Texte für Bikergottesdienste 5

Bikersegen

Gott sei die rotierende Kraft deiner Maschine,

um dein Leben in Bewegung zu halten.

Gott sei Protektor und Helm

für den Fall der Fälle.

Gott sei dein Zusatzscheinwerfer,

dass du ausstrahlst und wahrgenommen wirst.

Gott sei deine Bremsscheibe,

damit du Freunde findest, wo du Halt machst.

Gott segne und behüte dich.

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Texte für Bikergottesdienste 4

Schutz Engel

Hast du Sand in der Kurve,
musst du höllisch aufpassen.
Hast du Bitumen bei Nässe,
musst du teuflisch auf der Hut sein.
Hast du ein Kind vor der Gabel, stell dir vor,
der Satansbraten könnte von dir sein.
Hast du die Sozia mit dabei,
fahre nicht so, als sei der Leibhaftige hinter dir her.
Hast du die Sonne im Angesicht,
dreh nicht am Quirl wie ein Besessener.
Hast du vor dem Linksabbieger gerade so noch mal Glück gehabt,
dämonisiere ihn nicht.
Hast du viel Platz im toten Winkel,
stehen dir die Tore des Hades offen.
Hast du abgefahrene Reifen,
beschwörst du die Geister der Unterwelt herauf.
Hast du zu viel Tempo drauf,
wirst du zur Hölle für die anderen.

Bedenke:
Du hast Eltern oder du hast Kinder,
du hast Freunde oder du hast Kollegen,
du hast einen Ehemann oder du hast eine Partnerin.
Du hast einen, der dich liebt.
Irgendeinen hast du bestimmt.

Du hast einen Schutzengel.
Schütze ihn!

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Texte für Bikergottesdienste 3

Gebet eines Motorradfahrers
(mit Psalm 139)

Gott, du erforschst und kennst mich.
Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen.
Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?Führe ich gen Himmel, so bist du da: bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Aber wir schwer sind für mich deine Gedanken. Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich, und erkenne, wie ich´s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf gutem Wege.

Wohin soll ich fliehen? Ja, Herr, manchmal – öfter als ich es mir eingestehen will – fühle ich mich wie jemand auf der Flucht. Vor Stress, vor Überforderung, vor Verantwortung, auf der Flucht vor den Sorgen und Nöten der Menschen um mich herum, vor dem unnützen Gerede, vor quälender Langeweile – ja – und letztlich auf der Flucht vor mir selbst. Dann setz ich mich auf meine Maschine, will Abstand gewinnen, will frei und unabhängig sein. Gott – du weißt das.

Und wenn ich den Hahn so richtig spanne, wenn das Drehmoment voll greift, dann packt mich oft so ein Gefühl, als hätte meine Maschine Flügel bekommen, Flügel der Morgenröte, als könnte sie mich bis ans Ende der Welt tragen, bis ans Ziel meiner Sehnsüchte. Aber das Gefühl hält nicht lange an. Denn Drehmoment – Power – kann ich nie genug bekommen. Und irgendwann werde auch ich müde und drehe erschöpft um. Sinnlose Flucht im Kreise. Gott, was könnte mich da trösten?

Sehnsüchtig lausche ich auf die Worte des Psalms: Nähme er Flügel der Morgenröte, flöge er gen Himmel oder bis zum Ende der Welt, so wärst du – Gott – da bei ihm.
Voller Gewissheit spricht dieser Mensch! Ach Gott, schenke mir doch ein klein wenig von dieser Gewissheit, damit auch ich sagen kann: Wo ich gehe, wo ich stehe, bist du, großer Gott, bei mir.
Dann soll mein Motorrad auch nicht mehr mein Fluchthelfer sein, sondern ein Mittel, mit dem ich meine Lebensfreude und Lebensgewissheit zum Ausdruck bringen kann.
Ein Mittel, mit welchem ich dich lobe.
Gott, darum bitte ich dich – erbarme dich.
Amen.

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Texte für Bikergottesdienste 2

Eingangsgebet

Herr Jesus Christus,
wir danken dir dafür, dass wir uns in deinem Namen frei versammeln dürfen.
Wir danken dir für unsere Lebensfreude und die Fähigkeit,
auch mit schwierigen Situationen umgehen zu können.

Bewahre uns vor allem Bösen,
behüte unsere Mitmenschen
und segne uns diesen Gottesdienst.
Amen

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Texte für Bikergottesdienste 1

Eröffnung

Im Namen Gottes,
der dich als Motorradfahrer schuf,
im Namen Jesu,
der dir zeigt, dass Lebensfreude was anderes ist als Rücksichtslosigkeit,
und im Namen des Heiligen Geistes,
der dich Lächeln sieht, auch wenn dein Visier geschlossen ist.

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SERMONELLE 27.4.2018

„Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Nur werden die Ämter leider nicht von Gott vergeben“, sagt Gerhard Uhlenbruck. Da könnte ich es mir leichtmachen mit dem Leben. Leicht wie der Lakedaimoniker Phedaretes, der sich um Aufnahme in den Rat der Dreihundert bewirbt. Er wird verworfen. Voller Freude, dass es in Sparta dreihundert bessere Männer als ihn gibt, geht er wieder nach Hause.
Frei, doch nicht frei jeder Verantwortung. Freiheit will sinnvoll gestaltet sein, das Zuhause soll heimelig und behaglich anmuten. Jedes Leben ohne Fasson verläuft sich im Sande.

Dieses Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, zu nichts nutze zu sein, stellt sich mit dem Älterwerden häufiger und nachdrücklicher ein. Manche Zeitgenossen altern früher als andere und denken früher zurück an früher. Andere wollen wenigstens einmal im Leben so richtig auffallen, Schlagzeilen machen, „im Fernsehn kommen“. Fussballstadion-Flitzer sind noch die harmloseste Variante.
…verläuft im Sande.
Ungesegnet.

Wem Gott Segen schenkt, dem gibt er auch ein Amt.
Eine Aufgabe nicht von dieser Welt, doch in dieser Welt. Eine Bedeutung. Einen Sinn.
Versteht: Gott loben, das ist unser Amt.

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
(Psalm 103,2)

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.
(Epheser 1,3)
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SERMONELLE 26.4.2018

Das Licht scheint AUS der Finsternis

„1. Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

2. Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

3. Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

4. Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

5. Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

6. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

7. Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Josef blieb im Gefängnis, aber der HERR war mit ihm.
(1.Mose 39,20.21)

Das Licht scheint in der Finsternis.
(Johannes 1,5)

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SERMONELLE 25.4.2018

Gott ist die Konstante in meinem Leben.
Stets habe ich auf Verlässlichkeit gesetzt, auf etwas, das Bestand hat.
Sicherheit hatte ich großgeschrieben. Was heißt „hatte“…
Ordnungen sind mit lieb und wert. Sobald ich ihre Strukturen erkenne, weiß ich um meine Freiräume. Und wenn sich etwas ändert, überraschender weise, dann nehme ich es dankbar aus Gottes guter und geliebter Hand.

„Bin vor Freude außer mir,
will langsam mit dir untergehn,
kopflos, sorglos, schwerelos in dir verliern.
Deck mich zu mit Zärtlichkeiten,
nimm im Sturm, die Nacht ist kurz!
Friedvoll, liebestoll, überwältigt von dir…
Schön, dass es dich gibt!“

Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
(Hiob 1,21)
Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
(Römer 8,28)
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SERMONELLE 24.4.2018

     Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer,
     wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus.
Kulturell bedingt:
Erinnerungen an Jugendtage stellen sich ein. Nordsee, Erkältungswetter, Grog und Bibelarbeit. Gemeinschaft und Gotteserleben.
Warum Gotteserleben? Weil die Jugendleiter es vorleben.

     Himmel, Erde, Luft und Meer zeugen von des Schöpfers Ehr; 
     meine Seele, singe du! Bring auch jetzt dein Lob herzu! 
Die Gotteserfahrung stellt sich dem Bewussten unmittelbar dar.
Regional bedingt sind dessen jeweilige Ausprägungen. Wind und Weite gibts zur Genüge beispielsweise auch in der Taiga. Und ohne Christianisierung wäre der eurasische Raum wohl eher schamanistisch geprägt. Doch das Heil, welches von den Juden kommt, konkretisiert sich als liebevolle Verbindung der Judentümer mit den Heidentümern.
Gott konkretisiert sich in diesem „Judenbengel“ Jesus, geboren aus dem Hause und in der Stadt Davids, aufgewachsen im Galiläischen, ist hier zur Schule gegangen: TEMPEL, wohnt: in den Himmeln und den Erden.

     Ach, mein Gott, wie wunderbar stellst du dich der Seele dar,
     drücke stets in meinen Sinn, was du bist und was ich bin.

HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
(Psalm 36,6)

Gott, der reich ist an Erbarmen, hat uns in seiner großen Liebe, die er uns entgegenbrachte, mit Christus zusammen lebendig gemacht, obwohl wir tot waren in unseren Verfehlungen – durch Gnade seid ihr gerettet.
(Epheser 2,4-5)
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SERMONELLE 23.4.2018

Böse Mama!! Gute Mama…
Alle Sorgen wirft das Kind auf die Mutter, manchmal auf rabiate robuste Art.
Und es erwartet robuste Gegenreaktionen. Mutti ist die für das Kind überschaubar erste und zugleich letzte Instanz. Alle Welt entfaltet sich dazwischen. Gerechtigkeit fällt nicht vom Mutterschoß, sondern wird ausgehandelt, gar erstritten.
So ist Läbbän.

Gott gelebt als Gegenüber.
Ich bin den Gottesbildern abhold, die zu stark auf den „Gott in mir“ abstellen.
Damit müsste nämlich eine deutlich sichtbare Umsetzung dessen einhergehen, was man gemeinhin unter dem Willen Gottes versteht, zurecht versteht. Viel eher nehme ich ein Ringen darum war. Wenn überhaupt. Oft nur der Wunsch, von religiösen Dingen nicht behelligt zu werden. Also Gott nicht in mir, Gott nicht im Gegenüber, sondern Gott im Privatleben irgendwelcher sonderbaren Zeitgenossen.

Ist’s recht, wenn ich in der Weihnachtszeit einen LED-Adventsstern ins Fenster hänge?
Oder ist auch das schon Belästigung?

Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen.
(4.Mose 24,17)
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
(1.Petrus 5,7)
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SERMONELLE 22.4.2018

Kein Nullsummenspiel.
Kein Werden und Vergehen.
Kein Sterben und Fruchtbringen.
Sondern eine höhere Qualität.
Mit den Jahren habe ich die Tragfähigkeit vieler weltlicher Konzepte geprüft. Es ist alles Stückwerk, Eitelkeit, auch Blendwerk. Nichts ist endgültig, panta rhe – alles fließt. Doch nicht einmal das stimmt wirklich. Manches erkaltet und erstarrt.

Geblieben ist mir die Ehrfurcht vor dem Gott, der Leben schafft, vor Gott also, der ordnet und Vielfalt ermöglicht. Geblieben ist mir das Wissen um eine viel größere Wirklichkeit, die alles Denken und Wissen gründet und übersteigt.

Geblieben ist mir auch ein anderes: die immer stärker werdende Hinwendung zu diesem einen Grund des Lebens, der zugleich die Erfüllung dessen ist. Ich binde mich ein.
Damit einher geht keineswegs eine Abwertung oder Verachtung der Welt.
Im Gegenteil, je mehr der spirituelle Mensch wächst, desto zutreffender bewertet er alles Materielle. Spirituelle Menschen sind die wahren Materialisten.

Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.
(2. Korintherbrief, 4,16)

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SERMONELLE 21.4.2018

The storm is over – over me. 
Dann wurden sie in die Wüste getrieben. Erst hatten sie Hoffnung, dass man ihnen neuen Lebensraum zuweisen würde. Aber je länger der Marsch, desto tödlicher.
Sie aßen die kärglichen Pflanzen vom Wegesrand. Wer entkräftet liegen blieb, wurde getötet. Viele ergaben sich in dieses Schicksal, gaben die Hoffnung auf.
Am längsten hielt sich die Hoffnung bei den Müttern kleiner und kleinster Kinder. Sie gaben alles, was sie hatten, um die schreienden Münder irgendwie zu sättigen. Doch die Brüste waren schlaff und leer. Und Wasser gab es keines. Gegen Mittag erreichten sie ein verlassenes und zerstörtes Gehöft. Die Babies schrien sich vor Hunger die Seele aus dem Leib, sodass sie diese Töne nicht mehr ertragen konnten. Sie legten sie zum Sterben nebeneinander im Innenhof in die Sonne und gingen fort, als das letzte Kindlein verstummte.

Was dieses Sterben ermöglicht, ist das Schweigen der irdischen Machthaber über das Leiden der Menschen. Die Todesstille in den verdorbenen oder verzweifelten oder ratlosen Gewissen. Das Fehlen des Aufschreies für die Unterdrückten. Das Ende der Menschlichkeit eben.

Es gibt zwei Arten von Stille, zum einen diese Todestille, die nichts mehr erhofft und Tod bewirkt. Zum anderen und ganz gegensätzlich dazu jene Stille, aus der heraus der Mensch Antwort ersehnt, Antwort von Gott. Der Gekreuzigte erhielt in seiner Gottverlassenheit Antwort: Auferweckung.
So beginnt Menschlichkeit.

Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich!
(Psalm 116,3.4)

Die Jünger weckten Jesus auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille.
(Markus 4,38-39)
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SERMONELLE 20.4.2018

Während Götzenbilder in der Umwelt immer menschenähnlicher wurden, war man im aufgeklärten alten Israel schon weiter. Das Bilderverbot machte G*tt einzigartig und universell. Der Tempel konnte G*tt weder fassen noch einsperren, da doch das Universum und alle Paralleluniversen höchstens seine Spielwiese, sicher aber seine Schöpfung sind. So bleibt geboten, den NAMEN angemessen zu verehren. Seine Gegenwart bei den Menschen realisiert sich in der Verehrung des einzig Heiligen.

Mit der Feindesliebe hat der Mensch gewordene Gott eine rote Linie überschritten.
Volles Risiko, Wagnis aller Wagnisse, geht die LIEBE der Frage des rechten Umgangs mit Feinden voraus und beeinflusst sie. An dieser roten Linie scheitert, wer schon die Nächstenliebe zerredet, statt tut, wer schon den Bruder oder die Schwester zu „Nächsten“ erklärt. Da lässt sich trefflich und ewig streiten, wenn es im inner circle nicht stimmt. Bruder und Schwester kann man sich nämlich nicht aussuchen.
Und Jesus – ja, Jesus nimmt die Sünder an!
Konsequenz aus dem Bilderverbot.

Wo ist Gott?

Salomo sprach: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?
(1.Könige 8,27)

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.
(1.Johannes 4,12)
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SERMONELLE 19.4.2018

Von Damaskus nach Kairo führt die Straße an den Gestaden des Mittelmeeres durch Haifa oder Tel Aviv. Heute wie einst. Die Namen der Städte dort haben sich geändert, die Straße blieb. Der Bergrücken der judäischen Wüste lag immer etwas etwas abseits; die Gegend ist einfach viel zu unwegsam. Kein Wunder, wenn sich die Israeliten dort einnisteten auf dem Zion. Er bot Schutz vor den Truppen kleinerer Völker ringsum.
Die Heere der Großmächte hingegen waren nur schwer fernzuhalten.
So ging man Bündnisse ein, je nachdem, welche Großmacht sich durchzusetzen schien. Eine von ihnen trägt heute noch ihren alten Namen: Ägypten. Die anderen kamen und gingen. Und drückten der Region den immer gleichen Stempel auf: Die Gefahr droht von Norden.

Politische Bündnisse taugen nur bedingt und temporär. Die wechselvolle Geschichte der Menschen um den Zion herum bis hin zur Zerschlagung und Vertreibung durch die Römer spricht Bände. Das Diasporajudentum nahm mit sich die Sehnsucht nach Zion, nach Jerusalem und hielt sie über all die Jahrhunderte wach. In fernen Ländern wurden sie Teil der jeweiligen Bevölkerung und verloren dennoch nicht den Boden unter den Füßen, blieben gegründet in G*tt, der sie kennt.

G*tt ist beides möglich:
„Gleich wie ein Löwe und ein junger Löwe brüllt über seinem Raub, wenn man wider ihn aufruft die Menge der Hirten, so wird der HERR Zebaoth herniederfahren, um zu kämpfen auf dem Berg Zion und auf seinem Hügel.
Und
Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird beschirmen und erretten, schonen und befreien.“
Seit meinen Besuchen im Heiligen Land weiß ich: Die zweite Variante ist mir lieber.

Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird beschirmen und erretten, schonen und befreien.
(Jesaja 31,5)

Der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen.
(2.Timotheus 2,19)
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SERMONELLE 18.4.2018

Jedes Kind, das Hunger hat, ist dein Kind.
Es gehört zu den Erfahrungen der Menschen, die vielleicht am schlechtesten zu ertragen sind: zu sehen, wie dein Kind verhungert und du nichts dagegen halten kannst.
Der Dokumentarfilm „Aghet“ über den Völkermord an den Armeniern zeigt solche Szenen, die erschütternd sind. Bilder von Kinderhilfwerken machen auf die Not des Hungerns von Kindern der Welt aufmerksam und bringen diese Kinder nahe. Motorradfahrer engagieren sich für die Kleinsten der Gesellschaft.  Es lässt einen nicht unberührt, wenn man es an sich heranlässt.

Kinder sind Gabe und Aufgabe. Und schon im Mutterleibe formt sich ein Eigenes, ein Eigentliches, ein Leben, welches behütet werden muss. Jesus ließ die Kinder an sich heran, berührte und wurde berührt. Behütend legte er die Hände auf sie – ein Schutzraum der höheren Ordnung. Ein Raum der Freiheit zugleich.

Im Jahre 2016 brach eine Gruppe Motorradfahrer auf von Berlin mit dem Ziel Albanien. Im Gepäck 1000 Euro, gesammelt zur Unterstützung der Arbeit mit Kindern des Franziskanerinnenklosters in Velipoje. Bekämpfung von Hunger, Armut und Bildungslosigkeit vor Ort. Zu Christi Himmelfahrt 2018, also in drei Wochen werden wir wiederum in Velipoje/Albanien sein. Diesmal überbringen wir eine Spende in Höhe von 4500 Euro. Warum? Weil es uns Spaß macht, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN.
(Psalm 127,3)
Da wurden Kinder zu Jesus gebracht, dass er die Hände auf sie legte und betete.
(Matthäus 19,13)
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SERMONELLE 17.4.2018

Das spricht für sich selbst – das Prophetenwort.
Ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass es Obdachlose nicht erst seit zwei Jahren gibt, sondern zu allen Zeiten ein so alltägliches Phänomen waren, dass man sich an die Tatsache ihrer Existenz gewöhnen konnte. Wenige nur informieren und konfrontieren sich über die Tatsache derer Existenz hinaus mit den konkreten Bedingungen obdachloser Existenz. Und erfahren, man kann durchaus präventiv wirken, um entstehende Obdachlosigkeit zu bekämpfen oder gar zu vermeiden. Da wird dann schnell an politische Stellen verwiesen, menschliches Leid auf der Sachebene diskutiert und anderen das Prophetenwort vorgehalten oder um die Ohren gehauen. Der/die Obdachlose – jeder ein Einzelfall – aber erlebt und durchlebt ein Elend. Sein Elend, sicherlich, aber mehr noch: unser aller Elend, die wir es zulassen.
Auch das spricht für sich selbst.

Mit Moral kommt man heutzutage weit, bis tief hinein in die Finanzierungsfragen der Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Mit Liebe aber setzt man beim Betroffenen an; man setzt bei sich selbst an; man setzt bei Gott an.
Gott liebt.

Die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!
(Jesaja 58,7)

Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
(1.Johannes 4,19)
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SERMONELLE 16.4.2018

„Du bist weite Wege gegangen“, so anerkennende Worte einer Person, die selbst viel davon versteht. Gemeint sind die Erfahrungen, die Entbehrungen, das Ausloten der seelischen Tiefen, das Erreichen ihrer Höhen, die Irrwege, das finster Tal, der schmale Grat. Aber auch die Weggabelungen, die nicht nur zur Entscheidung zwingen, sondern auch Menschen aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen zusammenbringen.
Man muss weite Wege gegangen sein, um beurteilen zu können.

Als Israel aus Ägypten und durch das Meer und durch die Wüste zog, da wandelte es nicht auf ausgetretenen Pfaden. Sondern das Volk bahnte sich seinen Weg. Und Gott ging mit. Als Jesus kaum geboren, flüchtete die kleine Familie nach Ägypten. Vertraute Wege eines Volkes, die individuell nachvollzogen wurden. Als Jesus zum Manne ward, trieb es ihn in die Wüste – Realität eines geistlichen Kampfes. Nichts blieb dem Mensch gewordenen Gotte erspart. Nichts sparte er für sich aus, keiner Erfahrung ging er aus dem Wege. Der „Gott-bei-uns“.

Glücklich, glückselig, selig, wer singen kann:
Wir haben Gottes Spuren festgestellt auf unsern Menschenstraßen,
Liebe und Wärme in der kalten Welt, Hoffnung die wir fast vergaßen.
Blühende Bäume haben wir gesehn, wo niemand sie vermutet;
Sklaven, die durch das Wasser gehn, das die Herren überflutet. 
Bettler und Lahme sahen wir beim Tanz, hörten, wie Stumme sprachen.
Durch tote Fensterhöhlen kam ein Glanz, Strahlen, die die Nacht durchbrachen
Zeichen und Wunder sahen wir geschehn, in längst vergangnen Tagen.
Gott wird auch unsre Wege gehn, uns durch das Leben tragen.

Eines jeden Wege liegen offen vor dem HERRN.

(Sprüche 5,21)

Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.
(Johannes 10,14)
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SERMONELLE 15.4.2018

…if the russians love their children too… 
Wenn es um wirklich ernsthafte Dinge geht, werden die Gebetsinhalte ungewisser.
Im Zweifel für die eigenen Kinder. So denkt vermutlich auch der Feind.
Militärische Erziehung in Moscheen, Segnung von Waffen im Feldgottesdienst sind da noch die martialischsten Demonstrationen der Hilflosigkeit. Sie korrespondieren mit einer verbreiteten inneren Einstellung, die man ja auch verstehen kann.
Die Ein-Gott-Theorie – wird auf diese Weise ad absurdum geführt.

…if we love our children more than we hate the enemies…
Auf der anderen extremen Seite steht der radikale Pazifismus, auch unterlassene Hilfeleistung genannt. Es wird schon nicht so schlimm kommen, wir werden Schäden kompensieren. Du hast solange eine Plan, bis du das erste mal richtig hart getroffen wirst. Auch dieses also ist ein Zeichen der Hilflosigkeit. Der Olymp ist in Aufruhr.

Vielleicht, so kann man glauben, bewährt sich ein Beten, welches nicht wortreich ist, kein Plappern, kein Argumentieren. Vielleicht, so kann man glauben, ist das Eingeständnis Not wendig, nicht zu wissen, was jetzt dran ist. Vielleicht ist beten schweigen und hören in Gott, ein Vernehmen, einvernehmen, Vernunft.

Schweige und höre
neige deines Herzens Ohr
suche den Frieden

HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken.
(Psalm 6,3.4)
Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen.
(Römer 8,26)
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SERMONELLE 14.4.2018

„O, du, mein holder Abendstern“.
Oder Morgenstern, was ja dasselbe ist: Venus was her name.
Wir hielten die Gestirne für Gottheiten und gaben ihnen Namen.
Nachts, wenn die Welt schlafen gegangen und der Mensch zu sich selbst kommt.

Dass die leuchtenden Gestirne am Himmel nichts als Lampen sind und der göttlichen Eigenschaften vollkommen entbehren, war eine frühe aufklärerische Erkenntnis der Heiligen Schrift. So kam Licht in die Sache zwischen Mensch und Gott; wie die heilsame Erkenntnis, Gott besser keine Namen zu geben und stattdessen fürderhin auf seine Selbstbekundungen, seine Offenbarung zu hoffen.

Wer in der Finsternis geht und wem kein Lichtstrahl scheint, der hoffe auf den Namen des HERRN!
(Jesaja 50,10)

Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes.
(Kolosser 1,13)
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SERMONELLE 13.4.2018

Kirchen, die wir sind, Christen, die wir bleiben wollen (und sollen): wir sollten uns insgesamt wieder stärker den Glaubensfragen widmen, also dem, was uns Christen „eigentlich“ ist, der Botschaft, die nur wir verkündigen, das Unverwechselbare, das Wort, ohne welches die Welt verloren geht. Das ist wirklich jetzt dran. Die Christologie verständlich machen, den Namen des Dreieinigen heiligen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, das Lamm nicht vom Gras, sondern vom Wort Gottes, welches wir lebendig halten. An den Taten wird man erkennen, wes Geistes Kind sie sind. Und aus Glauben werden sie gerechtfertigt.
Sola fide – das sind wir einer Umwelt schuldig, die sich ihrer Gottesferne und ihrer Selbstgerechtigkeit rühmt.

Siehe, hier bin ich. Der HERR mach’s mit mir, wie es ihm wohlgefällt.
(2.Samuel 15,26)

Simon Petrus spricht zu Jesus: Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer!
(Johannes 21,15)

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SERMONELLE 12.4.2018

Da ist es wieder, das Wort, mit dem man Atheisten einen Schrecken einjagt: SÜNDE!
Der Abgrund, der von der anderen Seite trennt – eigentlich wäre mit diesem Satze alles gegeben, was eine Andacht anschiebt. Abgrund ist Grund zum Nachdenken und findet seine Entsprechung in unser aller Leben. Abgrund ist Grund zur Klage – es sei denn, man befindet sich auf der sicheren Seite. Doch selbst dann noch wäre mehr Grund zur Klage,  denn zur Freude.

Eigentlich ist mit diesem Wort alles gesagt, wäre da nicht der Schrecken der Atheisten, dass das alles noch etwas mit Gott zu tun hätte. Es gibt keinen Gott, weswegen mich auch nichts von Gott trennen könnte. Doch der Abgrund bleibt. Die anderen Frommen sagen, Gott sei ihnen so nahe, dass von Trennung keine Rede sein könne. Doch der Abgrund bleibt. Was von anderen Menschen trennt, trennt von Gott. Das offenbart Jesus Christus.

Der Schrecken der Atheisten: dass es ohne Gott nicht klappen könnte mit der Überwindung des Abgrundes. Der Schrecken des Atheisten in jedem von uns.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.
(Psalm 51,3)
In Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.
(Epheser 1,7)
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SERMONELLE 11.4.2018

Die Antwort, mein Freund, weiß nicht allein der Wind.
Sondern Auskunft über Gott zu geben, kam Gott zur Welt.
Wortgetreu, auch als Fleischgewordener.

Mächtig ist Gottes Wort, mächtig ist das Leben.
Die Toten und die Könige auf Erden bilden eine Streitmacht, gegen Gottes Werk zu Felde zu ziehen. Verdunkelung beschwören sie herauf, und Wahrheiten erfinden sie, die bislang unerhört. Vernichtend, was sie zuvor gewesen, richten sie die Waffen gegeneinander. Doch neues Leben aufersteht in Gott: Licht von Ostern!

HERR, wer ist wie du? Mächtig bist du, HERR, und deine Treue ist um dich her.
(Psalm 89,9)

Jesus Christus ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Fürst der Könige auf Erden!
(Offenbarung 1,5)

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SERMONELLE 10.4.2018

Von wegen Patriarchat. Wenn so etwas wichtiges wie die Religion – was gibt es Wichtigeres? – über die Mutter vererbt wird, dann hängt daran der innerfamiliäre Friede, ein Sozialkodex für dörfliche Gemeinschaften, die Rechtsprechung, die Volkszugehörigkeit und der gemeinsame historische Kontext.
Die Politik pflegt sich dort nie ganz reibungslos ein.
Propheten konnten davon ein Lied singen.
Oder mehrere.

Die Grundlegung jedoch nimmt nicht die Mutter vor, sie ist Gottes eigentliches Werk. Die Fähigkeit zu glauben nämlich ist dem Menschen von Anbeginn mitgegeben, seine spezifische Ausprägung, seine Formung, seine Façon erhält er zeit Lebens.
Viele Hände arbeiten daran mit und veränderbar bleibt er, wie die Welt dynamisch ist.
Glaube passt sich an oder verkommt zu Ideologie.
Gott hingegen ist unverlierbar.

Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.
(Psalm 22,11)

Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
(Philipper 1,6)
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SERMONELLE 9.4.2018

Befugnis ist das einer Rolle zugeordnete Recht, eine bestimmte Entscheidung zu treffen oder auf bestimmte Ressourcen zugreifen zu dürfen (z.B. Informationen einsehen).
Die Befugnisse einer Rolle sind in ihrer Rollenbeschreibung dokumentiert.
Insofern ist Fügung nicht nur höhere Gewalt, sondern Bevollmächtigung.
Okay. Und jetzt du!

„Er weckt mich alle Morgen,
er weckt mir selbst das Ohr.
Gott hält sich nicht verborgen,
führt mir den Tag empor, 
dass ich mit seinem Worte
begrüß‘ das neue Licht.
Schon an der Dämmerung Pforte
ist er mir nah und spricht.

Er will, dass ich mich füge.
Ich gehe nicht zurück, 
hab nur in ihm Genüge,
in seinem Wort mein Glück.
Ich werde nicht zuschanden, 
wenn ich nur Ihn vernehm.
Gott löst mich aus den Banden. 
Gott macht mich Ihm genehm.“

Gerecht ist er, der HERR, ich aber war widerspenstig gegen sein Wort.
(Klagelieder 1,18)
Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen.
(Hebräer 13,20-21)
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übrigens

Die psychisch Kranken gehörten zu den ersten Opfern der nationalsozialistischen Rassenideologie. Daraus sind in der Bundesrepublik Deutschland die Konsequenzen gezogen.

Erklärungsmodelle hinsichtlich einer Täterschaft von psychisch Erkrankten entbinden nicht von der Verantwortung, die eine Gesellschaft gegenüber diesen Menschen hat. Auch wenn sie geeignete Maßnahmen ergreift, sich vor Rechtsbrüchen psychisch Kranker zu schützen, obliegt ihr zugleich der Auftrag zu deren Besserung. Stets ist der Einzelfall zu würdigen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist verworfen.

Erklärungsmodelle hinsichtlich einer Täterschaft ideologisch oder religiös verblendeter Täter entbinden nicht von der Verantwortung, die eine Gesellschaft gegenüber diesen Menschen hat. Auch wenn sie geeignete Maßnahmen ergreift, sich vor Straftaten radikaler Menschen zu schützen, obliegt ihr zugleich der Auftrag zu deren Verhaltensänderung. Stets ist der Einzelfall zu würdigen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist verworfen.
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ANLASS-Gottesdienst für Motorradfahrer

Glück lautet das Thema des diesjährigen ökumenischen Gottesdienstes zur Saisoneröffnung für Motorradfahrer.

Die Dorfkirche Großziethen hat die Tore für uns geöffnet.
Am Sonntag, 15. April 2018, um 13:00 Uhr geht’s los.
Ort: Alt Großziethen 29, 12529 Großziethen-Schönefeld

Musik kommt vom Bagpipe-Spieler Andrew McHerring.
Predigen wird der kath. Kaplan Bernhard Holl.
Der Ev. Bikerpfarrer Bernd Schade leitet den Gottesdienst.
Christ und Motorrad gestaltet die Feier aus.
Anschließend bittet die Kirchengemeinde zu Tisch zum Quatschen am Grill.
Pfarrer Bernd Schade ist erreichbar: 0179 – 518 19 43

Alle Infos unter: http://www.christ-und-motorrad.de

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SERMONELLE 8.4.2018

Die bei Bikern als Aufkleber oder Sticker beliebten Schutzengel können ja nicht helfen. Nicht der kleine Schutzengel schützt dich, sondern du schützt ihn; klebst ihn dort ans Moped, wo er eben nicht gleich verloren geht; trägst ihn zwischen Führerschein und Fahrzeugschein dicht am Körper; bewahrst ihn zuhause an einem sicheren Ort.
Wozu also die ganze esoterische Ergriffenheit?
Weil wir schützen, was uns heilig ist.
Unser Leben. Dann zugleich das Leben anderer.
Unseren Glauben. Dann zugleich die Zukunft.
Unsere Erinnerung. Dann zugleich die Ewigkeit.

Der bei den Gottheiten so beliebte Schuldbrief kann uns ja nicht vernichten.
Ihre Forderungen verhallen jenseits unserer Galaxie. Gott ist gekommen, all die Schuldbriefe einzusammeln.
Wozu also der ganze juristische Papierkram?
Weil Gott schützt, was ihm heilig ist.
Er trägt uns am Kreuz. Dann zugleich am Herzen.
Er nimmt an sich unsere Beschuldigungen. Dann zugleich unsere Beschuldigungen anderer.
Er erinnert uns an sich. Dann zugleich an unseren Weg.

Der Taufschein ist ein Freibrief. Von Gott gegengezeichnet.
Für alle, die an der Aufbewahrung von Schuldscheinen kein Interesse mehr haben.
Für alle, die selbst Schutzengel sein wollen.

Mit Christus seid ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.
Und Gott hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden.
Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet.
Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus.
(Kolosser 2,12-15)

„Wir glauben: Gott wirkt durch den Geist
was Jesu Taufe uns verheißt:
Befreiung aus der verwirkter Zeit
und Trachten nach Gerechtigkeit.“

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SERMONELLE 7.4.2018

Wann ist der Tag des Zornes Gottes?
Ist es nicht noch lange hin, dass wir vor den Trümmern menschlicher Existenz stehen?
Ist nicht weit weg von unseren Hütten, das Trümmerfeld von Homs, Aleppo, Sanaa (wo liegt das denn?), oder Juba? Anscheinend retten Silber und Gold nicht vor dem Zorn Gottes, es ruft ihn eher herbei.

Eine göttliche Eigenschaft ist seine Zuvorkommenheit.
Er kommt vor unter uns. Sieh – der arme Lazarus vor der Tür des Apothekers!
Gott ist konziliant, Gott ist umgänglich. Entziehe dich nicht den psychisch Erkrankten.
Gott ist zivil. Ohne Uniform sind wir das alle.
Gott ist verbindlich. Bau dein Krankenhaus nicht auf Sand!
Gott ist entgegenkommend. Das öffnet den Horizont.
Gott kommt uns zuvor. Wahr Mensch und wahrer Gott.

Wann ist der Tag des Heils?
Heute.

Silber und Gold kann nicht erretten am Tage des Zorns des HERRN.
(Hesekiel 7,19)

Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
(Matthäus 25,45)
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SERMONELLE 6.4.2018

Träume sind mitnichten Schäume. Wer schweißgebadet erwachte, zeigte sich beeindruckt. Wer Liebliches erschaute, ging froh in den Tag. So bestimmt, was Er den Seinen im Schlaf gab, die Stunden danach.

Martin Luther-King, der sich zeitlebens für die Bekämpfung sozialer Not einsetzte, und dies aus frommem Wesen heraus, schenkte der HErr eine politische Vision: „I have a dream“. In schlichten einfachen Worten beschrieb der dafür Ermordete eine Zukunft, derer seine Anhänger noch heute harren. Träume sind keine Schäume, sondern Hoffnungsgaben, Seinen Menschen in die Hände gelegt.
Ach – wären es viele, die aus Hoffnung lebten…; das Land wäre hell und weit.

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.
(Psalm 126,1)

Als Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten
(Markus 16,9-10)

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SERMONELLE 5.4.2018

Ich wenn ich gar nicht gerettet werden möchte?
Krebstherapieverweigerer haben ein Anrecht darauf, Behandlungen abzulehnen. Nur relativ schmerzfrei möchten sie sein dürfen. Hilfe bedeutet zu oft eben Einschränkung, unerwünschte Veränderung der Lebensqualität und -umstände. Gewiss, andere Wege eröffnen sich, wenn alte nicht mehr begangen werden sollen. Doch alte Bäume verpflanzt man nicht mehr.

Ein letzter Rest an Freiheit, über den eigenen Körper bestimmen zu können. Alles andere erscheint in unserer Lebenswirklichkeit reguliert, dereguliert, durchreguliert.
Ein  allerletzter Rest an Selbstbestimmung, wenigstens die Seele als unbestimmt, als unabhängig und frei zu glauben. Welch Irrtum schon im verkehrten Denkansatz!
Die Auflehnung war ihr Schicksal.

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott und sonst keiner mehr.
(Jesaja 45,22)

Jesus Christus ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.
(1.Johannes 2,2)

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