich nicht aussuchen.
Und Jesus – ja, Jesus nimmt die Sünder an!
Konsequenz aus dem Bilderverbot.

Wo ist Gott?

Salomo sprach: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?
(1.Könige 8,27)

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.
(1.Johannes 4,12)
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SERMONELLE 19.4.2018

Von Damaskus nach Kairo führt die Straße an den Gestaden des Mittelmeeres durch Haifa oder Tel Aviv. Heute wie einst. Die Namen der Städte dort haben sich geändert, die Straße blieb. Der Bergrücken der judäischen Wüste lag immer etwas etwas abseits; die Gegend ist einfach viel zu unwegsam. Kein Wunder, wenn sich die Israeliten dort einnisteten auf dem Zion. Er bot Schutz vor den Truppen kleinerer Völker ringsum.
Die Heere der Großmächte hingegen waren nur schwer fernzuhalten.
So ging man Bündnisse ein, je nachdem, welche Großmacht sich durchzusetzen schien. Eine von ihnen trägt heute noch ihren alten Namen: Ägypten. Die anderen kamen und gingen. Und drückten der Region den immer gleichen Stempel auf: Die Gefahr droht von Norden.

Politische Bündnisse taugen nur bedingt und temporär. Die wechselvolle Geschichte der Menschen um den Zion herum bis hin zur Zerschlagung und Vertreibung durch die Römer spricht Bände. Das Diasporajudentum nahm mit sich die Sehnsucht nach Zion, nach Jerusalem und hielt sie über all die Jahrhunderte wach. In fernen Ländern wurden sie Teil der jeweiligen Bevölkerung und verloren dennoch nicht den Boden unter den Füßen, blieben gegründet in G*tt, der sie kennt.

G*tt ist beides möglich:
„Gleich wie ein Löwe und ein junger Löwe brüllt über seinem Raub, wenn man wider ihn aufruft die Menge der Hirten, so wird der HERR Zebaoth herniederfahren, um zu kämpfen auf dem Berg Zion und auf seinem Hügel.
Und
Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird beschirmen und erretten, schonen und befreien.“
Seit meinen Besuchen im Heiligen Land weiß ich: Die zweite Variante ist mir lieber.

Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird beschirmen und erretten, schonen und befreien.
(Jesaja 31,5)

Der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen.
(2.Timotheus 2,19)
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SERMONELLE 18.4.2018

Jedes Kind, das Hunger hat, ist dein Kind.
Es gehört zu den Erfahrungen der Menschen, die vielleicht am schlechtesten zu ertragen sind: zu sehen, wie dein Kind verhungert und du nichts dagegen halten kannst.
Der Dokumentarfilm „Aghet“ über den Völkermord an den Armeniern zeigt solche Szenen, die erschütternd sind. Bilder von Kinderhilfwerken machen auf die Not des Hungerns von Kindern der Welt aufmerksam und bringen diese Kinder nahe. Motorradfahrer engagieren sich für die Kleinsten der Gesellschaft.  Es lässt einen nicht unberührt, wenn man es an sich heranlässt.

Kinder sind Gabe und Aufgabe. Und schon im Mutterleibe formt sich ein Eigenes, ein Eigentliches, ein Leben, welches behütet werden muss. Jesus ließ die Kinder an sich heran, berührte und wurde berührt. Behütend legte er die Hände auf sie – ein Schutzraum der höheren Ordnung. Ein Raum der Freiheit zugleich.

Im Jahre 2016 brach eine Gruppe Motorradfahrer auf von Berlin mit dem Ziel Albanien. Im Gepäck 1000 Euro, gesammelt zur Unterstützung der Arbeit mit Kindern des Franziskanerinnenklosters in Velipoje. Bekämpfung von Hunger, Armut und Bildungslosigkeit vor Ort. Zu Christi Himmelfahrt 2018, also in drei Wochen werden wir wiederum in Velipoje/Albanien sein. Diesmal überbringen wir eine Spende in Höhe von 4500 Euro. Warum? Weil es uns Spaß macht, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN.
(Psalm 127,3)
Da wurden Kinder zu Jesus gebracht, dass er die Hände auf sie legte und betete.
(Matthäus 19,13)
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SERMONELLE 17.4.2018

Das spricht für sich selbst – das Prophetenwort.
Ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass es Obdachlose nicht erst seit zwei Jahren gibt, sondern zu allen Zeiten ein so alltägliches Phänomen waren, dass man sich an die Tatsache ihrer Existenz gewöhnen konnte. Wenige nur informieren und konfrontieren sich über die Tatsache derer Existenz hinaus mit den konkreten Bedingungen obdachloser Existenz. Und erfahren, man kann durchaus präventiv wirken, um entstehende Obdachlosigkeit zu bekämpfen oder gar zu vermeiden. Da wird dann schnell an politische Stellen verwiesen, menschliches Leid auf der Sachebene diskutiert und anderen das Prophetenwort vorgehalten oder um die Ohren gehauen. Der/die Obdachlose – jeder ein Einzelfall – aber erlebt und durchlebt ein Elend. Sein Elend, sicherlich, aber mehr noch: unser aller Elend, die wir es zulassen.
Auch das spricht für sich selbst.

Mit Moral kommt man heutzutage weit, bis tief hinein in die Finanzierungsfragen der Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Mit Liebe aber setzt man beim Betroffenen an; man setzt bei sich selbst an; man setzt bei Gott an.
Gott liebt.

Die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!
(Jesaja 58,7)

Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
(1.Johannes 4,19)
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SERMONELLE 16.4.2018

„Du bist weite Wege gegangen“, so anerkennende Worte einer Person, die selbst viel davon versteht. Gemeint sind die Erfahrungen, die Entbehrungen, das Ausloten der seelischen Tiefen, das Erreichen ihrer Höhen, die Irrwege, das finster Tal, der schmale Grat. Aber auch die Weggabelungen, die nicht nur zur Entscheidung zwingen, sondern auch Menschen aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen zusammenbringen.
Man muss weite Wege gegangen sein, um beurteilen zu können.

Als Israel aus Ägypten und durch das Meer und durch die Wüste zog, da wandelte es nicht auf ausgetretenen Pfaden. Sondern das Volk bahnte sich seinen Weg. Und Gott ging mit. Als Jesus kaum geboren, flüchtete die kleine Familie nach Ägypten. Vertraute Wege eines Volkes, die individuell nachvollzogen wurden. Als Jesus zum Manne ward, trieb es ihn in die Wüste – Realität eines geistlichen Kampfes. Nichts blieb dem Mensch gewordenen Gotte erspart. Nichts sparte er für sich aus, keiner Erfahrung ging er aus dem Wege. Der „Gott-bei-uns“.

Glücklich, glückselig, selig, wer singen kann:
Wir haben Gottes Spuren festgestellt auf unsern Menschenstraßen,
Liebe und Wärme in der kalten Welt, Hoffnung die wir fast vergaßen.
Blühende Bäume haben wir gesehn, wo niemand sie vermutet;
Sklaven, die durch das Wasser gehn, das die Herren überflutet. 
Bettler und Lahme sahen wir beim Tanz, hörten, wie Stumme sprachen.
Durch tote Fensterhöhlen kam ein Glanz, Strahlen, die die Nacht durchbrachen
Zeichen und Wunder sahen wir geschehn, in längst vergangnen Tagen.
Gott wird auch unsre Wege gehn, uns durch das Leben tragen.

Eines jeden Wege liegen offen vor dem HERRN.

(Sprüche 5,21)

Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.
(Johannes 10,14)
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SERMONELLE 15.4.2018

…if the russians love their children too… 
Wenn es um wirklich ernsthafte Dinge geht, werden die Gebetsinhalte ungewisser.
Im Zweifel für die eigenen Kinder. So denkt vermutlich auch der Feind.
Militärische Erziehung in Moscheen, Segnung von Waffen im Feldgottesdienst sind da noch die martialischsten Demonstrationen der Hilflosigkeit. Sie korrespondieren mit einer verbreiteten inneren Einstellung, die man ja auch verstehen kann.
Die Ein-Gott-Theorie – wird auf diese Weise ad absurdum geführt.

…if we love our children more than we hate the enemies…
Auf der anderen extremen Seite steht der radikale Pazifismus, auch unterlassene Hilfeleistung genannt. Es wird schon nicht so schlimm kommen, wir werden Schäden kompensieren. Du hast solange eine Plan, bis du das erste mal richtig hart getroffen wirst. Auch dieses also ist ein Zeichen der Hilflosigkeit. Der Olymp ist in Aufruhr.

Vielleicht, so kann man glauben, bewährt sich ein Beten, welches nicht wortreich ist, kein Plappern, kein Argumentieren. Vielleicht, so kann man glauben, ist das Eingeständnis Not wendig, nicht zu wissen, was jetzt dran ist. Vielleicht ist beten schweigen und hören in Gott, ein Vernehmen, einvernehmen, Vernunft.

Schweige und höre
neige deines Herzens Ohr
suche den Frieden

HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken.
(Psalm 6,3.4)
Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen.
(Römer 8,26)
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SERMONELLE 14.4.2018

„O, du, mein holder Abendstern“.
Oder Morgenstern, was ja dasselbe ist: Venus was her name.
Wir hielten die Gestirne für Gottheiten und gaben ihnen Namen.
Nachts, wenn die Welt schlafen gegangen und der Mensch zu sich selbst kommt.

Dass die leuchtenden Gestirne am Himmel nichts als Lampen sind und der göttlichen Eigenschaften vollkommen entbehren, war eine frühe aufklärerische Erkenntnis der Heiligen Schrift. So kam Licht in die Sache zwischen Mensch und Gott; wie die heilsame Erkenntnis, Gott besser keine Namen zu geben und stattdessen fürderhin auf seine Selbstbekundungen, seine Offenbarung zu hoffen.

Wer in der Finsternis geht und wem kein Lichtstrahl scheint, der hoffe auf den Namen des HERRN!
(Jesaja 50,10)

Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes.
(Kolosser 1,13)
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SERMONELLE 13.4.2018

Kirchen, die wir sind, Christen, die wir bleiben wollen (und sollen): wir sollten uns insgesamt wieder stärker den Glaubensfragen widmen, also dem, was uns Christen „eigentlich“ ist, der Botschaft, die nur wir verkündigen, das Unverwechselbare, das Wort, ohne welches die Welt verloren geht. Das ist wirklich jetzt dran. Die Christologie verständlich machen, den Namen des Dreieinigen heiligen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, das Lamm nicht vom Gras, sondern vom Wort Gottes, welches wir lebendig halten. An den Taten wird man erkennen, wes Geistes Kind sie sind. Und aus Glauben werden sie gerechtfertigt.
Sola fide – das sind wir einer Umwelt schuldig, die sich ihrer Gottesferne und ihrer Selbstgerechtigkeit rühmt.

Siehe, hier bin ich. Der HERR mach’s mit mir, wie es ihm wohlgefällt.
(2.Samuel 15,26)

Simon Petrus spricht zu Jesus: Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer!
(Johannes 21,15)

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SERMONELLE 12.4.2018

Da ist es wieder, das Wort, mit dem man Atheisten einen Schrecken einjagt: SÜNDE!
Der Abgrund, der von der anderen Seite trennt – eigentlich wäre mit diesem Satze alles gegeben, was eine Andacht anschiebt. Abgrund ist Grund zum Nachdenken und findet seine Entsprechung in unser aller Leben. Abgrund ist Grund zur Klage – es sei denn, man befindet sich auf der sicheren Seite. Doch selbst dann noch wäre mehr Grund zur Klage,  denn zur Freude.

Eigentlich ist mit diesem Wort alles gesagt, wäre da nicht der Schrecken der Atheisten, dass das alles noch etwas mit Gott zu tun hätte. Es gibt keinen Gott, weswegen mich auch nichts von Gott trennen könnte. Doch der Abgrund bleibt. Die anderen Frommen sagen, Gott sei ihnen so nahe, dass von Trennung keine Rede sein könne. Doch der Abgrund bleibt. Was von anderen Menschen trennt, trennt von Gott. Das offenbart Jesus Christus.

Der Schrecken der Atheisten: dass es ohne Gott nicht klappen könnte mit der Überwindung des Abgrundes. Der Schrecken des Atheisten in jedem von uns.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.
(Psalm 51,3)
In Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.
(Epheser 1,7)
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SERMONELLE 11.4.2018

Die Antwort, mein Freund, weiß nicht allein der Wind.
Sondern Auskunft über Gott zu geben, kam Gott zur Welt.
Wortgetreu, auch als Fleischgewordener.

Mächtig ist Gottes Wort, mächtig ist das Leben.
Die Toten und die Könige auf Erden bilden eine Streitmacht, gegen Gottes Werk zu Felde zu ziehen. Verdunkelung beschwören sie herauf, und Wahrheiten erfinden sie, die bislang unerhört. Vernichtend, was sie zuvor gewesen, richten sie die Waffen gegeneinander. Doch neues Leben aufersteht in Gott: Licht von Ostern!

HERR, wer ist wie du? Mächtig bist du, HERR, und deine Treue ist um dich her.
(Psalm 89,9)

Jesus Christus ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Fürst der Könige auf Erden!
(Offenbarung 1,5)

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SERMONELLE 10.4.2018

Von wegen Patriarchat. Wenn so etwas wichtiges wie die Religion – was gibt es Wichtigeres? – über die Mutter vererbt wird, dann hängt daran der innerfamiliäre Friede, ein Sozialkodex für dörfliche Gemeinschaften, die Rechtsprechung, die Volkszugehörigkeit und der gemeinsame historische Kontext.
Die Politik pflegt sich dort nie ganz reibungslos ein.
Propheten konnten davon ein Lied singen.
Oder mehrere.

Die Grundlegung jedoch nimmt nicht die Mutter vor, sie ist Gottes eigentliches Werk. Die Fähigkeit zu glauben nämlich ist dem Menschen von Anbeginn mitgegeben, seine spezifische Ausprägung, seine Formung, seine Façon erhält er zeit Lebens.
Viele Hände arbeiten daran mit und veränderbar bleibt er, wie die Welt dynamisch ist.
Glaube passt sich an oder verkommt zu Ideologie.
Gott hingegen ist unverlierbar.

Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.
(Psalm 22,11)

Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
(Philipper 1,6)
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SERMONELLE 9.4.2018

Befugnis ist das einer Rolle zugeordnete Recht, eine bestimmte Entscheidung zu treffen oder auf bestimmte Ressourcen zugreifen zu dürfen (z.B. Informationen einsehen).
Die Befugnisse einer Rolle sind in ihrer Rollenbeschreibung dokumentiert.
Insofern ist Fügung nicht nur höhere Gewalt, sondern Bevollmächtigung.
Okay. Und jetzt du!

„Er weckt mich alle Morgen,
er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen,
führt mir den Tag empor, 
dass ich mit seinem Worte
begrüß‘ das neue Licht.
Schon an der Dämmerung Pforte
ist er mir nah und spricht.

Er will, dass ich mich füge.
Ich gehe nicht zurück, 
hab nur in ihm Genüge,
in seinem Wort mein Glück.
Ich werde nicht zuschanden, 
wenn ich nur Ihn vernehm.
Gott löst mich aus den Banden. 
Gott macht mich Ihm genehm.“

Gerecht ist er, der HERR, ich aber war widerspenstig gegen sein Wort.
(Klagelieder 1,18)
Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen.
(Hebräer 13,20-21)
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übrigens

Die psychisch Kranken gehörten zu den ersten Opfern der nationalsozialistischen Rassenideologie. Daraus sind in der Bundesrepublik Deutschland die Konsequenzen gezogen.

Erklärungsmodelle hinsichtlich einer Täterschaft von psychisch Erkrankten entbinden nicht von der Verantwortung, die eine Gesellschaft gegenüber diesen Menschen hat. Auch wenn sie geeignete Maßnahmen ergreift, sich vor Rechtsbrüchen psychisch Kranker zu schützen, obliegt ihr zugleich der Auftrag zu deren Besserung. Stets ist der Einzelfall zu würdigen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist verworfen.

Erklärungsmodelle hinsichtlich einer Täterschaft ideologisch oder religiös verblendeter Täter entbinden nicht von der Verantwortung, die eine Gesellschaft gegenüber diesen Menschen hat. Auch wenn sie geeignete Maßnahmen ergreift, sich vor Straftaten radikaler Menschen zu schützen, obliegt ihr zugleich der Auftrag zu deren Verhaltensänderung. Stets ist der Einzelfall zu würdigen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist verworfen.
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ANLASS-Gottesdienst für Motorradfahrer

Glück lautet das Thema des diesjährigen ökumenischen Gottesdienstes zur Saisoneröffnung für Motorradfahrer.

Die Dorfkirche Großziethen hat die Tore für uns geöffnet.
Am Sonntag, 15. April 2018, um 13:00 Uhr geht’s los.
Ort: Alt Großziethen 29, 12529 Großziethen-Schönefeld

Musik kommt vom Bagpipe-Spieler Andrew McHerring.
Predigen wird der kath. Kaplan Bernhard Holl.
Der Ev. Bikerpfarrer Bernd Schade leitet den Gottesdienst.
Christ und Motorrad gestaltet die Feier aus.
Anschließend bittet die Kirchengemeinde zu Tisch zum Quatschen am Grill.
Pfarrer Bernd Schade ist erreichbar: 0179 – 518 19 43

Alle Infos unter: http://www.christ-und-motorrad.de

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SERMONELLE 8.4.2018

Die bei Bikern als Aufkleber oder Sticker beliebten Schutzengel können ja nicht helfen. Nicht der kleine Schutzengel schützt dich, sondern du schützt ihn; klebst ihn dort ans Moped, wo er eben nicht gleich verloren geht; trägst ihn zwischen Führerschein und Fahrzeugschein dicht am Körper; bewahrst ihn zuhause an einem sicheren Ort.
Wozu also die ganze esoterische Ergriffenheit?
Weil wir schützen, was uns heilig ist.
Unser Leben. Dann zugleich das Leben anderer.
Unseren Glauben. Dann zugleich die Zukunft.
Unsere Erinnerung. Dann zugleich die Ewigkeit.

Der bei den Gottheiten so beliebte Schuldbrief kann uns ja nicht vernichten.
Ihre Forderungen verhallen jenseits unserer Galaxie. Gott ist gekommen, all die Schuldbriefe einzusammeln.
Wozu also der ganze juristische Papierkram?
Weil Gott schützt, was ihm heilig ist.
Er trägt uns am Kreuz. Dann zugleich am Herzen.
Er nimmt an sich unsere Beschuldigungen. Dann zugleich unsere Beschuldigungen anderer.
Er erinnert uns an sich. Dann zugleich an unseren Weg.

Der Taufschein ist ein Freibrief. Von Gott gegengezeichnet.
Für alle, die an der Aufbewahrung von Schuldscheinen kein Interesse mehr haben.
Für alle, die selbst Schutzengel sein wollen.

Mit Christus seid ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.
Und Gott hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden.
Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet.
Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus.
(Kolosser 2,12-15)

„Wir glauben: Gott wirkt durch den Geist
was Jesu Taufe uns verheißt:
Befreiung aus der verwirkter Zeit
und Trachten nach Gerechtigkeit.“

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SERMONELLE 7.4.2018

Wann ist der Tag des Zornes Gottes?
Ist es nicht noch lange hin, dass wir vor den Trümmern menschlicher Existenz stehen?
Ist nicht weit weg von unseren Hütten, das Trümmerfeld von Homs, Aleppo, Sanaa (wo liegt das denn?), oder Juba? Anscheinend retten Silber und Gold nicht vor dem Zorn Gottes, es ruft ihn eher herbei.

Eine göttliche Eigenschaft ist seine Zuvorkommenheit.
Er kommt vor unter uns. Sieh – der arme Lazarus vor der Tür des Apothekers!
Gott ist konziliant, Gott ist umgänglich. Entziehe dich nicht den psychisch Erkrankten.
Gott ist zivil. Ohne Uniform sind wir das alle.
Gott ist verbindlich. Bau dein Krankenhaus nicht auf Sand!
Gott ist entgegenkommend. Das öffnet den Horizont.
Gott kommt uns zuvor. Wahr Mensch und wahrer Gott.

Wann ist der Tag des Heils?
Heute.

Silber und Gold kann nicht erretten am Tage des Zorns des HERRN.
(Hesekiel 7,19)

Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
(Matthäus 25,45)
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SERMONELLE 6.4.2018

Träume sind mitnichten Schäume. Wer schweißgebadet erwachte, zeigte sich beeindruckt. Wer Liebliches erschaute, ging froh in den Tag. So bestimmt, was Er den Seinen im Schlaf gab, die Stunden danach.

Martin Luther-King, der sich zeitlebens für die Bekämpfung sozialer Not einsetzte, und dies aus frommem Wesen heraus, schenkte der HErr eine politische Vision: „I have a dream“. In schlichten einfachen Worten beschrieb der dafür Ermordete eine Zukunft, derer seine Anhänger noch heute harren. Träume sind keine Schäume, sondern Hoffnungsgaben, Seinen Menschen in die Hände gelegt.
Ach – wären es viele, die aus Hoffnung lebten…; das Land wäre hell und weit.

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.
(Psalm 126,1)

Als Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten
(Markus 16,9-10)

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SERMONELLE 5.4.2018

Ich wenn ich gar nicht gerettet werden möchte?
Krebstherapieverweigerer haben ein Anrecht darauf, Behandlungen abzulehnen. Nur relativ schmerzfrei möchten sie sein dürfen. Hilfe bedeutet zu oft eben Einschränkung, unerwünschte Veränderung der Lebensqualität und -umstände. Gewiss, andere Wege eröffnen sich, wenn alte nicht mehr begangen werden sollen. Doch alte Bäume verpflanzt man nicht mehr.

Ein letzter Rest an Freiheit, über den eigenen Körper bestimmen zu können. Alles andere erscheint in unserer Lebenswirklichkeit reguliert, dereguliert, durchreguliert.
Ein  allerletzter Rest an Selbstbestimmung, wenigstens die Seele als unbestimmt, als unabhängig und frei zu glauben. Welch Irrtum schon im verkehrten Denkansatz!
Die Auflehnung war ihr Schicksal.

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott und sonst keiner mehr.
(Jesaja 45,22)

Jesus Christus ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.
(1.Johannes 2,2)

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SERMONELLE 4.4.2018

„Ich glaube an…“ trägt den Zweifel schon in sich.
Es ist der Wunsch, der Glaube daran, dass … geschieht, … geschehen möge.
„Ich glaube an…“ sagt eines mit Sicherheit: „Ich weiß, dass noch nicht„.
An was glaubst du denn? An ein Leben nach dem Tod? An die Liebe? An Gott?

„Ich glaube dir“ ist schon etwas näher dran. Glauben wird vertrauen, wird hoffen, wird zu-trauen. Forderung liegt in der Luft. Und Wagnis.

Volle Freiheit gehen gläubige Menschen, die Gott glauben. Nicht ihm, sondern ihn, wenn ihr Glaube Gott verwirklicht, Gott wirklich sein lässt. So entsteht, was zuvor nicht ist: Innigkeit, Gotteskindschaft, Ewigkeit. Solange nur ein Mensch in der Welt so glaubt, ist Gott in der Welt.

Du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.
(Psalm 63,8)

Wer aus Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
(1.Johannes 5,18)
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SERMONELLE 3.4.2018

Not lehrt beten. Und fluchen.
Und nah beieinander wohnt beides.
Im Behandlungszentrum für Folteropfer weiß man darum.
Und man weiß es zu beurteilen.

Einem gläubigen Menschen eröffnet sich in der Not ein Freiraum, ein Erwartungshorizont, ein Ereignishorizont, in den Ruhe zu finden die Seele hineinspringt. In dem sie zu sich selbst kommt. In den hinein sie umkehrt zur Erlösung, der Not den Rücken kehrend, zeitweilig jedenfalls. Fluchen und beten sind Ausdruck von Zugewandheit.

Wem? – das ist die entscheidende Frage.
Dem, der die Not kennt, der den Tod erlitt.
Der auferstand.

Sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not über sie kommt, sprechen sie: »Auf und hilf uns!«
(Jeremia 2,27)

Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr leitet?
(Römer 2,4)

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SERMONELLE 2.4.2018

Das Abendmahl ist kein Symbol, es steht für nix anderes, es ist das Eigentliche, das Ereignis, die Zueignung: Gott für dich. Wir feiern es; wir erschaffen es nicht, wir erwirken es nicht, wir vermitteln es nicht; wir feiern es. Unvermittelt stellt er sich ein, der „Ich-bin-für-dich-da“.
Darum ist es nicht gebunden an die Würdigkeit der Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber. Nicht gebunden an die innere Bereitschaft der Empfangenden; auch der Verräter war nicht ausgeschlossen. Sondern es ist gebunden an die Gegenwart Gottes.

Ich habe des nachts wach gelegen; die Wirkung des Opiats ließ nach und der Schmerz des Krebsfraßes – unliebsamer Gefährte der letzten Wegstrecke – stellte sich ein.
Ich hätte früher auf mich Acht geben sollen, so wälze ich mich in Reue und Schuld.
Ich will anderen keine Last sein, der ich so viel Freude am lichten Tag verbreitete.
Ich will  am Ende nicht allein sein.

Abide with me, fast falls the eventide!
The darkness deepens Lord, with me abide.
When other helpers fail and comforts flee
Help of the helpless, oh, abide with me.

Swift to its close ebbs out life’s little day
Earth’s joys grow dim, its glories pass away
Change and decay in all around I see
O Thou who changest not, abide with me:

I fear no foe, with Thee at hand to bless
Ills have no weight, and tears no bitterness
Where is death’s sting?
Where, grave, thy victory?
I triumph still, if Thou abide with me.

Hold Thou Thy cross before my closing eyes
Shine through the gloom and point me to the skies
Heaven’s morning breaks, and earth’s vain shadows flee
In life, in death, o Lord, abide with me.

Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
(Psalm 22,3)

Die Jünger sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.
(Lukas 24, 29)
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SERMONELLE 1.4.2018

siehe
Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Erscheinung war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erbebten aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern: Er ist auferstanden von den Toten. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.

Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.

Als sie aber hingingen, siehe, da kamen einige von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und die kamen mit den Ältesten zusammen, hielten Rat und gaben den Soldaten viel Geld und sprachen: Sagt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Und wenn es dem Statthalter zu Ohren kommt, wollen wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu fürchten habt

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SERMONELLE 31.3.2018

R.I.P.
Die Woche beginnt mit dem Sonntag. Nach christlichem Verständnis. Andere starten nicht mit einem Feiertag, sondern lieber mit Maloche, so sie denn Maloche haben.

Der Ostersamstag ist der Samstag vor dem sog. Weißen Sonntag, dem ersten nach dem Osterfest. Der Karsamstag hingegen, zwischen Karfreitag und Ostersonntag, ist der Tag der Grabesruhe Christi.
R.I.P., wie es gönnerisch heute oft heißt.
Gedenken wir im Glauben der Entschlafenen, dann tun wir es Karsamstag nicht unmittelbar, sondern mittelbar; vermittels des Gedenkens des Grabes Jesu.
Wir tun es im Glauben, dem eine besondere, oft ungeachtete Verheißung gegeben ist;
und damit auch eine ungeheuerliche Verantwortung.
Denn:

Wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.  Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.
Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.
Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.
(1. Thessalonicher 4,14-18)

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SERMONELLE 30.3.2018

Mit dem Tod wird das Leben ganz.
Mit dem Tod gilt eine neue Gerechtigkeit.

Sie wählten den Tod. Die Säuberung. Die Perversion.
Im Dienste ihrer Gerechtigkeit töten sie.
Ein jeder für das, was er glaubt.
In Worten und Werken.
In Gottes Namen.
Ganz. Heillos.

Gott wählt die Toten, Abgestorbenen, Unheilvollen, die Todeskandidaten,
die Todbringenden. Die Menschen.
Mit seinem Tod geht das Leben auf. Heil. Heilig. Vollkommen.

Ein für allemal ist ER erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Ein zweites mal wird ER erscheinen denen, die auf ihn warten, zum Heil.
(Hebräer 9,26.28)

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SERMONELLE 29.3.2018

Die Liebe ist der Leib der Freiheit.

Wenn Christen miteinander das Abendmahl feiern, wenn sie den Kelch segnen und das Brot brechen, dann geschieht dies in der Gegenwart Christi. Wir sitzen mit ihm zu Tische. ‚Der gesegnete Kelch, den wir segnenist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?‘ Menschen können aus vielen Gründen zusammen kommen und miteinander tafeln. Wenn sie in der Gemeinde das MAHL feiern, dann um die Gegenwart ihres Herrn zu erfahren und in ihm, bei ihm, mit ihm, durch ihn ein Leib zu werden.

Das Wort ward Fleisch:
Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brachs und gabs seinen Jüngern und sprach: ‚Nehmet hin und esset; das ist + mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.‘ Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: ‚Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das neue Testament in + meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedächtnis.

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SERMONELLE 28.3.2018

Frieden – wie die Welt ihn gibt.
Wikipedia lehrt uns:
Mit Pax Romana („Römischer Friede“; auch Augusteischer Friede) wird die über 200 Jahre anhaltende innere Friedenszeit im Römischen Reich bezeichnet, die 27 v. Chr. mit der Herrschaft des Kaisers Augustus des begann und die mit dem Tod Marc Aurels im Jahre 180 n. Chr. endete. Mit dem inneren Frieden kontrastierte aber spätestens seit dem Jahr 16 v. Chr. die Serie von Kriegen, die an den Grenzen geführt wurden. Das Reich expandierte unter Augustus in einem Maß wie nie zuvor und nie wieder danach.

Die Christenverfolgungen im Römischen Reich waren eine Reihe von Maßnahmen zur Unterdrückung des wachsenden Einflusses des  Christentums im Römischen Reich.
Sie wurden vollzogen zunächst als spontane und lokal oder regional begrenzte, später kaiserlich angeordnete, gesamtstaatliche und systematische Maßnahmen, die neue Religion in ihrem Wachstum aufzuhalten, sie bei der Integration in das römische Gesellschaftssystem zu hindern oder ihre Struktur dauerhaft zu zerschlagen.

Du wirst ferne sein von Bedrückung, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er soll dir nicht nahen.
(Jesaja 54,14)

Jesus spricht: Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
(Johannes 14,27)
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SERMONELLE 27.3.2018

„Rechtes Denken lässt das Herz mitreden. Stetige Gütigkeit vermag viel. Wie die Sonne das Eis zum Schmelzen bringt, bringt sie Missverständnisse, Misstrauen und Feindseligkeit zum Schwinden. Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinausgibt, arbeitet an den Herzen und an dem Denken der Menschen.“
(Albert Schweitzer)

Langzeitarbeitslosigkeit lässt sich durchaus mit einer intensiven Betreuung eindämmen. Im Sinne von Fördern und Fordern werden Menschen, die schon lange erfolglos auf Jobsuche sind, auch psychologisch wieder fitgemacht fürs Erwerbsleben. Doch hierzulande erfüllen manche Jobcenter jedoch nicht einmal die Betreuungsquoten, die eigentlich gesetzlich vorgesehen sind. Man sollte gütig umgehen mit denen, die in den Jobcentren ihren Job tun. Allein schon das bloß erkannte Leiden anderer sollte unser Tun mehr bestimmen als der eigene Wille.
Eine gütige Gesellschaft – eine Hierarchie der Güte von oben nach unten – ist NOTWENDIG.

Mächtig waltet über uns seine Güte, und die Treue des HERRN währt in Ewigkeit. Halleluja.
(Psalm 117,2)

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
(Römer 8,32)
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SERMONELLE 26.3.2018

Psalm des Motorradfahrers

Ich will dich loben, du Gott des Himmels und der Erde,
der du die Welt erschaffen hast.
Ich will dich loben, der du die Berge und Seen,
die Wiesen und Wälder meinem Auge zeigst.
Ich will dich loben, der du die Straße vor mir ausbreitest,
die Straße mit dem glatten Asphalt.

Herr, wenn ich den Fahrtwind im Gesicht spüre,
fühle ich deine erfrischende Gunst.
Herr, wenn ich beschleunige,
so fühle ich den Hauch deiner Ewigkeit.
Wenn ich die Bäume und die Felder an mir vorbeigleiten sehe,
so bewundere ich die Vielfalt deiner Schöpfung.
Wenn ich über die Landstraße fahre, so bin ich fröhlich.
Wenn ich den Motor aufheulen lasse,
so drücke ich meine Lebensfreude aus.

Gott, ich danke dir für meine Freiheit.
Doch wenn ich in den Morgen fahre, so weiß ich nicht,
ob ich den Abend noch sehen werde.
Behüte mich, Herr, vor Leichtsinn, vor Unfall und Gefahr.
Behüte mich auf der Straße und bewahre mich vor dem Tod.
Herr, ich will dich loben auf der Straße
im frischen Fahrtwind will ich dich loben,
mein Leben lang.
Amen
(B.-J. Hamann)

Singet dem HERRN und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
(Psalm 96,2)

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
(Markus 14,26)

 

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