SERMONELLE 21.7.2018

Die „lebendige Seele“ ist nach biblischem Zeugnis eine „bedürftige Kehle“.
Dei kann manchmal quietschlebendig sein, oder schmachtend (was ja auch zu Leben dazu gehört). Wenn man betrachtet, wie angewiesen neugeborene und aufwachsende Menschlein doch im Vergleich zu anderen Arten von Tieren sind, wird das augenfällig.
Wenn man auf das Altern der Menschen schaut, also in Pflegeeinrichtungen, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Alter in gewisser Weise Ähnlichkeiten aufweist zu den ersten Lebensjahren. Und wenn wir ehrlich sind: vollständige Unabhängigkeit oder Souveränität erlangen wir im gesamten Lebenszyklus nicht.
Das Angewiesensein prägt unser Dasein. Folglich macht gutes Zusammenwirken den Erfolg des Menschen aus.

Den relativen Erfolg, so müssen wir betonen, gemessen an dem, was Phantasie und Vision noch alles möglich erscheinen lassen; gemessen daran, dass das Ganze im Großen wie im Kleinen von den Humanoiden nur ansatzweise erschlossen ist.

Wir sind nicht geschaffen, im Ansatz schon stecken zu bleiben. Und auf viele menschliche Errungenschaften sind wir ja mit Recht stolz. Gibt es eigentlich ein Kriterium zur Beurteilung unserer Werke? Auch darin sind und bleiben wir Angewiesene. Kinder zeigen Eltern und Lehrern, was sie gebaut, gemalt, gedichtet, geschaffen haben. Und Erwachsene kommunizieren ihr Denken und Handeln mit anderen; zur Vergewisserung oder zur Begutachtung.

Das Angewiesensein bietet uns unseren Bezugsrahmen: Einerseits wollen wir es überwinden, wollen frei sein. Andererseits kommen wir allein nicht weiter.
Das Angewiesensein ist ein Symbol für Gott, für unseren Bezugsrahmen. Einerseits wollen wir frei sein, andererseits …
Andererseits nehmen wir am Ende Halt, Hilfe und Geborgenheit dankbar an.
Und zwischendrin die Erfahrung, von Anbeginn an – in Christus konfiguriert – bis zum unbekannten Ende auf dem richtigen Weg zu sein. In seinen Spuren wandeln wir.

Gott der HERR machte den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
(1.Mose 2,7)

Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
(Epheser 2,10)

 

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SERMONELLE 19.7.2018

„Kein Ding ist hier noch dort,
das schöner ist als ich,
weil Gott, die Schönheit selbst,
sich hat verliebt in mich.“

Angelus Silesius (lat. für Schlesischer Engel oder Bote, eigentlich Johannes Scheffler; getauft † 9. Juli 1677 in Breslau) war ein deutscher Dichter, Priester, Arzt und Politiker. Er trat vom Protestantismus zum Katholizismus über, weil ihm die mystischen Aspekte des Christentums bei Luther gefehlt hatten. Nach seiner Konversion stellte er sich mit großer Konsequenz in den Dienst der Gegenreformation Schlesiens, die er mit insgesamt 55 sehr scharf und polemisch formulierten Streitschriften gegen die Protestanten unterstützte. Schon seine erste große Streitschrift (Türkenschrift, 1663) brachte ihm eine Anklage als Friedensstörer ein. Martin Luther nannte er einen Luzifer, der statt himmlischen Lichts nur höllische Finsternis gebracht habe; die Türkengefahr als Bedrohung des christlichen Abendlandes interpretierte er als göttliche Strafe für die lutherische Ketzerei.

Ein Mann der scharfen Zunge mit ungebrochenem Selbstbewusstsein, einem Albert Schweitzer nicht unähnlich. Im Alter widmete er sich ganz als Arzt den Armen unter den Kranken, behandelte Mittellose zum Teil unentgeltlich – so wie jeder von uns es gewiss doch auch machen würde – und verschenkte nach und nach sein ganzes Vermögen an arme Menschen.
Ein Mann der scharfen Zunge, der nur deswegen nicht nach Facebook gehört, weil er zugleich ein Mann der kraftvollen Taten war.

„Gott“, so dichtete er, „weil er groß ist
gibt am liebsten große Gaben.
Ach, dass wir Armen
nur so kleine Herzen haben!“

In deiner Hand, HERR, steht es, jedermann groß und stark zu machen.
(1.Chronik 29,12)

Es kam unter den Jüngern der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte wäre.
Da aber Jesus den Gedanken ihres Herzens erkannte, nahm er ein Kind und stellte es neben sich. 

(Lukas 9,46-47)

 

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SERMONELLE 18.7.2018

Am Zustand der Erde können wir ablesen, wie sehr unsere Sehnsucht nach Leben, nach Zion, erfüllt ist.

Der Ort, wo Leben gegeben wurde, trägt den Namen PARADIES.
Wobei mir unzweifelhaft ist, wer es gab: Gott, der Allmächtige. Und er gab ein Vermächtnis, einen Auftrag: zum Pflegen und Bewahren.
Auch jenseits von Eden bleibt der Auftrag zum Pflegen und Bewahren des Anvertrauten bestehen; nur ist der Horizont erweitert, und zwar im gleichen Maße, wie unser Vermögen der Erkenntnis von gut und böse reicher wurde. Als Bereicherung haben wir empfunden, wie zur Verantwortung für das Große auch die für die inneren Werte hinzukam. Mikro- und Makrokosmos spiegeln einander.
Und darüber vergaßen wir zu oft, dass dem Großen, fast unüberschaubaren dieselbe Aufmerksamkeit zukommt wie der Welt der Befindlichkeiten. Doch dafür sind wir doch Viele – die Vielen -, um gemeinsam schwere Aufgaben zu Schultern. Oder?

„Macht euch die Erde untertan“, lautete die göttliche Ermutigung an seine wissenden Geschöpflein. Nur ein unbelehrbarer Untertan kann diese Ermutigung missdeuten.
Wie der kleine Prinz vom Fuchs belehrt wurde, er sei zeitlebens verantwortlich für das, was er sich vertraut gemacht hat, so sind wir alle, Prinzen und Prinzessinnen für den Zustand des Globus verantwortlich, soweit wir ihn begreifen und soweit wir ihn uns anvertraut haben.

Gott, der Allmächtige, steht für die freien Gestaltungsräume. Denn das „Vorbild Paradies“ taugt heute weniger denn je. Gott setzt in uns und uns gegenüber einen Sehnsuchtsort und gibt ihm einen Namen: ZION.
Das willst du nicht wahrhaben?
Dann lies mal Zeitung!

Am Zustand der Erde nun können wir ablesen, wie sehr unsere Sehnsucht nach Leben, nach Zion, erfüllt ist. Bewahrt die Schöpfung!

Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der HERR, denn ich bin euer Herr! Und ich will euch holen und will euch bringen nach Zion.
(Jeremia 3,14)

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
(Johannes 6,37)

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SERMONELLE 15.7.2018

Eine sehr schöne Verstehbarmachung: Das Teuflische erscheint als Auswirkung, also so, wie es erlebt wird. Nicht als persönlich gedachte metaphysische Instanz. So entgeht man der Gefahr, vor der Übermacht zerstörerischer Kräfte zu kapitulieren und ihnen religiöse Relevanz zu geben. Nicht die Vertröstung auf ein besseres Jenseits ist das eigentliche Problem, sondern das Verschieben diesseitiger Bedrohungen in die Ewigkeit.
(Beides ist seelsorgerlich schon gnädig nachvollziehbar, für den, dem keine andere Bewegungsmöglichkeit mehr bleibt.)

Wenn wir von Tyrannei sprechen, dann auch von denen, die sie verursachen, von überlagernden Interessen. Wenn wir von Tyrannei sprechen, dann auch von der Hoffnung auf ihre Überwindung. Und das geschieht im Diesseits: dazu ist erschienen der Sohn Gottes!

Tyrannen entlehnen ihre Argumente, die sie zur Begründung ihrer sehr weltlichen Interessen einsetzen, oft, allzu oft religiöser Sprache. Sie beschwören übergeordnete Interessen. Sie missbrauchen, was Menschen heilig ist und was sie glauben und hoffen. Freies, gottgefälliges Tanzen und Singen ist jedweder Theokratie ein Dorn im Auge und ein Abszess im Ohr: jüngst lernte man das im Iran. Es stört die faschistischen Gleichgesänge, die sie den Kehlen der Totgeweihten auf ihren letzten Märschen noch abringen. Tyrannen gebrauchen den Gott, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.
Sie entmenschlichen ihn quasi und verleihen ihm tyrannenhafte Züge.
Ein Gott, der keinen Sohn hat, ist ein Tyrann.

HERR, du dämpfst der Tyrannen Siegesgesang.
(Jesaja 25,5)

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
(1.Johannes 3,8)

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SERMONELLE 11.7.2018

Empfehlen würde ich ja eine antiempörialistische Haltung angesichts der zunehmenden Verhärtung innerhalb des öffentlichen Diskurses, angesichts von Polarisierung, gegenseitigem Hochschaukeln und mithin gegenseitiger Bestätigung. Aber Antiempörialismus wäre Teil des Problems einer Gesellschaft unreiner Lippen. Nicht die Lösung.

Die ist aus Gottes reinem Munde zu erwarten: Nächstenliebe, die niemanden ausschließt, wie Sünder oder Zöllner oder Fremde. Feindesliebe gar, denn die eigene Gruppe zu lieben tun auch die Heiden. Liebe zu den Geschwistern, denn da krachts am häufigsten.

Seelenenthärtung ist die Frucht der Selbsterkenntnis, Empathie der Weg zum Anderen. Liebe – ach: der Königsweg, der göttliche Ratschluss für alles. Liebe übt man, übt man (nie) aus. Ohne sie stößt das Wort der Wahrheit allseits auf taube Ohren.

Jesaja sprach: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen.
(Jesaja 6,5)

Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten.
(Epheser 4,25)

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SERMONELLE 10.7.2018

Na das ist doch mal ne Tageslosung mit Lehrtext, die man ganz ohne Worte dem verant-Wort-ungsbewussten Leser anvertrauen darf.

Ich weiß, ich weiß, es kann alles auch wieder zerredet werden. Deshalb sach ick etz nix

Freigebige werden immer reicher, der Geizhals spart sich arm.
(Sprüche 11,24)

Gastfrei zu sein vergesst nicht.
(Hebräer 13,2)

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SERMONELLE 4.7.2018

Vielleicht lässt sich das Wort Lob in Bezug auf Gott am ehesten als Würdigung verstehen. Dann steht es nicht in Gefahr eines psychologischen Missverständnisses. Gott bedarf des Lobes nicht, um sich etwa besser zu fühlen, mehr anzustrengen, uns besonders zu bedenken. Und im gleichen Maße gilt dann auch der Umkehrschluss: Wir haben keinen Zugriff, keinen Ansatz, keine Einwirkungsmöglichkeit auf Gottes Handeln. Wir können Gott nicht manipulieren, indem wir seine Taten überschwänglich lobpreisen.

Wozu dann das Gotteslob?
Weil es ein Positivum darstellt, eine Position und keine Negation. Das allein schon ist ein hohes Gut in einer Welt, die mit negativen Schlagzeilen mehr Geld „verdient“ als mit Berichterstattungen über positive Beispiele; einer Welt der Populisten jedweder politischen Richtung; einer digital vernetzten Welt enthemmter allseitiger Hetze.

Und ein zweites kommt noch hinzu:
Wer lobt, zeigt sich erkenntlich, mithin erkennbar.
Wer gemeinsam lobt, konstituiert sich als Gruppe, die positiv wirken möchte und positiv wirkt. So divers die Erfahrungen mit Gott auch immer sein mögen, so eindeutig manifestiert sich der Lebendige im ausdrücklichen gemeinsamen Gotteslob. Nicht loben sie Gott, weil sie seine Jünger sind; sondern sie werden dadurch erst zu seinen Jüngern.

Erkennt, dass Gott ist unser Herr,
der uns erschaffen ihm zur Ehr,
und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad
ein jeder Mensch sein Leben hat.

Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
(Psalm 103,1)

Die ganze Menge der Jünger fing an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten.
(Lukas 19,37)

 

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SERMONELLE 3.7.2018

Wer Einsicht in Krankenakten hat, erhält einen Bericht über die medizinische Einschätzung eines Patienten, einen sog. Arztbericht von höchster pragmatischer Sachlichkeit. Dem kundigen Leser erschließt sich das Fachchinesisch, allen anderen nur schwer. Der dazugehörige Bericht des betroffenen kranken Menschen erschließt sich gut ohne dezidierte Fachkenntnis und es tut ihm unendlich gut, von seinem Widerfahrnis künden zu dürfen in dem Wissen, ein Ohr gefunden zu haben. Heilend ist – abgesehen vom immer erfolgreicheren Bemühen der Ärzte – allein schon die Qualität des Zuhörens. Heilend auch das Aussprechenkönnen, das sich-aussprechen-können des Leidenden.

Davon profitieren die Zuhörenden gleichermaßen, lässt sich doch aus dem Erzählten, der Lebensgeschichte entnehmen, wie es zur Erkrankung kommen und was zu ihrer Linderung beitragen konnte. Erzählungen von Erkrankten sind Bericht, Verkündung,  Deutung, Weissagung, also: NARRATIVE.

Ähnliches finden wir auch in anderen sozialen Zusammenhängen, in der Justiz bei der Urteilsverkündung, nachdem alle anderen Narrative angehört wurden, nach absolvierten Prüfungen oder Bewährungsproben, dramatischen Ereignissen, etc.
Wir erzählen uns davon. Zum Nutzen anderer.

So ist das auch mit der Religion.
Kirchengemeinden sind in unserer deutschen Wirklichkeit die wohl einzigen Orte, an denen noch gesungen wird. (Früher sang man auch zu Hause.) Die alten Liedertexte werden im Vollzug gemeinsamen Gesanges aktualisiert und gewinnen auf wunderbare Art weissagenden Charakter.

Ich singe dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust,
ich sing und mach auf Erden kund,
was mit von dir bewusst…

Du füllst des Lebens Mangel aus 
mit dem, was ewig steht 
und führst uns in des Himmels Haus,
wenn uns die Erd entgeht.

Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut?
(Psalm 116,12)

Jesus sprach zu dem Geheilten: Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat.
(Markus 5,19)

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SERMONELLE 2.7.2018

Atemlos durch die Nacht mag ja gelegentlich ganz schön sein – Eu-stress – aber auf Dauer gestellt tut eine solche Lebensweise weder der Seele noch dem Körper gut. Wir sind nicht als Party-Menschen geschaffen.

Andere können nachts nicht atmen, weil ihnen ein Alb auf die Brust drückt. Oder eine Lungenerkrankung. Jeder ernsthaft erkrankte Mensch zieht Kreise der Besorgnis, des Mitgefühls und der Trauer, jeder ernsthaft erkrankte Mensch kostet das soziale System viel Geld. Darum sollte Gesundheit als hohes kostbares Gut von Kindesbeinen an gelehrt werden. Es ist sehr wohl eine Bildungsaufgabe, sich bewusst zu sein, wie kostbar es ist, zu leben; und wie selbstverständlich es hingenommen wird, dass Leben ein Geschenk ist. Alle Sorgen werden klein gegen die, gesund zu sein, sagt der Volksmund. Also die Erfahrung. Und wenn es einen dann erwischt hat, kommen unweigerlich die verschiedensten Deutungsmodelle auf den Tisch. Den OP-Tisch. Wohl dem, dessen Beistand dann ein bewährtes Modell ist.

Wenn dein Aug ob meinem wacht,
wenn dein Trost mir frommt, 
weiß ich, dass auf gute Nacht
guter Morgen kommt.

Leben und Wohltat hast du an mir getan, und deine Obhut hat meinen Odem bewahrt.
(Hiob 10,12)

Paulus schreibt: Epaphroditus war todkrank, aber Gott hat sich über ihn erbarmt; nicht allein aber über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht eine Traurigkeit über die andere hätte.
(Philipper 2,27)

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SERMONELLE 30.6.2018

Sich bekannt machen, sich einen Namen machen, geschieht durch entsprechendes Handeln, reden oder schweigen. Niemand bleibt ohne Außenwirkung, sei es durch aktives kraftvolles gestalterisches Tun oder durch Unterlassen. Und so bekommt man dann über die Zeit hinweg ein Ansehen, einen Stempel, einen Achtungsstand, eine Wertschätzung und Bedeutung oder Leumund. Irgendwann nämlich ist man verbraucht: Ach die, die ist doch immer so… Bei dem musst du darauf gefasst sein, dass… usw.

Wer alles hat, Reichtum, Ansehen, Macht und Influence denkt über seinen Tod hinaus, wohl wissend, dass das letzte Hemd keine Taschen hat: wie er oder sie in Erinnerung bleiben möchte. Sie war eine Kunstliebhaberin. Er hat sich als Wohltäter erwiesen. Er zeigte gegenüber Obdachlosen seinen weichen Kern. Sie vermittelte auch dem politischen Gegner immer ein Gefühl von Wertschätzung.
Das ist dann der bleibende Eindruck, die Erinnerung, das Denkmal der Person, von der nichts mehr zu erwarten und zu erhoffen ist.

Beistand, der nicht ver- geht;
Trost, vom Himmel herab gereicht
ewig anrufbarer himmlischer Vater, Bruder und Geist
Help for the helpless
Gott:

Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen.
(Psalm 9,11)

Paulus schreibt: Der Herr stand mir bei und stärkte mich.
(2.Timotheus 4,17)

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SERMONELLE 24.6.2018

Das Allgemeine ist im Einzelnen.
Demnach repräsentiert jeder einzelne Mensch den Menschen an sich, die Menschheit.
Oder ist es doch genau andersherum?
Weil Menschen sich auf eine Vorstellung geeinigt haben, was der Mensch oder die Menschheit sei, haben wir eine Vorstellung davon. Diese jedoch ist abhängig vom Verständnisprozess, vom gelingen unseres Einigungsprozesses. Die sozialen Medien lehren uns, da keine vorschnellen günstigen Prognosen zu erstellen, was die menschliche Einigungsfähigkeit angeht.

Wie steht es um die Würde des Menschen? Ist sie als unantastbar gegeben? Oder ist sie davon abhängig, dass sie von niemandem angetastet wird? Beim Tiefdenken sehe ich den Schwerpunkt auf ersterem. Die Würde ist gegeben, die menschliche Würde – jeder einzelne Mensch steht für das Gesamt der Menschheit – ist eine Gabe. Sie zu pflegen und zu bewahren ist eine unserer vornehmsten Möglichkeiten.

Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!
(Daniel 2,20)

Johannes der Täufer sprach:Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.
(Johannes 3,27)

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SERMONELLE 22.6.2018

Weihnachtseinkäufe – die meisten werden in genau sechs Monaten erledigt. Manchen ist es auch eine heilige Pflicht und Freude, dass sie Freude teilen und geben wollen. Da sind sie dann nicht erledigt, sondern wirkmächtig.

Die Tageslosung mit dem beigefügten Auslegungstext aus dem Neuen Testament erinnert uns schon sehr früh an die kommende Adventszeit. Da, wo der Sommer so richtig loslegt, da, wo die hellen Stunden am längsten und die Nächte von St. Petersburg „weiß“ sind, da, wo wir Feste des Lebens feiern, wohl wissend dass noch manche Nacht fallen wird auf Menschen Leid und Schuld, da werden wir an das eigentliche Geschenk des Lebens erinnert, das sich nicht erledigt, sondern nachhaltig wirkmächtig ist: Gott schenkt sich sich in seinem Sohn uns. Alles ist gegeben. Tochter Zion, freue dich!

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.
(Sacharja 2,14)

Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.
(1.Johannes 4,9)

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SERMONELLE 21.6.2018

Abraham war ein umherirrender Aramäer. Nicht psychisch krank, aber sozial am Ende. Jeder, der eine Heimat hat, weiß, dass man diese nur sehr ungern für immer verlässt: zu Fuß und durch die Wüste. Vor Augen die Vision von einer herrlichen Zukunft, von einem Land darinnen Milch und Honig in Strömen fließt.

Das Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer – zwischen den beiden großen Reichen im Norden und im Süden – bot sich am ehesten an, sesshaft zu werden, Heimat zu sein. Es war beileibe nicht besonders fruchtbar. Aber wer fleißig war, wer Mühen nicht scheute, der konnte mit Geschick und Beharrlichkeit aus dieser wüstenähnlichen Gegend ein Land machen, in dem Milch und Honig fließt. Nun, die alten Visionen und Bilder verblassen mit der Zeit, werden von der Realität ein geholt. Statt Milch und Honig in Strömen ergießt sich ein Heimatgefühl in die Herzen derer, die es sich wohnlich und heimatlich gemacht hatten; sich und ihren zahlreichen Nachkommen.

„Wer aufbricht, der kann hoffen“, sagt der Dichter.
Man sollte diese Erzählung weitersagen und verändern: Aufbruch steht in Korrelation zum Ankommen, das Schaffen eines Zuhauses, welches Schutz und Ort und Verlässlichkeit darstellt, ist immer mit Mühen und Arbeit verbunden. Letzteres wird gelegentlich vergessen, Aufbruchsstimmung prägt die Befindlichkeit. Die Flucht nach vorne, die Flucht in die Weite stellt sich ein, wenn der bisherige Bestand infrage gestellt wird.  Wenn das bisherige Weltbild durcheinander gerät.

Manch einem verklärt sich von daher die Wüstenzeit.
Aber – wie angedeutet: Migration ist kein Zuckerschlecken, oder?

HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!
(Psalm 84,13)

Wo keine Hoffnung war, hat Abraham auf Hoffnung hin geglaubt.
(Römer 4,18)

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SERMONELLE 17.6.2018

„Mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!“, sagt die Tageslosung.
Etwas ruppig herausgeschnitten aus dem Kontext. Es geht dort nämlich um Wiederaufbau, um Restauration, um ein Land, in dem man gut und gerne leben kann und will. Und es geht um die Erinnerung an diesen einen guten Geist und Beistand, der jüdischer Migration nach Ägypten einst schon Motiv, Identität und Hoffnung gab. Hoffnung auf Rückkehr.
Gottes Geist.

Und nun geht es um einen erneuten Aufbruch, nicht in die Fremde, wohl aber in den Aufbau des Landes, um die Heimat des Gottesdienstes und das Ankerzentrum der Barmherzigkeit. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

Als im Zuge des Zionismus verstärkt Juden das Land zwischen Jordan und Mittelmeer besiedelten, spuckten sie in die Hände, machten lebenwert die Malariasümpfe an der Küste, ebneten die Wege in der judäischen Wüste, brachten sie zu zum Blühen, Meerwasser wird entsalzt, Ströme reinen Wassers fließen von Zion: Heute blüht das ganze Land, in welchem alle gut und gerne wohnen wollen, welches seine Identität einem Glauben und einem Geist verdankt, der die Hoffnung immer wieder erblühen lässt. Dem Geist der Liebe.

An dieser Liebe müssen sich alle messen: die dort aufbauen, die dort profitieren wollen ebenso wie alle, die sich von außen ein Urteil anmaßen.
Ihr wisst ja, wie das mit der Liebe immer so ist.
Fürchtet euch nicht!

Mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!
(Haggai 2,5)

Hoffnung lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
(Römer 5,5)

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SERMONELLE 16.6.2018

Trost kommt von trausta, könnte man mit Traute übersetzen.
Haste keine Traute? Traust du dich nicht? Das sagt sehr gut, was fehlt, wenn Trost fehlt.
Wird dann stets schmerzlich vermisst, was ein Zeichen für Aufbegehren und Widerstand gegen die Trostlosigkeit und ihre Bedingungen ist. Trostlosigkeit ist von Übel.

In der Seele liegt das Ankerzentrum, Kraft zu schöpfen. Mit all den Angeboten, die Gott der Seele zur Verfügung stellt. Allen voran und am wenigsten diskutierbar: seine Liebe. Liebe ist von Gott. Ein ewiger Trost.
Gläubigen Menschen wirft man oft vor, nicht ganz bei Troste zu sein und auf
Ver-Tröstung statt auf Annahme der Realität zu setzen. Doch diese Religionsablehnung, diese spezielle Form der Realitätsverweigerung, auch sie kann im Ernstfalle nicht helfen. „Wenn mit am allerbängsten wird um das Herze sein, dann reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein.“ Das ist indiskutabel. Amen.

Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück.
(Jesaja 38,17)

Unser Herr Jesus Christus und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.
(2.Thessalonicher 2,16-17)

Abide with me, fast falls the eventide
The darkness deepens Lord, with me abide
When other helpers fail and comforts flee
Help of the helpless, oh, abide with me

Swift to its close ebbs out life’s little day
Earth’s joys grow dim, its glories pass away
Change and decay in all around I see
O Thou who changest not, abide with me

I fear no foe, with Thee at hand to bless
Ills have no weight, and tears no bitterness
Where is death’s sting? Where, grave, thy victory?
I triumph still, if Thou abide with me

Hold Thou Thy cross before my closing eyes
Shine through the gloom and point me to the skies
Heaven’s morning breaks, and earth’s vain shadows flee
In life, in death, o Lord, abide with me
Abide with me, abide with me
(Songwriter: Henry Francis Lyte / Will Henry Monk
Songtext von Abide with Me © Universal Music Publishing Group, Kobalt Music Publishing Ltd.)

https://www.youtube.com/watch?v=_cC4EvrvK7c

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SERMONELLE 15.6.2018

Jahrzehntelang – was nicht viel ist – haben Theologen und Gemeindetheologen gefordert und umgesetzt, dass das Evangelium in unsere Zeit hinein spricht, übersetzt wird, den aktuellen Fragen eine Antwort gibt und Menschen hilft, sich zu orientieren. Da wusste man noch, was das Evangelium ist. Als Bonhoeffer riet, Kirche ist immer Kirche für andere, da war fraglos klar, dass es Kirche für andere ohne Kirche eben nicht gibt.

Und nun?
Ist das Evangelium selbst wieder fragwürdig geworden. Und das ist gut so. Das Wort Gottes ist zunächst das Wort Gottes, nicht das Wort von politischen Parteien oder gesellschaftlichen Strömungen und Kräften. Als solches, als Wort Gottes nämlich, kann es durchaus zu einem politischen Wort werden. Und muss und wird es auch.
Gottes Wort ist lebendig und setzt sich durch, manchmal mit den Worten der Predigenden, manchmal trotz dieser.

Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
(Jesaja 53,5)

Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
(1.Johannes 4,10)

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SERMONELLE 12.6.2018

Und am schärfsten sind die: sagen, wir seien alle natürlich Kinder Gottes. Und nichts folgt daraus. Ist vielleicht so ne Art Riesen-Kindergarten. Altersgerechte Bildung, Sozialverhalten, Tischregeln, Lieder nach Jahreszeit – das Team müht sich tariflich redlich, vor allem aber: das Team ist Gott, dreifältig, vielfältig. Solange, bis Mama kommt.

Alle Gottes Kinder. Das bewährt sich abseits behüteter Kindheitsidylle. Wenn dem Gefühl von Verlassenheit eine schreckliche Realität zugrunde liegt. Wenn die Stimmen deiner Umgebung, der Politik und Gesellschaft auf dich eindringen. Weil jeder dich für sich will, egal, wes Geistes Kind sie sind. Moralisch drohend, die doch Moral so sehr ablehnten. Liebreizend lockend, die doch nur dein bestes wollen. Bekenne: Wo stehst du?!

Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns

nicht!

(Jeremia 14,9)

Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.

(Galater3,26)

Ich bin getauft auf deinen Namen, Herr Jesu Christ. Du kamst auf Erden zu mir Armen, der du Gott, der Dreieinge bist.

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SERMONELLE 10.6.2018

„Der, welcher etwas Großes schenkt, findet keine Dankbarkeit; denn der Beschenkte hat schon durch das Annehmen zuviel Last.“, sagt Nietzsche. Und wird bestätigt durch aller Welts Weisheiten wie „Undank ist der Welt Lohn“.

Als größtes Geschenk Gottes an die Kreaturen bezeichnet man das Leben. Und weiß um die alltäglichen Mühen und die tatsächlichen Grausamkeiten. Wenig wird dem Schöpfer dafür gedankt. Für alles, was zum Leben eben gehört. Für das Negative schon gar nicht. Und das Positive wird als Genugtuung verstanden. Du hast es dir redlich verdient.
Und gab es Gutes im Überfluss, machte es trunken.

Nicht jeden!
Wie kommt jemand wie Jean-Baptiste Massillon zu dieser dann doch erstaunlichen Erkenntnis: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens“?
Weil er Kinder beobachtet, weil er das Kind in sich wahrnimmt, welches mit noch jeder Kummerlage nur kurz hadern möchte, um seinen Anteil an der Lebensfreude gebührend genießen zu können. So ist der Aufruf zum gemeinsamen Dankesagen keine Ermahnung oder inadäquate Forderung, sondern entspricht einem Herzenswunsch.
Gemeinsam machts einfach mehr Spaß.

Lasst uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!

(Klagelieder 3,41)

Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!

(Kolosser 4,2)
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update zum Thema „Blankenburger Süden“

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Die Menschen im Blankenburger Süden werden oft als Gegner von nötigem Wohnungsbau dargestellt und nicht als Betroffene einer Planung, die sie enteignen und vertreiben soll und wird. Doch die zuständigen Senatsstellen argumentieren schwarz-weiß, wenn es um rücksichtslose Durchsetzung ihrer Ziele geht. Dabei hat die Bürgerinitiative von Anfang an ein stehendes Kooperationsangebot und unterstützt die Ziele. Der mündige Bürger, welcher informiert und einbezogen werden will, formt eine Gesellschaft mit.

Hier eine Möglichkeit, die mündigen Menschen zu unterstützen.
Democracy rules!

Postkarte an RegieBü0001

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schweige und höre

Wenn ich mit anderen gemeinsam und vom Herzen her schweigend eines Opfers gedenken möchte – ich könnte das ja auch gut mit mir allein abhalten – dann bitte ich die anderen um ihre Einwilligung. Eine Schweigeminute wäre dann die geeignete Methode, auf die man sich verständigt. Freiwillig, nicht aufgezwungen.

Dazu wendet man sich im Bundestag zum Beispiel an den Bundestagspräsidenten, welcher dem Ansinnen entsprechen und die nötigen Schritte dazu einleiten möge. Hierbei hat Vorrang die Sache an sich vor der die Sache einbringenden Person.

Das Gedenken eines Opfers darf nicht verzweckt und missbraucht werden.
Weder dadurch, dass man es einem ganzen Haus oktroyieren will, noch durch empörte Gegenreaktionen. Man könnte das souverän lösen.
Wenn man wollte.

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SERMONELLE 9.6.2018

Gott sah auch die Situation von Hagar und ihrem Sohn Ismael, der Alleinerziehenden, die in die Wüste geschickt wurde. Auch für sie hatte er einen Plan. Nämlich Errettung und Zukunft. Man könnte alle seine Pläne darunter subsumieren: Errettung und Zukunft, wenn man geneigt ist, diesen Worten Weite zu lassen. Geistliche Weite. Dann könnte man hinter allem göttlichen Handeln die eine göttliche Kraft am Wirken sehen, auf die sich alle beziehen wollen. Müssen.

Dann könnte eine Neugierde entstehen, wie dieser Gott im und durch den anderen wirkt, Errettung und Zukunft. Denn beides – Errettung und Zukunft – ist immer und überall die Errettung und Zukunft des Andersglaubenden.
Das möge ER wirken in jedem Menschen!!

Der HERR erforscht alle Herzen und kennt alles Sinnen und Trachten der Gedanken.
(1.Chronik 28,9)

Nathanael spricht zu Jesus: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bevor Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe ich dich gesehen.
(Johannes 1,48)

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Lebens Kraft

Mit Gott per Du, auf direktem Weg.
Auf Augenhöhe.
Vertrauensvoll, hingegeben.
Der eine hält’s für absurden Aberglauben, für eine psychische Auffälligkeit,
der andere für Gotteslästerung.
Juden dürfen das. Und Christen auch, weil Gott in Jesus den Heiden die Bahn geebnet hat. Wissend, wo Hilfe zu finden ist, entwickelt sich Hoffnung wie von selbst.
Und Hoffnung ist ein Stück Lebenskraft.Ich habe nie verstanden, weshalb glauben und wissen Gegensätze sein sollten. Setze hoffen statt glauben, dann wird ein Schuh draus. Und reiße keinen künstlichen Graben auf zwischen Geduld und Aktivität. Denn hoffen ist ein Stück Lebenskraft.

Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.
(Psalm 25,5)
Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.

(Römer 8,25)
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SERMONELLE 29. Mai 2018

Heutige Losung- und Lehrtextkombi zwingt uns, Migration und Mission zusammen zu denken. Das ist reizvoll und die gute Erkenntnis, Menschen nicht vereinnahmen zu wollen, die sich in Not befinden, auch nicht religiös, sollte leitend sein. Doch was tun, wenn jemand an deine Tür klopft und unbedingt will? Wenn jemand ein neues geistliches Leben sucht – zusätzlich zu der neuen sozialen Existenz?
Weist du ihn dann ab, aus Angst, des Missionierens verdächtigt zu werden? Prüfst du sein Gewissen, um deines rein zu halten? Bist doch sonst nicht so zimperlich!

Der Theologe Kim Strübind hat schon Recht: „Alle biblische Migration beruft sich auf GOTT als Urheber derselben.“ Einer niederen Gewalt wollte man sich nicht beugen, wenn man auf ein gutes Ende setzt. Ein gutes Ende liegt in der Hand des GOTTES, der dich auf den Weg schickt. Das gute Ziel liegt in SEINEM Land. Schlepper und Schleuser unterscheiden sich von Menschenfischern, also denen, die zuvor schon gerettet waren. Und zwar total, totalitär: Jene machen Geschäfte mit dem Elend derer, die von Heilsversprechern auf die Reise geschickt wurden. Das zweitgrößte Elend der Menschheit, gleich nach den Kriegen. So wie jene handeln wir am liebsten, wenn es nach uns ginge.
Aber:

Nach dem Wort des HERRN brachen die Israeliten auf, und nach seinem Wort lagerten sie sich.
(4.Mose 9,18)
Simon sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

(Lukas 5,5)

vertraut den neuen Wegen

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GEGENWÄRTIG

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keinen Gott gibt.
Die Gewissheit zieht sich durch mein gesamtes Leben hindurch, hat mich in Ruhe Dinge tun lassen, wo andere paniken, hat mich in Bewegung gebracht, wo andere erstarren.
Und wird auch weiter durchtragen.

Gottes Geist hat mich versiegelt in dieser Gewissheit.
So bin ich getauft worden. Dazu ist es nicht notwendig, erst als Erwachsener getauft zu werden. Es genügt, wenn die Eltern es mit Gewissheit tun. Das spürt man dann, soweit, wie SEINE Liebe sie umgreift.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keinen Gott gibt.
Wozu auch?!

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Texte für Bikergottesdienste 5

Bikersegen

Gott sei die rotierende Kraft deiner Maschine,

um dein Leben in Bewegung zu halten.

Gott sei Protektor und Helm

für den Fall der Fälle.

Gott sei dein Zusatzscheinwerfer,

dass du ausstrahlst und wahrgenommen wirst.

Gott sei deine Bremsscheibe,

damit du Freunde findest, wo du Halt machst.

Gott segne und behüte dich.

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Texte für Bikergottesdienste 4

Schutz Engel

Hast du Sand in der Kurve,
musst du höllisch aufpassen.
Hast du Bitumen bei Nässe,
musst du teuflisch auf der Hut sein.
Hast du ein Kind vor der Gabel, stell dir vor,
der Satansbraten könnte von dir sein.
Hast du die Sozia mit dabei,
fahre nicht so, als sei der Leibhaftige hinter dir her.
Hast du die Sonne im Angesicht,
dreh nicht am Quirl wie ein Besessener.
Hast du vor dem Linksabbieger gerade so noch mal Glück gehabt,
dämonisiere ihn nicht.
Hast du viel Platz im toten Winkel,
stehen dir die Tore des Hades offen.
Hast du abgefahrene Reifen,
beschwörst du die Geister der Unterwelt herauf.
Hast du zu viel Tempo drauf,
wirst du zur Hölle für die anderen.

Bedenke:
Du hast Eltern oder du hast Kinder,
du hast Freunde oder du hast Kollegen,
du hast einen Ehemann oder du hast eine Partnerin.
Du hast einen, der dich liebt.
Irgendeinen hast du bestimmt.

Du hast einen Schutzengel.
Schütze ihn!

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Texte für Bikergottesdienste 3

Gebet eines Motorradfahrers
(mit Psalm 139)

Gott, du erforschst und kennst mich.
Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen.
Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?Führe ich gen Himmel, so bist du da: bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Aber wir schwer sind für mich deine Gedanken. Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich, und erkenne, wie ich´s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf gutem Wege.

Wohin soll ich fliehen? Ja, Herr, manchmal – öfter als ich es mir eingestehen will – fühle ich mich wie jemand auf der Flucht. Vor Stress, vor Überforderung, vor Verantwortung, auf der Flucht vor den Sorgen und Nöten der Menschen um mich herum, vor dem unnützen Gerede, vor quälender Langeweile – ja – und letztlich auf der Flucht vor mir selbst. Dann setz ich mich auf meine Maschine, will Abstand gewinnen, will frei und unabhängig sein. Gott – du weißt das.

Und wenn ich den Hahn so richtig spanne, wenn das Drehmoment voll greift, dann packt mich oft so ein Gefühl, als hätte meine Maschine Flügel bekommen, Flügel der Morgenröte, als könnte sie mich bis ans Ende der Welt tragen, bis ans Ziel meiner Sehnsüchte. Aber das Gefühl hält nicht lange an. Denn Drehmoment – Power – kann ich nie genug bekommen. Und irgendwann werde auch ich müde und drehe erschöpft um. Sinnlose Flucht im Kreise. Gott, was könnte mich da trösten?

Sehnsüchtig lausche ich auf die Worte des Psalms: Nähme er Flügel der Morgenröte, flöge er gen Himmel oder bis zum Ende der Welt, so wärst du – Gott – da bei ihm.
Voller Gewissheit spricht dieser Mensch! Ach Gott, schenke mir doch ein klein wenig von dieser Gewissheit, damit auch ich sagen kann: Wo ich gehe, wo ich stehe, bist du, großer Gott, bei mir.
Dann soll mein Motorrad auch nicht mehr mein Fluchthelfer sein, sondern ein Mittel, mit dem ich meine Lebensfreude und Lebensgewissheit zum Ausdruck bringen kann.
Ein Mittel, mit welchem ich dich lobe.
Gott, darum bitte ich dich – erbarme dich.
Amen.

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Texte für Bikergottesdienste 2

Eingangsgebet

Herr Jesus Christus,
wir danken dir dafür, dass wir uns in deinem Namen frei versammeln dürfen.
Wir danken dir für unsere Lebensfreude und die Fähigkeit,
auch mit schwierigen Situationen umgehen zu können.

Bewahre uns vor allem Bösen,
behüte unsere Mitmenschen
und segne uns diesen Gottesdienst.
Amen

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Texte für Bikergottesdienste 1

Eröffnung

Im Namen Gottes,
der dich als Motorradfahrer schuf,
im Namen Jesu,
der dir zeigt, dass Lebensfreude was anderes ist als Rücksichtslosigkeit,
und im Namen des Heiligen Geistes,
der dich Lächeln sieht, auch wenn dein Visier geschlossen ist.

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SERMONELLE 27.4.2018

„Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Nur werden die Ämter leider nicht von Gott vergeben“, sagt Gerhard Uhlenbruck. Da könnte ich es mir leichtmachen mit dem Leben. Leicht wie der Lakedaimoniker Phedaretes, der sich um Aufnahme in den Rat der Dreihundert bewirbt. Er wird verworfen. Voller Freude, dass es in Sparta dreihundert bessere Männer als ihn gibt, geht er wieder nach Hause.
Frei, doch nicht frei jeder Verantwortung. Freiheit will sinnvoll gestaltet sein, das Zuhause soll heimelig und behaglich anmuten. Jedes Leben ohne Fasson verläuft sich im Sande.

Dieses Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, zu nichts nutze zu sein, stellt sich mit dem Älterwerden häufiger und nachdrücklicher ein. Manche Zeitgenossen altern früher als andere und denken früher zurück an früher. Andere wollen wenigstens einmal im Leben so richtig auffallen, Schlagzeilen machen, „im Fernsehn kommen“. Fussballstadion-Flitzer sind noch die harmloseste Variante.
…verläuft im Sande.
Ungesegnet.

Wem Gott Segen schenkt, dem gibt er auch ein Amt.
Eine Aufgabe nicht von dieser Welt, doch in dieser Welt. Eine Bedeutung. Einen Sinn.
Versteht: Gott loben, das ist unser Amt.

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
(Psalm 103,2)

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.
(Epheser 1,3)
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