„Hassrede“ vs „Meinungsfreiheit“

Hinweis auf einen Artikel

Ein sehr guter, ein spannender, auch ausführlicher Artikel.
Ausgehend von der Beobachtung, dass das Wort systematisch irgendwo zwischen Denken und Handeln angesiedelt ist (und die spannende Frage bestehe darin, ob es eher der einen oder der anderen Seite zugeordnet wird), entfaltet der Autor sein Thema „Hassrede und Meinungsfreiheit“ unter vier Überschriften:
1. „Meine Feinde verteidigen“
2. Wer seine Geschichte nicht erzählen kann, existiert nicht
3. Der Wert der Vielfalt liegt in der Konfrontation
4. Echokammern zerstören den öffentlichen Raum
 
Eine absolute Leseempfehlung!!!
 
 
Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Nach der Armenien-Resolution des Bundestages: Bischof Dröge lädt Ender Cetin, den Vorsitzenden der Sehitlik Moschee in das Lepsiushaus nach Potsdam ein.

Mit großem Bedauern hat Bischof Dröge die Nachricht von der Zurücknahme der Einladung an Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert der Türkisch Islamischen Gemeinde Berlins zur Teilnahme am Fastenbrechen  aufgenommen, die in der gegenwärtigen Situation nur als Reaktion auf die jüngst verabschiedete Resolution des Deutschen Bundestags sowie auf die Erklärung des Bundestagspräsidenten verstanden werden kann.

In einem Brief an Ender Cetin, den Vorsitzenden der Sehitlik-Moschee in Berlin, drückt Bischof Dröge dieses Bedauern aus. Er schreibt: „Gerade dann, wenn es Diskussions- und Gesprächsbedarf gibt, halten wir es für problematisch, Begegnungen abzusagen.“ Im gleichen Schreiben lädt Bischof Dröge Ender Cetin und die Moscheegemeinde ein, mit ihm gemeinsam das Lepsiushaus in Potsdam zu besuchen, um sich dort mit der historischen Forschung zum Völkermord an den Armeniern auseinanderzusetzen und in ein gemeinsames Gespräch einzutreten.

Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Sehitlik-Moschee und evangelischer Kirche sollte fortgeführt werden. Bischof Dröge: „Gemeinsam sollten wir für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen eintreten und den interreligiösen Dialog vertieft und in wahrhaftiger Weise fortführen. Dazu gehört es auch, in schwierigen Fragen das Gespräch miteinander zu suchen.“ Die Einladung von Bischof Dröge versteht sich als ein solches Gesprächsangebot.

Die evangelische Kirche vertritt dabei eine klare Position. Bereits 2015 wurde auf der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz eine Erklärung unter dem Titel „100 Jahre Völkermord an den Armeniern“ verabschiedet und veröffentlicht.

Das Lepsiushaus in Potsdam setzt sich für den zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen Türken, Armeniern und Deutschen ein. Johannes Lepsius (1858-1926) war ein Menschenrechtler, Orientalist und evangelischer Theologe, der sich für die Armenier im Osmanischen Reich in Zeiten genozidaler Gewalt engagierte. Das Potsdamer Lepsiushaus ist eine in Deutschland und Europa einmalige Forschungs- und Begegnungsstätte. Sie beschäftigt sich mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere mit dem Völkermord an den Armeniern

10. Juni 2016

Evangelische Kirche  Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Manuela Schneider
Assistenz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Georgenkirchstr.69-70
10249 Berlin
Tel. 030-243 44-290
Fax 030-243 44-289

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Cemile Giousouf (MdB) zur Armenienresolution

Ich habe heute der Resolution „Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916“ zugestimmt. Dies habe ich aus innerer Überzeugung getan. Auch wenn es mich zutiefst schmerzt: Was damals im Osmanischen Reich passiert ist, war ein Völkermord. Er gehört zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Trägt die heutige Türkei und das türkische Volk deshalb Schuld?
Nein, das tut sie nicht. Sie trägt aber die Verantwortung für die Zukunft ihres Landes. Meine Kollegen haben in allen Reden unmissverständlich deutlich gemacht, dass es hier nicht darum geht, die Türkei auf die Anklagebank zu setzen und mit erhobenem Zeigefinger auf sie zu zeigen.

Nein, wir haben heute auch deutlich die Mitverantwortung des Deutschen Kaiserreiches aufgezeigt. Damals wurde das militärische Bündnis zum Osmanischen Reich als wichtiger erachtet, als Menschenleben. Es gab aber auch unter türkischen Männern und Frauen solche, die den verächtlichen Befehlen des Militärs nicht gefolgt sind. Es gab eben auch Muslime, die Armenier geschützt und versteckt haben. Auch vor diesen stillen Helden hat sich der Deutsche Bundestag heute verneigt.
Ferner wurde gewürdigt, dass viele durch den Nationalsozialismus verfolgte Deutsche jüdischen Glaubens, in der Türkei Schutz gefunden haben. Auch heutzutage bietet die Türkei wieder Zuflucht für viele heimatlos gewordene Kriegsflüchtlinge.

Deshalb bitte ich Euch, diese Debatte in Ihrer vollen Komplexität und in ihrem Wortlaut zu behandeln. Wir können unterschiedlicher Meinung sein – wer jedoch meint, diese Resolution sei ein „Schlag ins Gesicht der Türken“, der irrt gewaltig. Ebenso auf dem Holzweg befinden sich jene, die aus einer sehr ernsthaft und würdig geführten Debatte im Deutschen Bundestag meinen, politisches Kapital schlagen zu können. Antitürkische Ressentiments und Türkeibashing sind genauso verwerflich, wie nationalistische Hassmails an meine Kolleginnen und Kollegen.

Unser Wunsch und unser Bemühen ist es, Türken und Armenier als europäische Partner bei einem Versöhnungsprozess zu begleiten. Versöhnen kann man nur, wenn man sich ehrlich und aufrichtig mit seiner Geschichte befasst. Als ich die Bilder der Gedenkveranstaltung von Verdun gesehen habe, bei der französische und deutsche Kinder gemeinsam der Opfer gedacht haben, hat mich dies einerseits hoffnungsvoll und doch wehmütig gestimmt: Wann werden türkische und armenische Kinder in der Lage sein, ein solches Zeichen der Versöhnung und des Gedenkens in die Welt zu senden? Und haben wir mit unserer deutsch-türkischen Geschichte, in der dritten, vierten Generation in Deutschland nicht eine besondere Verantwortung?

(Cemile Giousouf auf ihrer Facebookseite, am 2.6.2016, 14:44 Uhr)

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Das generelle Verbot religiöser Symbole an Schulen ist verfassungswidrig

Konsistorialpräsident Dr. Jörg Antoine äußert sich zum Urteil des Berliner Arbeitsgerichts zur Klage einer muslimischen Lehrerin gegen das Kopftuchverbot an Berliner Schulen

„Das generelle Verbot religiöser Symbole an Schulen ist verfassungswidrig und entspricht nicht den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, sich mit anderen religiösen Überzeugungen auseinanderzusetzen. Religiöse Bekundungen durch das äußere Erscheinungsbild gehören zum Alltag, auch zum Alltag im Klassenzimmer. Dazu gehört auch das Tragen eines Kopftuchs. Gleiches muss aber auch für christliche und jüdische Symbole gelten. Die Schule hat einen pädagogischen Auftrag zu lehren, wie Menschen verschiedener Religion miteinander friedlich leben können. Entscheidend ist, dass eine Lehrkraft, die ihre religiöse Überzeugung äußerlich bekundet, auch andere Auffassungen toleriert und andere sogar unterstützt, ihre Haltung selbstbestimmt zu verteidigen. Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts bedarf es einer konkreten Gefährdung für den Schulfrieden, um das Tragen eines Kopftuches zu verbieten. Das Berliner Neutralitätsgesetz verbietet dagegen generell und ohne eine konkrete Gefährdung des Schulfriedens jedes religiöse Symbol. Es ist bedauerlich, dass das Berliner Arbeitsgericht die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts nicht in sein Urteil aufgenommen hat. Es ist wohl noch ein langer Weg, bis die Religionsfreiheit des Grundgesetzes auch in Berlin Wirklichkeit wird.“

Veröffentlicht unter Uncategorized | 4 Kommentare

geheiligt werde dein Name

Von FROMMEN Juden kann man lernen die tiefe hingabevolle Verehrung des Heiligen Gottes.

Doch Jesus hat Gott angreifbar gemacht. Besser: In Jesus hat Gott sich antastbar gemacht. Deshalb ist es nur konsequent, wenn Jesus zugleich sagt, wir sollen Gott heilig halten. Das Antastbare muss besonders geschützt werden; sonst wird es zertreten.
Als frommer Jude empfiehlt Jesus seinen Jüngern, sich regelmäßig daran zu erinnern, Gott heilig zu halten. “Geheiligt werde dein Name”, so sollen wir sagen.

Wie ist nun dein Name, Gott?
Horst ist er nicht, Monika auch nicht; und „Gott“ ist kein Name, sondern eine Berufsbezeichnung. Wen also sollen wir heiligen???

Gott hat keinen Rufnamen. „Name“ ist Platzhalter, Leerstelle, ein freier unbesetzter Ort, damit er eben alles sein kann. Alles in allem. Wenn er sich für uns „zum Horst“ macht, dann ist das sein Problem. Und unsere Aufgabe ist es, ihn gerade dann zu heiligen.

Solange und sooft auch nur EIN Mensch den Namen Gottes heiligt, also an die Stelle dessen tritt, der sich für die Menschheit zum Horst macht, ans Kreuz ging, so lange ist Gott IN der Welt. Wenn das niemand mehr tut, spielt Gott auf diesem Globus keine Rolle mehr.

Und das – ist dann unser Problem.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Das offene Loch

30.03.16 - 1Auf Grundlage der letzten Karten vonhttps://pietervanostaeyen.wordpress.com/category/maps/
Es fehlt hier noch die Offensive auf Palmyra und die Offensive südlich von Palmyra http://www.kleinezeitung.at/…/aussenpolitik/4955745/index.do
und die Offensive vor Mossul, ist der IS ziemlich eingeschlossen.

Es wird angenommen, dass viele IS Kãmpfer jetzt über das kleine Grenzstück der Türkei in die Türkei fliehen und dort Terroranschläge verüben.

Israel und die USA zogen bereits eines Teil des Personals aus der Türkei wegen erhöhter Terrorgefahr ab.
Auch der Iran warnt die Türkei vor Gefahr, bekundet aber seinen Beistand mit der Türkei.
http://www.presstv.ir/…/455…/Iran-Turkey-Jahangiri-Davutoglu

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

im Anfang: Das WORT

Erzählt mir eine Bekannte, sie habe vor 4 Monaten eine Syrerin mit ihren zwei Kindern bei sich aufgenommen. Die Mutter radebrechte englisch, die Kinder konnten nur in ihrer Muttersprache reden. Heute, nicht einmal ein halbes Jahr später, versteht die Mutter recht gut deutsch und sie kann sich auch schon etwas artikulieren, ausdrücken.
Die Kinder verstehen alles, was auf deutsch gesagt wird und können sich erstaunlich gut verständlich machen.

Warum ist das?
Weil sie es wollen. Sie wollen in Deutschland für sich eine Zukunft.
Deshalb war Deutsch lernen von hoher Priorität.

Warum aber gibt es noch immer Menschen mit Migrationshintergrund, die auch nach Jahrzehnten selbst kein einziges Wort deutsch sprechen und deren Kinder deren kaum?
Des Menschen Wille ist wohl nicht sein Himmelreich, aber er weist die Richtung, in die sich jemand entwickelt.

Also keine Parallelgesellschaften, keine Molenbeeks …
Und keine Sozialromantik.
Denn Integration ist
unser aller Verantwortung.

> Fantasie frei <

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Friedenspotential der Religionen stärken“

Bischof Dröge spricht mit Groß-Imam aus Kairo

Bischof Dr. Markus Dröge hat sich am Dienstag, 15. März 2016, in Berlin mit dem Groß-Imam der Al-Azhar-Universität in Kairo, Scheich Ahmad Mohammad al-Tayyeb, getroffen. Inhalt des Gesprächs war die Situation der Christen in Ägypten, das interreligiöse Gespräch in Berlin und das Friedens- und Versöhnungszeugnis der Religionen. Weitere Themen waren das Religionsverfassungsrecht in Deutschland und das interreligiöse Projekt „House of One“, das am Petriplatz in Berlin-Mitte entstehen soll.

 

Bischof Dröge machte im Gespräch deutlich, dass es in Deutschland möglich ist, sich für den Dialog der Religionen einzusetzen. Angesichts des weltweiten Missbrauchs der Religion als Begründung für Gewalt und Terrorismus, sei es allerdings dringend notwendig, die Friedenskraft der Religionen im Dialog zu stärken. Er begrüßte ausdrücklich das Ziel des Deutschlandbesuchs von Scheich al-Tayyeb, die Friedenspotentiale der Religionen zu stärken. Bischof Dröge: „Wenn die Religionen sich wieder auf ihren theologischen Kern besinnen, können sie Wesentliches für Frieden und Versöhnung beitragen.“ Bischof Dröge brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, auf dem Friedensgebet von Assisi in Italien vom 18.-20. September 2016 wieder Vertreter der Al-Azhar-Universität zu treffen.

 

Der Groß-Imam Dr. Ahmad Mohammad al-Tayyeb, Scheich von Al-Azhar, ist eine der höchsten Autoritäten der sunnitischen Muslime. Er hält sich in dieser Woche in Deutschland auf.

 

 

—–
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

 Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten

Der Hauptmann Kornelius

1 Es war aber ein Mann in Cäsarea mit Namen Kornelius, ein Hauptmann der Abteilung, die die Italische genannt wurde.

2 Der war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete immer zu Gott.

3 Der hatte eine Erscheinung um die neunte Stunde am Tage und sah deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten; der sprach zu ihm: Kornelius! 

4 Er aber sah ihn an, erschrak und fragte: Herr, was ist? Der sprach zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind vor Gott gekommen und er hat ihrer gedacht. 

5 Und nun sende Männer nach Joppe und lass holen Simon mit dem Beinamen Petrus. 

6 Der ist zu Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt. 

7 Und als der Engel, der mit ihm redete, hinweggegangen war, rief Kornelius zwei seiner Knechte und einen frommen Soldaten von denen, die ihm dienten, 

8 und erzählte ihnen alles und sandte sie nach Joppe. 

9 Am nächsten Tag, als diese auf dem Wege waren und in die Nähe der Stadt kamen, stieg Petrus auf das Dach, zu beten um die sechste Stunde. 

10 Und als er hungrig wurde, wollte er essen. Während sie ihm aber etwas zubereiteten, geriet er in Verzückung 

11 und sah den Himmel aufgetan und etwas wie ein großes leinenes Tuch herabkommen, an vier Zipfeln niedergelassen auf die Erde.

12 Darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels. 

13 Und es geschah eine Stimme zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! 

14 Petrus aber sprach: O nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Verbotenes und Unreines gegessen. 

15 Und die Stimme sprach zum zweiten Mal zu ihm: Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten. 

16 Und das geschah dreimal; und alsbald wurde das Tuch wieder hinaufgenommen gen Himmel. 

17 Als aber Petrus noch ratlos war, was die Erscheinung bedeute, die er gesehen hatte, siehe, da fragten die Männer, von Kornelius gesandt, nach dem Haus Simons und standen an der Tür, 

18 riefen und fragten, ob Simon mit dem Beinamen Petrus hier zu Gast wäre. 

19 Während aber Petrus nachsann über die Erscheinung, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich; 

20 so steh auf, steig hinab und geh mit ihnen und zweifle nicht, denn ich habe sie gesandt. 

21 Da stieg Petrus hinab zu den Männern und sprach: Siehe, ich bin’s, den ihr sucht; warum seid ihr hier?

22 Sie aber sprachen: Der Hauptmann Kornelius, ein frommer und gottesfürchtiger Mann mit gutem Ruf bei dem ganzen Volk der Juden, hat Befehl empfangen von einem heiligen Engel, dass er dich sollte holen lassen in sein Haus und hören, was du zu sagen hast. 

23 Da rief er sie herein und beherbergte sie. Am nächsten Tag machte er sich auf und zog mit ihnen, und einige Brüder aus Joppe gingen mit ihm.

24 Und am folgenden Tag kam er nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen. 

25 Und als Petrus hereinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und betete ihn an. 

26 Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch. 

27 Und während er mit ihm redete, ging er hinein und fand viele, die zusammengekommen waren. 

28 Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen meiden oder unrein nennen soll. 

29 Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich geholt wurde. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt holen lassen. 

30 Kornelius sprach: Vor vier Tagen um diese Zeit betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem leuchtenden Gewand 

31 und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. 

32 So sende nun nach Joppe und lass herrufen Simon mit dem Beinamen Petrus, der zu Gast ist im Hause des Gerbers Simon am Meer. 

33 Da sandte ich sofort zu dir; und du hast recht getan, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott zugegen, um alles zu hören, was dir vom Herrn befohlen ist. 

34 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; 

35 sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. 

36 Er hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alle. 

37 Ihr wisst, was in ganz Judäa geschehen ist, angefangen von Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte, 

38 wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm. 

39 Und wir sind Zeugen für alles, was er getan hat im jüdischen Land und in Jerusalem. Den haben sie an das Holz gehängt und getötet.

40 Den hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn erscheinen lassen, 

41 nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten. 

42 Und er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und zu bezeugen, dass er von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und der Toten. 

43 Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.

44 Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. 

45 Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde; 

46 denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: 

47 Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? 

48 Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Da baten sie ihn, noch einige Tage dazubleiben.

(Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Kirchliche Arbeit mit Motorradfahrenden. Zwei Literaturangaben

Literatur zur kirchlichen Arbeit mit Motorradfahrenden ist eher spärlich gesät. Zwei Hinweise habe ich aber dennoch, die ich dem interessierten Leser ans Herz legen möchte.
Der jeweilige link führt dann zum Download.
Zuerst eine Examensarbeit, unter dem Titel „Motorradfahrergottesdienste als Zielgruppengottesdienste. Eine homiletisch-liturgische Analyse“ eingereicht von Andreas Tschurn an der Universität Leipzig, 2016.

 

Das andere ist eine Hausarbeit während meines Studienurlaubes 2010 unter dem Thema „Kirchliche Arbeit mit Motorradfahrenden. Ein Zwischenbericht„, zu finden im Konsistorium der Ev. Kirche Berlin Brandenburg schlesische Oberlausitz.
Hier gehts zu meiner Hausarbeit:

https://drive.google.com/file/d/1kVa9BGVXrn4UBE8zSeXYKgx89wH0Z8vYtQZakNB5lF35B27KgobDfVDTrujEDPLBZF-AzusMKuquv2Z6/view?usp=sharing

Viel Spaß beim blättern und verweilen

Euer
Bernd Schade

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

ev. Kirchenmitgliedschaft 2014

kirchenmitglieder_2014

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Die Sieger von morgen

Der Islamische Staat hat in jeder seiner Fasern und jeder seiner Lebensäußerungen etwas mit dem Islam zu tun. Mit einem perversen Islam, der von der Mehrheit der Muslime abgelehnt wird.
Die Rede vom sog. politischen Islam ist insofern wenig hilfreich, als es keine politikfreie Religion geben kann. Denn jeder – auch jeder gläubige – Mensch ist Erdbewohner, Erdenbürger; notgedrungen politisch. Es gibt demnach keinen unpolitischen Islam.

In der Folge steht uns Erdbewohnern eine innerislamische Auseinandersetzung epischen Ausmaßes bevor, bis endlich geklärt ist, welche Richtung sich durchsetzen wird:
„Islam ist Frieden“ vs „Islam ist Befriedung“.

Die Guten stehen heute schon fest: es sind die Sieger von morgen.

Mit besten Wünschen
Bernd

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Hinweis für Biker

Schon als Seite veröffentlicht, nun hier als Blogbeitrag der Hinweis auf unsere Motorradtermine 2016

https://bikerpfarrer.wordpress.com/veranstaltungshinweise-fuer-motorradfahrer-2016/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Ein Palästinenser schreibt

(gefunden bei Rina Bina)

 

Seit 1948 haben wir Araber gelernt, dass wir alles tun müssen, um den jüdischen Staat loszuwerden, und alles andere wird danach gut werden. Unsere Diktatoren machten vollen Gebrauch von dieser Idee.

Der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser sperrte alle ein und hing alle Oppositionsmitglieder auf. Seine berühmte Ausrede war: „Keine Stimmen sind erlaubt, außer diejenigen, die für den Krieg mit Israel aufrufen.“

Der irakische Präsident Saddam Hussein ließ neben seiner eigenen Flagge die palästinensische Fahne aushängen, und sagte selbst: „Palästina und der Irak haben die gleiche Identität. “

Kurz gesagt, wir Araber haben 70 Jahre unserer Existenz auf Eis gelegt mit der Erwartung auf diesen „herrlichen Tag“, wenn wir Israel besiegen und „die Fische mit Juden füttern” werden. Aber dieser Tag ist nicht gekommen, scheint auch nicht zu kommen. Der jordanische Oppositionär Emad Tarifi sagte mir einmal: „Es scheint, als würden die Fische im Meer nicht auf uns wetten, um mit Juden gefüttert zu werden”. Darüber hinaus haben wir Araber unseren Diktatoren eine carte blanche gegeben, uns alle zu verarmen, terrorisieren, unterdrücken und zu zerstören im Namen des „großen arabischen Kampfes um das zionistische Gebilde zu beenden.“

Das Ergebnis davon war klar: Während Israel allein in den letzten zwei Jahren 10 neue Durchbrüche in Krebs und Herz -Behandlungen erreichte, entwickelten wir Araber nur neue Hinrichtungsmethoden. Die neueste ist der Tod durch Ertrinken in einem Käfig, wie es in einem ISIS Video gezeigt wurde. Wir Araber haben sieben Jahrzehnte unserer Existenz mit der Erwartung auf Israels Untergang verschwendet. Es ist Zeit an die Zukunft denken. Als Sohn von zwei palästinensisch -jordanischen Flüchtlingen, finde ich mich geneigt, mich um die Zukunft zu fürchten. Unabhängig von meiner Haltung gegenüber Israel, habe ich zu bedenken: Was wäre, wenn eines Tages Israel wirklich verschwände? Zwar scheint es nicht möglich, aber an diesem Tag wird sich das gesamte arabisch politische, soziale und wirtschaftliche System verdrehen.

Es sind nicht nur die Araber, die Israel gerne verschwinden sehen wollen. Es gibt auch andere, die das gleiche wollen, zum Beispiel die Antisemiten im Westen. Erst letzte Woche marschierten Neonazis in London mit Hakenkreuzen und der palästinensischen Flaggen zusammen. Der Veranstalter des Marsches behauptete, es war ein Protest „derjenigen die wegen Israel leiden mussten. „Es gibt Gruppen die zum Boykott von Israels aufrufen, ”im Interesse des palästinensischen Volkes“. Es gibt Länder, deren gesamte Außenpolitik scheint sich nur um den Widerstand gegen Israel zu drehen.

Wir Palästinenser haben vielleicht geglaubt, dass sich diese Gruppen und Länder tatsächlich um uns kümmern, aber sie haben kein Interesse an dem Schicksal der 150.000 Palästinenser gezeigt, die zu Tode in Syriens Yarmouk Flüchtlingslager verhungern, noch an die 5,8 Millionen Palästinenser in Jordanien, die als Bürger zweiter Klasse leben und denen staatliche Arbeitsplätze verboten sind oder jede andere Form von staatlichen Leistungen, wobei sie trotzdem alle Steuern zahlen müssen. Wenn diese Israelhasser ihren Wunsch, Israel verschwinden zu sehen, erreichen würden, was würde dann passieren? Erstens, Israel ist der einzige Grund weshalb der Iran noch keine Atomwaffen besitzt. Der Iran könnte die Technologie kaufen, um sie dann zu produzieren oder könnte es dann schneller lernen, so wie Pakistan es tat. Warum geht das alles beim Iran langsamer? Weil sie eine Lektion aus den Erfahrungen von Saddams Osirak-Reaktor gelernt haben, welche 1981 von israelischen Jets in Schutt und Asche gelegt wurden. Damals waren alle, auch George W Bush, Vizepräsident der Vereinigten Staaten zu dieser Zeit, sehr wütend auf Israels Handeln. Aber 10 Jahre später, als die USA für die Befreiung Kuwaits kämpfte, wäre die Situation völlig anders gewesen, wenn Saddam sein Atomprogramm noch besitzen würde – und der einzige Grund dafür, dass er es nicht mehr hat ist Israel.

Ferner, der Iran steuert bereits mindestens ein Drittel des Iraks samt seiner Ressourcen durch sein pro-iranisches Regime. Wenn Israel verschwinden würde, würde der Iran seinen Einfluss auf Jordanien, Kuwait und Bahrain schon am nächsten Tag ausweiten, weil sie dann keine israelische Reaktionen zu befürchten hätten. Der Iran könnte dann die Welt auf die Knie zwingen, um Öl zu bekommen. Der Iran ist nicht die einzige böse Macht im Nahen Osten: Wir haben auch den Islamischen Staat, der sich jetzt in Irak, Syrien, Sinai und in Libyen ausgebreitet hat, mit klaren Ambitionen weiter nach Jordanien zu gelangen. Der Islamische Staat hat Jordanien noch nicht betreten, nicht weil sie Angst vor der jordanischen Armee haben. Denn die Firepower Webseite schätzen Jordaniens und die irakische Armeestärke, welche von ihnen mehrmals schon geschlagen wurden, gleich ein. Der Islamische Staat wagt es nicht nach Jordanien rein nur aus einem Grund – Angst, dass die israelischen Jets innerhalb 15 Minuten kommen werden. Wenn Israel verschwindet und mit einem palästinensischen Staat ersetzt wird, würden die Palästinenser wahrscheinlich am Ende mit einem anderen arabischen Diktatur enden, der sie unterdrücken und zu Armut bringen wird. Wir haben das teilweise schon bei der Palästinensischen Autonomiebehörde gesehen, seitdem sie über die „befreiten“ Gebiete regiert. Ich besuche regelmäßig die Westbank und habe Dutzende Palästinenser dort interviewt. Ich kann bestätigen, dass, so sehr sie auch Israel hassen, sie geben offen zu, dass sie die Tage vermissen, als Israel in der Westbank herrschte. Wie ein Palästinenser mir sagte: „Wir beteten zu Gott uns Gnade zu geben und uns von Israel zu befreien, später fanden wir heraus, dass Gott uns Gnade gegeben hatte, als Israel hier war.

„Zu allen Arabern, Muslime, Europäer und andere die sich wünschen Israel vom Gesicht des Planeten zu löschen, sage ich: Wettet nicht darauf, denn Israel wird von Tag zu Tag durch seine Demokratie und Innovationen immer stärker, während die arabischen Länder durch ihre Diktatur und ihren Chaos ständig schwächer werden. Und seien Sie vorsichtig, was Sie wünschen, denn wenn Sie es dann bekommen, werden auch Sie wahrscheinlich verschwinden, es sei denn, Sie sehnen sich danach, von dem Iran oder dem Islamischer Staat regiert zu werden.

Kurz gesagt, wenn der Tag käme, wo Israel fällt, dann werden Jordanien, Ägypten und viele andere auch fallen, auch der Westen, denn er wird beim Iran für Öl betteln müssen. Wir können Israel so viel wie wir wollen hassen, aber wir müssen zugeben, dass ohne Israel, auch wir verschwinden werden.

Mudar Zahran (Politiker und der Generalsekretär der jordanischen Opposition)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Jahres Planung der ekbo

JANUAR

 

1. Januar: 14:00 – 16:30, Neue Reihe bei Cross Roads: „Berlin, wie haste Dir verändert! – Mauer, Mall und Ministerien“, Treffpunkt: An der historischen Verkehrsampel auf dem Potsdamer Platz (vor dem Zugang zur Regional- und S-Bahn), Beitrag: 10 Euro, http://crossroads-berlin.com/event/25-jahre-wiedervereinigung-berlin-wie-haste-dir-veraendert-2/

 

6. Januar: Auftakt für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes

 

15. Januar: „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“, 14 Uhr, Ort: Backstube des Bäckerhandwerks, Internationale Grüne Woche 2016, Halle 3.2, Messedamm 22, 14055 Berlin

 

16. Januar: Symposion Baustelle Jugendarbeit, Refugio, Lenaustraße 4, 12047 Berlin Neukölln, Anmeldung bis zum 8. Januar 2016:symposion@kkbs.de oder Tel.: 030 – 258 185-100

 

17. Januar: ZDF-Gottesdienst in der Flüchtlingskirche, Wassertorstraße 21 a, 10969Berlin

 

24. Januar: EKBO-weiter Kirchentags-Sonntag;Gemeinden feiern ihren Sonntagsgottesdienst als eine Station auf dem Weg zum Kirchentag.

 

24. Januar: Gottesdienst zur Vereinigung der Kirchenkreise Tempelhof und Schöneberg, 18 Uhr, Ort: Apostel-Paulus-Kirche, Grunewaldstraße/Ecke Akazienstraße, 10823 Berlin. Die Predigt hält Bundestagspräsident Norbert Lammert, Mitwirkung: Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein.

 

27. Januar: Gottesdienst am Holocaust-Gedenktag, Ort: Martin-Luther-Gedächtniskirche, Riegerzeile 1, 12105 Berlin; Das Kirchengebäude ist in den dreißiger Jahren erbaut und in der NS-Architektur gestaltet worden. Es soll als Mahnmal und Erinnerungsort in Zukunft gestaltet werden.

 

FEBRUAR

 

21. Februar: Sonntag Reminiscere: Gottesdienst, Gedenken an verfolgte Christen

 

28. Februar: Auftaktveranstaltung der FÜRKINDERKISTE, 15-17 Uhr, Ort: Hephatha-Kirche, Fritz-Reuter-Allee 130-136, 12359 Berlin. Die Leitsätze der EKBO für die Arbeit mit Kindern sollen lebendig werden! Bunter Nachmittag mit Aktionsständen und Workshops.

 

MÄRZ

 

20. März: Palmsonntag/Ordinationsgottesdienst in St. Marien, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin(14 Uhr)

 

25. März: Ökumenische Karfreitagsprozession durch Berlins Mitte

 

APRIL

 

8.-9. April: Frühjahrssynode der EKBO, St. Bartholomäuskirche, Friedenstraße 1, 10249 Berlin

 

24. April: Gottesdienst zur Verabschiedung von Superintendentin Isolde Böhm, 18 Uhr, Ort: Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin

 

MAI

 

15. Mai: Nacht der offenen Kirchen in Berlin

 

15. Mai: Lange Nacht der Orgeln; Veranstaltungen parallel zur Langen Nacht der Kirchen in Tempelhof-Schöneberg

 

16. Mai: Ökumenischer Openair-Gottesdienst vor dem Rathaus Schöneberg, 11 Uhr, Ort: John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin. Mit evangelischen, katholischen, orthodoxen und freikirchlichen Schöneberger und Tempelhofer Gemeinden.

 

26. Mai bis 30. Mai: Auslandsreise des Bischofs in das Heilige Land

 

JUNI

 

6. Juni: 1. Sprengelfest des Evangelisch-Reformierten Pfarrsprengels Hohenbruch/Brandenburg an der Havel, Ort: Hohenbrucher Dorfstraße 9, 16766 Kremmen

 

12. Juni: Sorbischer Heimattag, ab 10 Uhr, Ort: Bluno

 

19. Juni: Kreiskirchentag Oderland-Spree unter dem Motto „Steh auf… und geh!“, 10-16 Uhr, Ort: Wustrau; Mit Teilnahme von Bischof Dr. Markus Dröge

 

22. Juni: Gottesdienst zum Christopher-Street-Day in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8,10178 Berlin mit Bundesministerin a.D. Sabine Leutheuser-Schnarrenberger. Gäste aus der Kirche von England, aus Russland und aus Israel. Ein Iman und ein Rabbiner feiern mit.

 

26. Juni: Kirchenkreisfest des Evangelischen Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf anlässlich der 300. Kirchweih der Luisenkirche, Ort: Auf dem Gierkeplatz, 10585 Berlin

 

JULI

 

3. Juli: Kirchenkreistag des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln „weltweit – weltoffen. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist“, 13 bis 18 Uhr, Ort: Genezarethkirche, Herrfurthplatz 14, 12049 Berlin. Gemeinsam mit dem Berliner Missionswerk rund um die Genezareth-Kirche am Herrfurthplatz, in unmittelbarer Nähe des Tempelhofer Feldes.

 

6.-10. Juli: Auslandsreise des Bischofs zu den Begegnungstagen in Budapest

 

7.-10. Juli: Christliche Begegnungstage in Budapest

 

10. Juli: Havelländischer Kirchentag der Kirchenkreise Falkensee und Nauen-Rathenow unter dem Motto „Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“, 10.45 Uhr bis 17 Uhr, Ort: Falkensee, neue Stadthalle. Die Predigt im Eröffnungsgottesdienst hält Bischof Dr. Markus Dröge.

 

15. Juli: Eröffnungsgottesdienst des Lesbisch-Schwulen Stadtfestes Berlin-Nollendorfplatz, 19:30 Uhr, Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin. Mit dem amtierenden Superintendent Burkhard Bornemann und dem Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin.

 

15.-17. Juli: 4. Spandauer Kirchentag unter dem Motto „Ich habe dir eine Tür aufgetan…“, Ort: St. Nikolai-Kirche und Marktplatz in der Spandauer Altstadt, 13597 Berlin

 

16.-17. Juli: Stand der Evangelischen Kirchenkreise Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg auf dem 24. Lesbisch-Schwulen Stadtfest Berlin-Nollendorfplatz, jeweils ab 11 Uhr

 

17. Juli: Gottesdienst zu 275 Jahre Kirchturm der Nikolaikirche Lübbenau, 14 Uhr, Ort: Nikolaikirche, Kirchplatz, 03222 Lübbenau/Spreewald

 

AUGUST

 

SEPTEMBER

3. – 18. September 2016
Future Albania – Biker besuchen das Land der Skipetaren.
Eine christliche Bildungsreise per Motorrad, um gemeinsam mit der albanischen Motorradgruppe „Biker for Christ“ Land und Leute zu er:fahren.
 

4. September: Gottesdienst zum Tag der Schöpfung, 10 Uhr, Ort: Marienkirche, Zauer Dorfstraße 15, 15913 Schwielochsee; Die Predigt hält Hans-Georg Baaske, Leiter des Umweltbüros der EKBO; Im Anschluss findet ein Frühschoppen im Dahliengarten statt.

 

24. September: Frauentag zum Thema „Flucht ist…“, 10-16 Uhr, Ort: Heiligengrabe; Planung durch die Regionalakademie mit Podiumsdiskussion, Workshops, Filmgottesdienst

 

25. September: Ordinationsgottesdienst in Luckau, Sprengel Görlitz

 

OKTOBER

 

8. Oktober: Chortag des Chorverbandes im Sprengel Görlitz, Ort: Wichernhaus in Görlitz

 

26.-29. Oktober: Herbstsynode der EKBO, Bartholomäuskirche, Friedenstraße 1, 10249 Berlin

 

31. Oktober: Reformationstag/Eröffnungsgottesdienst des Reformationsjubiläumsjahres 2017 in St. Marien mit der EKD; ARD-Fernsehgottesdienst

 

31. Oktober: Reformationsfestspiele „Wie alles begann…“ – Der junge Luther auf dem Weg ins Kloster, 10 Uhr, Ort: Nikolaikirche Luckau, Kirchplatz 6, 15926 Luckau In historischen Kostümen werden Szenen aus Luthers Leben nachgespielt und musikalisch gestaltet.

 

NOVEMBER

 

16. November: Buß- und Bettag

 

DEZEMBER

 

2.-3. Dezember: Tag der Offenen Tür der Heilig-Geist-Kapelle anlässlich des Angermünder Gänsemarktes, Ort: Heilig-Geist-Kapelle, Berliner Straße 1, 16278 Angermünde

 

3.-4. Dezember: Tag der Offenen Tür des Betsaals anlässlich des Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarktes, Ort: Betsaal, Richardstraße 97, 12043 Berlin; Der Betsaal ist jeweils von 15-19 Uhr geöffnet, um 18 Uhr findet jeweils eine Andacht statt.

 
http://www.ekbo.de
 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

8.000 Flüchtlinge in Unterkünften von Diakonie und Kirche

Vielfältige Angebote von Sprachkurs bis Teestube

 

Berlin, 17. Dezember 2015 – Mitglieder der Diakonie betreiben aktuell rund 100 Not- und Gemeinschaftsunterkünfte für knapp 8.000 Flüchtlinge. Mehrere Hundert Flüchtlinge verbringen die Weihnachtstage in evangelischen Kirchen, Wohnungen oder Gemeindehäusern. Unter ihnen sind auch unbegleitete Kinder und Jugendliche. Viele Gemeinden sind bereit, weitere Räume zur Verfügung zu stellen, vorausgesetzt Bezirke und Kommunen nehmen das Angebot an, auch in kleinteiligeren Unterkünften Flüchtlinge zu betreuen. Seit Monaten beteiligen sich mehrere Tausend Ehrenamtliche in Kirchengemeinden und Diakonie an Aktivitäten zur Betreuung und Integration von Geflüchteten.

 

In den Not- und Gemeinschaftsunterkünften arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche Hand in Hand. Meist kooperieren sie mit nahegelegenen Kirchengemeinden: Beim Empfang der Flüchtlinge wie bei den vielfältigen Angeboten vom Deutschkurs bis zum Bastelnachmittag für Kinder. Beispiel Berlin-Spandau: In der Notunterkunft der Stadtmission helfen Ehrenamtliche aus umliegenden Kirchengemeinden bei der Essensausgabe, in der Kleiderkammer oder beim Arztbesuch. Gemeinsam mit Flüchtlingen werden im Diakonischen Werk Niederlausitz Projekte mit Schülerinnen und Schülern sowie Azubis organisiert, die Vorurteile und Rassismus abbauen sollen. Die Erfahrung zeigt: Flüchtlinge schaffen Arbeitsplätze. Immer wieder werden Freiwillige hauptamtlich für die Flüchtlingsbetreuung angestellt; einige entrinnen so der Arbeitslosigkeit. In Kirchenkreisen wurden zehn neue Stellen für die Arbeit mit Flüchtlingen geschaffen. Auch in der Diakonie wurden zahlreiche neue Stellen geschaffen. Außerdem gibt es 25 Plätze für einen neuen Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingsarbeit, für den sich volljährige deutsche und geflüchtete Interessentinnen und Interessenten ab sofort beim Diakonischen Werk bewerben können.

 

Auch über die Unterkünfte hinaus sind die Kirchenkreise aktiv und ergänzen die Beratungsangebote der Diakonie. Kirchenmitglieder übernehmen Patenschaften für Flüchtlinge. Der Kirchenkreis Berlin Stadtmitte vermittelt Hospitationen in Betrieben, der Kirchenkreis Lichtenberg-Oderspree Rechtsbeistand. In Oderland-Spree veranstalten Einheimische und Flüchtlinge einen interkulturellen Weihnachtsmarkt. Im Kirchenkreis Zossen-Fläming kochen Flüchtlinge für Menschen mit geringem Einkommen. Eine Kirchengemeinde in Cottbus unterstützt den Aufbau einer Internetseite, damit Hilfsangebote und Bedarf einfacher zugeordnet werden können.

 

Die Evangelische Kirche versteht sich in biblischer Tradition als Kirche mit Flüchtlingen. Die Landes-synode hat für die Jahre 2015 bis 2017 anderthalb Million Euro für die Flüchtlingshilfe bereitgestellt. DieFlüchtlingskirche in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Berlin Stadtmitte hat ihre Arbeit im Oktober aufgenommen. In den Sprengeln Potsdam und Görlitz gibt es eine mobile Beratung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit. Eine Pfarrerin arbeitet als Seelsorgerin im Abschiebegewahrsam.

 

 

 

—–
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Evangelische Schulstiftung in der EKBO unterschreibt am Buß- und Bettag Kooperationsvertrag mit der Stiftung Topographie des Terrors

P R E S S E M I T T E I L U N G

Die Stiftung Topographie des Terrors wird ab Mittwoch, dem 18. November 2015 neuer Bildungspartner der Evangelischen Schulstiftung. Am Buß- und Bettag unterzeichnen der Vorstandsvorsitzende der Schulsftiftung, Frank Olie und der Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Prof. Dr. Andreas Nachama, den Kooperationsvertrag im Auditorium der Gedenkstätte, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin. Die Unterzeichnung beginnt um 10 Uhr mit einer Andacht von Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Schule Köpenick.

 

Im Kooperationsvertrag heißt es unter anderem: “Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO ist sich in besonderer Weise der Verantwortung bewusst, an begangenes Unrecht zu erinnern und die Demokratie als hohes gesellschaftliches Gut begreifbar zu machen.“

 

Daher wird im Rahmen des Unterrichts der Besuch des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors ein fester Bestandteil des hausinternen Curriculums in den Schulen der Schulstiftung werden. In besonderer Weise wird dabei die Rolle des christlichen Widerstands im Nationalsozialismus beleuchtet werden.

 

“Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gestalten – Authentische außerschulische Lernorte machen Geschichte für Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schulen der Schulstiftung unmittelbar erfahrbar”, so Frank Olie, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Schulstiftung. Nach der Gedenkstätte Hohenschönhausen ist mit der Stiftung Topographie des Terrors nun die zweite Stiftung Bildungspartnerin der Evangelischen Schulstiftung. Erinnerungskultur wird damit zu einem Schwerpunktthema Evangelischer Schulen.

 

Im Anschluss an die Unterzeichnung findet eine Diskussionsrunde zum Thema: “Wieviel Erinnerung brauchen wir?” mit Schülerinnen und Schülern statt. Pfarrerin Marion Gardei, Beauftragte für Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz (EKBO), moderiert die Diskussion.

 

10.000 Schülerinnen und Schüler besuchen die fünfunddreißig Schulen und sechszehn Horte der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO an sechsundzwanzig Standorten in Berlin und Brandenburg. Damit ist die Evangelische Schulstiftung größte freie Bildungsträgerin der Region. Die Schulen in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung sind offen für alle Kinder, unabhängig von ihrer ethnischen, sozialen und religiösen Herkunft.

 

 

Berlin, 16. November 2015

 

Kontakt:

Iris Stegmann

030 – 24 344 2166

i.stegmann@schulstiftung-ekbo.de

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Tschierse

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
————————————

Georgenkirchstraße 69 – 10249 Berlin
Tel. +49 30 24344 – 2167    Fax +49 30 24344 – 456
T.Tschierse@schulstiftung-ekbo.de
www.schulstiftung-ekbo.de
www.facebook.com/SchulstiftungEKBO
www.evangelisch-bildungsstark.de

—————————-

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Protestantische Systemfehler

Quelle: Protestantische Systemfehler

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Israel, die Palästinenser und das Wasser – Fisch+Fleisch

230 zu 159 Liter  statt 70 zu 17 Liter

Ich verlinkte auf einen Artikel zur Wasser Frage im Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer.

https://www.fischundfleisch.com/blogs/politik/israel-die-palaestinenser-und-das-wasser.html

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

den Berührten

Manches klingt hinein bis in die Ewigkeit.
Der Gesang von Freddy Mercury.
Das Lachen fremder Kinder.
Das Maunzen deiner Katze.
Unsere Klagen.
Wir sind Lieder,
Melodien.

Wagners Opern können wir heute noch hören, weil er sie aufschrieb.
Wir sind Libretti, Opern, musikalische Dramen.
GOTT hat eine Kopie der Partituren.
Und sind wir dann fort, ER spielt sie in Ewigkeit.
Und lässt uns alle erklingen zu einer
himmlischen
Sinfonie.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Flüchtlinge nicht abschrecken sondern versorgen, registrieren, beraten

Delegation der Evangelischen Kirche fordert sofort neue Beratungszentren und mittelfristig ein europäisches Gesamtkonzept

 

 

Rom/Berlin, 30. September 2015 – „Die aktuelle Flüchtlingsnot stellt Europa vor eine epochale Herausforderung.  Wir fordern, dass sofort Beratungszentren entlang der Fluchtrouten statt Hotspots eingerichtet werden. Mittelfristig muss es gelingen,  mit allen europäischen Staaten ein  Gesamtkonzept  zu vereinbaren. “

 

Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Diakonie-Präsident Ulrich Lilie berichteten über ihre Eindrücke von einer Reise nach Südeuropa.

Die Vertreter von Kirche und Diakonie informierten sich an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni, im Durchgangslager Presevo in Serbien und in Rom über die Situation von Flüchtlingen. „Besonders betroffen gemacht hat uns, unter welchen schlimmen Bedingungen Flüchtlinge auf ihrem Weg nach und in Europa unterwegs sind, ausgenutzt von Schleppern und ohne grundlegende Informationen über die Zielländer“, beschreiben Dutzmann, Dröge und Lilie ihre Eindrücke.

 

In der derzeitigen Diskussion müsse unterschieden werden, was kurzfristig notwendig ist, selbst wenn es noch kein stimmiges Gesamtkonzept gebe und was langfristig durch die Politik der europäischen Union erreicht werden muss.  Um  die derzeitige unwürdige Situation für die Flüchtlinge zu verbessern, müsse sofort gehandelt werden: „Wir müssen dafür sorgen, dass Flüchtlinge realistische Informationen über die Zielländer erhalten. Sie müssen registriert werden, aber nicht um dem Asylverfahren vorzugreifen, sondern um die Aufnahme in Europa zu steuern und Flüchtlingen eine Wahl zu ermöglichen. Eine befristete Aufenthaltsgenehmigung müsse in Registrierungs- und Beratungszentren erteilt werden, die es den Flüchtlingen erlaube, legal in das europäische Land zu gelangen, in dem sie einen Asylantrag stellen wollen. Nur so  würde man den Schleppern das Handwerk legen“, betonen Dutzmann, Dröge und Lilie. Solche Zentren müssten statt der geplanten Hotspots errichtet werden, möglichst dort, wo es bereits Orte der Versorgung gebe, die durch das zivilgesellschaftliche Engagement entlang der Flüchtlingsrouten entstanden seien. 

Hotspots würden allenfalls die Taschen der Schlepper füllen. Denn die Menschen werden sich nicht abhalten lassen, in Europa Schutz zu suchen

 

Mittel- und langfristig müsse die europäische Flüchtlingspolitik so gestaltetet werden, dass ein System entstehe, in dem die Mitgliedsstaaten der EU je nach Leistungsfähigkeit Verantwortung übernehmen.  Ziel muss sein, dass alle Staaten die europäischen Asylrechtsstandards anwenden. Dazu sind alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet. Um diese Herausforderung zu bewältigen, müssen die Mitgliedstaaten in der europäischen Union neue Prioritäten setzen. Staaten, die derzeit noch nicht in der Lage sind, die Asylrechtsstands umzusetzen, brauchen Unterstützung. „In der Konsequenz heißt das auch, dass so lange noch nicht alle Länder Flüchtlinge in ausreichendem Maß aufnehmen und integrieren können, die starken Länder in Europa – zum Beispiel Deutschland und Schweden – in Vorleistung gehen müssen. Wir werden einen langen Atem brauchen. Aber wir schaffen das auch.“

 

 

Berlin, 30. September 2015

 

 

i.A. Dominic Riemenschneider

 

 

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Die Rede des Bundespräsidenten zum Auftakt der 40. Interkulturellen Woche

Auftakt der 40. Interkulturellen Woche

Mainz, 27. September 2015 Änderungen vorbehalten. Es gilt das gesprochene Wort.

Wie schön, dass ich heute gemeinsam mit Ihnen die 40. Interkulturelle Woche eröffnen kann. Ich gratuliere herzlich zu diesem Jubiläum und zugleich zu einer guten Idee, die 1975 von den großen christlichen Kirchen in die Tat umgesetzt wurde. „Woche des ausländischen Mitbürgers“ hieß das Projekt in den ersten Jahren. Allein am Namenswechsel ist zu sehen, welchen Weg Sie und wir alle zurückgelegt haben. Neue Partner sind hinzugekommen, aber das Ziel ist dasselbe geblieben: Gemeinsam treten Sie ein für eine offene und tolerante Gesellschaft.

Erlauben Sie mir, in diesem Jahr nicht allgemein über Integration und interkulturelle Begegnungen zu sprechen – wohl wissend, dass wir gerade in Ihrem Kreis auf viele positive Erfahrungen zurückgreifen können, die uns bei der Bewältigung der gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen hilfreich sein können.

Ich möchte stattdessen über die Aufnahme von Flüchtlingen sprechen, also über das, was uns alle zurzeit beschäftigt. Ich bin sicher: auch und gerade Sie, die Teilnehmer der Interkulturellen Woche.

Wir spüren, dass die Ereignisse der vergangenen Monate außergewöhnlich sind. Was wir sehen, beunruhigt viele und fordert uns alle heraus. Wir ahnen, wenn wir die Bilder sehen aus Ungarn, vom Balkan, aus Griechenland und Italien, aus der Türkei und aus Syrien, dass wir es mit einem epochalen Ereignis zu tun haben, dessen Ausmaß und Tragweite wir noch schwer erfassen können. Wir ahnen, dass der Zug der Flüchtenden, der vor allem in Deutschland sein erhofftes Ziel findet, unser Land verändern wird. Wie – das liegt an uns.

In dieser Situation, in der es in Europa wie in Deutschland keine Lösungen gibt, die alle zufriedenstellen, ist der Entscheidungsdruck gleichwohl enorm. Und es gibt Handlungszwänge. Wir haben jüngst erlebt, wie eine sehr verständliche, menschliche Entscheidung der Bundesregierung auf begeisterte Zustimmung, aber auch auf deutliche Reserve, ja sogar Ablehnung stieß. Eine Reihe europäischer Stimmen warnt davor, rechtliche Standards würden durch Entscheidungen aus dem Herzen heraus verwässert. Auch im Inland hat eine lebhafte Debatte darüber begonnen, welche nächsten Schritte erforderlich sind, und was uns eigentlich leiten soll in der Flüchtlingspolitik.

Lassen Sie mich zunächst sagen: Mit wem ich in diesen Tagen auch spreche, ob mit Bürgern oder Amtsträgern, ob ich Flüchtlingsunterkünfte besuche oder politische Versammlungen, überall sind die Menschen, wie ich, tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und dem Engagement der vielen tausend freiwilligen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer, auch der Kommunen und Länder.

Aber zugleich treibt viele die Sorge um: Wie kann Deutschland auch in Zukunft offen bleiben für Flüchtlinge, wenn zu den vielen, die schon da sind, viele weitere hinzukommen? Wird der Zuzug uns irgendwann überfordern? Werden die Kräfte unseres wohlhabenden und stabilen Landes irgendwann über das Maß hinaus beansprucht? Mir geht der Satz eines Vertreters der nordrhein-westfälischen Kommunen nicht aus dem Kopf. Er sagte: „Die Profis und Ehrenamtler können nicht mehr. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand.“ Und er fügte hinzu, 2016 sei für die Gemeinden ein vergleichbar hoher Zustrom wie in diesem Jahr nicht mehr zu verkraften.

Inzwischen trauen wir uns, das fundamentale Dilemma dieser Tage offen anzusprechen: Wir wollen helfen. Unser Herz ist weit. Doch unsere Möglichkeiten sind endlich.

Wir kennen den rechtlichen Rahmen. Unser Asyl- und Flüchtlingsrecht fragt bei jedem Einzelnen nur danach, ob die Voraussetzungen der Schutzgewährung vorliegen. Es bemisst sich nicht nach Zahlen. Und doch wissen wir: Unsere Aufnahmekapazität ist begrenzt, auch wenn noch nicht ausgehandelt ist, wo diese Grenzen liegen. Aus all dem folgt für mich: Wir brauchen gründliche Analysen und eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, wie wir eine humane Aufnahmepolitik und eine gesellschaftliche Aufnahmebereitschaft auch in Zukunft sichern können. Einem Gedanken meines Vorgängers Johannes Rau folgend, sollten wir uns dabei „weder von Ängsten noch von Träumereien“leiten lassen.

Migration – sei sie freiwillig oder erzwungen – hat es zu allen Zeiten gegeben. Sie ist ein Teil der Menschheitsgeschichte, auch der großen Menschheitsdramen. Denn Menschen suchen sich nicht nur eine neue Heimat, weil sie sich ein besseres Leben wünschen. Oft genug treibt sie der verzweifelte Wunsch, das eigene Leben zu retten. So sehr wir auch wünschten, es wäre anders: Verfolgung, Krieg und Bürgerkrieg sind nicht nur Geschichte, sie sind Gegenwart. Sie treiben Menschen in die Flucht. Das erleben wir gerade. Wir erleben, dass wir Fluchtursachen bekämpfen müssen und doch nicht immer können.

Das Asylrecht hat in der Bundesrepublik Deutschland eine herausragende Bedeutung. Das ist wesentlich eine Lehre aus der Schreckenszeit des Nationalsozialismus, als Juden und politisch Verfolgte in anderen Ländern Schutz suchen mussten. Was es bedeutet, auf die Aufnahmebereitschaft anderer Staaten angewiesen zu sein, das bezeugen Menschen wie Hannah Arendt und Willy Brandt, Fritz Bauer und Thomas Mann. Von ihrer Erfahrung wollte die Bundesrepublik in ihren frühen Jahren wenig wissen. Inzwischen, nach langen Auseinandersetzungen und schmerzhaften Lernprozessen, ist sie eingewoben in die politische DNA unseres Landes. Diese Geschichte hat sich uns eingeprägt. Sie schwingt mit, wenn wir heute Flüchtenden Schutz bieten, wenn wir politisch Verfolgten Asyl gewähren.

Es darf uns freuen, dass aus dem Land, aus dem vor einem Menschenleben Hunderttausende fliehen mussten, heute ein Zufluchtsort geworden ist. Nahezu überall wird die Hoffnung, die Flüchtlinge in dieses Deutschland setzen, mit Mitgefühl, Herzlichkeit und Offenheit belohnt. Szenen der Freude, wie wir sie in München und andernorts gesehen haben, sie werden uns im Gedächtnis bleiben. Sie werden sich nicht beliebig wiederholen lassen, aber sie bleiben eingelagert in der kollektiven Erinnerung. So werden sie zu unserem Selbstverständnis gehören, uns daran erinnern, dass Solidarität Freude macht – und Freunde.

Meine Damen und Herren,

wenn Menschen zu Hunderttausenden zu uns kommen, aus einem fernen Land mit einer fremden Kultur, ihre ganze Habe in einer Plastiktüte, dann kommen mit den Menschen Herausforderungen – und, ja, Konflikte. Das ist ganz unvermeidlich.

Zunächst einmal stehen wir vor enormen Organisationsaufgaben. Allein schon die Anerkennungsverfahren: So viele Anträge in so kurzer Zeit, zudem die Belastung dadurch, dass Menschen zurückgewiesen werden müssen. Angesichts des schnellen Zustroms muss der Staat den Bau von Wohnungen fördern und Schulen bauen, Lehrer und Kindergärtner einstellen, Arbeitswelt und Berufsbildung anpassen, deutsche Sprache und deutsches Recht lehren. Und das alles gleichzeitig. Er muss, kurz zusammengefasst, eine sehr große Gruppe von Neuankömmlingen mit dem Nötigsten versorgen und ihnen, falls sie bleiben, Chancen eröffnen.

Für diese Aufgabe gibt es kein Vorbild. So sehr wir Sicherheit und Planungstreue erwarten, so sehr wir uns nach einem Gesamtkonzept sehnen, so müssen wir doch erkennen: Was jetzt gebraucht wird, sind neben Ordnung auch Flexibilität und Fantasie. Beides beschreibt nicht das Versagen, sondern auch eine Tugend des Gemeinwesens in der aktuellen Krisensituation. Lernen in einer zugespitzten Situation, das meint aber nicht allein, ein paar eherne Vorschriften zu lockern. Es geht darum, eine kreative Haltung zu fördern, die nicht sagt, warum etwas unmöglich ist, sondern fragt, wie es möglich wird.

Selbst der größte Ideenreichtum, selbst hohe finanzielle Mittel werden aber nicht ausreichen, um Konflikte gänzlich abzuwenden. In diesen Wochen und in absehbarer Zukunft werden wohl weniger Wohnungen fertiggestellt, als Menschen kommen. Wettbewerb um Wohnraum, besonders preiswerten Wohnraum, dürfte unvermeidlich sein. Es ist ungewiss, ob es überall sofort hinreichend Plätze in Kindertagesstätten und Schulen geben wird. Die Verantwortlichen in Städten und Gemeinden mühen sich nach Kräften. Aber wir alle wissen, in welch schwieriger Lage die Haushalte vieler Kommunen seit längerem sind. Ich habe den größten Respekt vor dem, was gerade in unseren Städten und Gemeinden geleistet wird. Große Aufgaben kommen jetzt auch auf Bildungseinrichtungen und Unternehmen zu: Arbeit, für diejenigen, die arbeiten dürfen, ist zwar mancherorts vorhanden, oft jedoch nicht jene Arbeit, die gesucht wird. Erforderliche Qualifikationen werden fehlen, genauso Sprachkenntnisse. Auf die sozialen Sicherungssysteme kommen zunächst Kosten zu, denn erst später werden aus den neuen Nutznießern auch Einzahler.

So manchem werden die Folgen der gegenwärtigen Notaufnahme von Flüchtlingen nicht gefallen. Turnhallen stehen für den Schulsport nicht zur Verfügung. Grünanlagen und Schwimmbäder verwandeln sich in Notunterkünfte. Manche Beschwerde kann ich durchaus nachvollziehen.

Da hilft nur eins: Wir müssen schnell handeln. Es gilt, Spannungen zwischen Neuankömmlingen und Alteingesessenen so weit wie irgend möglich zu vermeiden. Das wird am besten gelingen, wenn die einen wie die anderen sich nicht übervorteilt fühlen. Deutschland hat in seiner Geschichte wiederholt bewiesen, dass es Engpässe überwinden und materielle Herausforderungen meistern kann. Es muss dabei eine solidarische Gesellschaft bleiben, für alle seine Einwohner, alte wie neue. Um das sicherzustellen, haben sich Bund und Länder in der vergangenen Woche auf weitreichende Maßnahmen geeinigt.

Es gibt aber auch Herausforderungen, die durch keine Haushaltszuweisung, kein Investitionsprogramm gemeistert werden können. Integration ist ein langwieriger, kultureller Prozess und eine gemeinschaftliche Anstrengung. Große neue Bevölkerungsgruppen werden zu verbinden sein mit der Mehrheitsgesellschaft. Beide Seiten müssen allerdings auch bereit sein, diesen Weg zu gehen.

Die Bundesrepublik hat jahrzehntelange Erfahrung mit Zuwanderung. Der rechtliche Rahmen dafür hat sich erst langsam entwickelt und die Republik kennt bis heute zwar viele Regeln, aber kein Einwanderungsgesetz. Neben Erfolgen gab es auch viele Fehler und Versäumnisse. Ausnahmsweise zitiere ich an dieser Stelle einen aktiven Politiker – allerdings aus einer Einwandererfamilie. Cem Özdemir. Er hat es auf die Formel gebracht: „Gute Integration heißt, frühere Fehler zu vermeiden.“

Die Aufgabe ist nun: schneller und intensiver Deutsch lehren! Flüchtlinge, die bleiben, schneller ausbilden, umschulen und arbeiten lassen! Sie schneller aufnehmen in unsere Vereine und Organisationen! Sie schneller spüren lassen, dass sie dazugehören, dass wir zusammen eine Gemeinschaft bilden!

Bei vielen, die zu uns kommen, werden wir erleben, dass sie Freiheit und Frieden schätzen und die Chancen ergreifen, die ihnen unser Land bietet. Sie sind ja gerade deshalb geflohen, weil sie selbst sich in Unterdrückung und Krieg so sehr nach einer politischen Ordnung sehnten, die dem Einzelnen Entfaltungsmöglichkeiten und den Vielen Frieden, Recht und Gerechtigkeit bietet. Diese Menschen werden schnell verstehen, dass der größte Schatz dieser Republik ihre Verfassung ist. Das Grundgesetz, das die Rechte und die Würde eines jeden Individuums schützt, das Volkssouveränität und Gewaltenteilung sichert und das die Grundlage bildet für die Toleranz und die Offenheit, die es auch Fremden erlaubt, heimisch zu werden.

Und dann wird es Menschen geben, die sich lange fremd fühlen werden in Deutschland. Die unter Freiheit nur Schrankenlosigkeit verstehen. Die Säkularismus und Moderne kritisieren und in den Traditionen und Rechtstraditionen ihrer Herkunftsregionen verharren. Um diese Menschen müssen wir uns bemühen, um sie müssen wir werben und ihnen dabei unsere Normen erklären und vorleben. Hier sehe ich eine besondere Aufgabe für jene Menschen, die schon früher angekommen sind in Deutschland. Gerade sie können zu Brückenbauern werden für die neuen Zuwanderer.

Schließlich werden sich unter die Ankommenden Menschen mischen – sehr wenige, wie ich hoffe – die Konflikte aus ihrer Heimat auf deutschem Boden weiterführen wollen: Fundamentalisten und andere Ideologen, die unsere Gesetze missachten und die freiheitliche Ordnung bekämpfen. Denen sage ich: Wir wollen in diesem Land keinen religiösen Fanatismus. Gotteskrieger müssen wissen: Der Rechtsstaat duldet keine Gewalt. Er wird die Täter konsequent verfolgen.

Dasselbe gilt übrigens für jene Gewalttäter, die sich Asylgegner nennen und Flüchtlingsheime anzünden. Auch rechtsradikale Brandstifter und Hetzer müssen wissen: Es gibt keine rechtsfreien Räume in diesem Land.

Meine Damen und Herren,

die Herausforderungen sind erheblich. Sie zu bewältigen, wird Geld, Zeit und Mühe kosten. Es ist eine Kraftanstrengung, wie sie die Bundesrepublik selten meistern musste. Auch unpopuläre Entscheidungen und unbequeme Schritte werden notwendig sein. Aber die Bewältigung dieser Aufgaben kann gelingen – mit Hilfe einer aktiven Zivilgesellschaft, mit einer fähigen Verwaltung – und, ja, wenn der Zustrom der Schutzsuchenden besser steuerbar wird.

Das zentrale Dilemma unserer Tage lässt sich nicht einfach vermeiden oder wegdiskutieren: Dem humanen Wollen zur möglichst unbegrenzten Hilfe stehen am Ende begrenzte Möglichkeiten gegenüber.

In jedem von uns wohnen zwei Seelen: Es ist einerseits die Erfahrung der Geschichte, es sind unser Selbstbild und unsere Achtung vor den universellen Werten der Aufklärung, die uns sagen lassen: Es muss Staaten geben, in die Menschen flüchten können, solange es Krieg und Verfolgung gibt. Unser Deutschland muss einer dieser Staaten sein und bleiben.

Damit das so bleibt, müssen Staaten und ein Staatenverbund wie die Europäische Union ihre äußeren Grenzen schützen. Denn nur so können sie die Kernaufgaben eines staatlichen Gemeinwesens erfüllen: die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und letztlich des inneren Friedens. Sie sind die Voraussetzung dafür, überhaupt Flüchtlinge in großer Zahl aufnehmen zu können.

Indem wir die Spannung erkennen zwischen dem Wollen und dem Können, öffnen wir uns für die Schwierigkeiten, die vor uns liegen. Es gilt, in einem Wertekonflikt kluge Entscheidungen zu treffen. Gerade weil das so schwer ist, sollte unser Respekt allen gelten, die es versuchen. Denen, die sich verantwortungsbewusst an der Debatte über dieses Dilemma beteiligen.

In dieser Situation habe ich eine dringende Bitte: dass sich die Besorgten und die Begeisterten nicht gegenseitig denunzieren und bekämpfen, sondern sich im konstruktiven Dialog begegnen.

Was vor uns liegt, ist im Übrigen nicht allein eine Aufgabe für uns Deutsche. Es handelt sich um eine Herausforderung, die wir als Europäer gemeinsam zu meistern haben. Nicht mit Schuldzuweisungen, sondern gemeinsam und in Solidarität. Die europäischen Beschlüsse der vergangenen Woche, etwa zum Bau von Registrierungszentren in Südeuropa, sie sind dazu ein erster Schritt.

Wir haben in den vergangenen Wochen viel über die deutsche Gesellschaft gelernt. Die Ruhe und die kreative Tatkraft, mit der die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung auf diese Krise reagiert hat, wie zuvor schon auf andere Herausforderungen, das stellt ihr ein Reifezeugnis aus, mit dem sie auch kommende Prüfungen bestehen wird.

Dass Vernunft und Mitgefühl unser Land prägen – das wussten wir, und sind doch froh, in diesen Wochen so zahlreiche Beweise dafür zu erhalten. Wer glaubte, dass der Bürgergesellschaft der Elan schnell ausgeht, wird in diesen Tagen eines Besseren belehrt. Wo sich Not zeigte, waren und sind Helfer zur Stelle, sofort, spontan, mancherorts mehr als gebraucht wurden. Eine Graswurzelbewegung der Menschlichkeit ist eingesprungen, wo der Staat anfangs so schnell nicht reagieren konnte. Und es ist gut, dass zu den Helfern viele zählen, die selbst Einwanderer sind oder aus Einwandererfamilien stammen. Sie zeigen, wie in einer sich wandelnden Gesellschaft Bürgersinn wächst, und zwar rund um gemeinsame Werte. Deshalb bin ich den vielen Freiwilligen – auch denen hier im Saal – dankbar für jede Hilfe, für jede freundliche Geste. Ich bin sicher, es wird an vielen Orten schon darüber nachgedacht, was im Winter zu tun ist. Es gilt, dafür Sorge zu tragen, dass Engagement und Hilfe auch dann anhalten, wenn die Euphorie des ersten Helfens verflogen ist.

Es freut mich zu sehen, dass auch auf allen Ebenen unseres Staatswesens getan wird, was möglich ist, um der Lage Herr zu werden. Zwischen Kommunen, Ländern und Bund wird zunehmend Hand in Hand gearbeitet. Binnen Wochen ist einiges auf den Weg gebracht worden: Finanzzuweisungen und notwendige Gesetzesänderungen, Investitionen in Infrastruktur und Bildung, auch die zeitweiligen Grenzkontrollen und die Bemühungen der Außenpolitiker möchte ich dazu rechnen.

Es wird Zeit brauchen, bis sich die Lage normalisiert. Wenn die Nothilfe aber einmal hinter uns liegt, dann werden wir in dem, was wir heute als Krise erleben, auch eine Chance entdecken können. Es kommen Menschen zu uns, die Schutz suchen, aber auch eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien. Wohl die allermeisten bringen Elan und Ehrgeiz mit, auch Ausdauer, sonst hätten sie die Fluchtstrapazen nicht gemeistert. Sie können, sofern sie bleiben dürfen und wollen, hier ihre Fähigkeiten einbringen. Nicht aus jedem wird eine Fachkraft, das ist mir klar, aber ich ermutige jede und jeden, die eigenen Potentiale zu entfalten.

Und deshalb möchte ich nun, zum Schluss, jene Menschen ansprechen, die bei uns Aufnahme finden werden.

Nach den Mühen Ihrer Odyssee will ich Ihnen sagen: Sie sind hier sicher.

Die größte Tugend, die Ihnen nun abverlangt wird, ist Geduld. Sie werden Zeit brauchen, bis Sie sich in Ihr neues Leben einfinden, bis Sie Wohnung und Arbeit finden. Sie werden auch Frustrationen erleben. Die größte wird gewiss sein, wenn Sie erleben, dass nicht alle Menschen, die Ihnen nahe stehen, in Deutschland Aufnahme finden können.

Ich will Ihnen, die Sie bleiben werden, offen sagen: Wir Deutsche erwarten und erhoffen uns etwas von Ihnen. Denn wir wissen: Man tut Menschen nichts Böses, wenn man etwas von Ihnen erwartet. Deshalb: Bringen Sie sich voll ein, in der Gesellschaft und hoffentlich bald auch an einem Arbeitsplatz. Überwinden Sie die Hürden des Beginns; lernen Sie die Sprache und lassen Sie sich ein auf Ihre neuen Nachbarn, Ihre neue Umgebung. Und vor allem, machen Sie sich bewusst: Wir leben hier in einem Land des Rechts und der Freiheit, der Menschenrechte und der Gleichberechtigung der Geschlechter. Es kann auch das Ihre werden.

Das Wichtigste, das Sie von nun an gewinnen werden, ist das Leben innerhalb der freiheitlichen Ordnung dieses Landes. Diese Ordnung garantiert Ihre Aufnahme und ermöglicht unser Zusammenleben in Toleranz und wechselseitigem Respekt. Sie treten ein in ein Land, das sich durch Neuankömmlinge wiederholt verändert hat. Aber es ist dabei den Werten, die es sich in einer schmerzvollen Geschichte erarbeitet hat, immer treu geblieben. Es ist das Land der Freiheit und der Menschenrechte, in das Sie kommen wollten, weil es das Ziel Ihrer Hoffnung war.

Und ein abschließendes Wort zu uns, den Sorgenden und Besorgten: Wenn wir Probleme benennen und Schwierigkeiten aufzählen, so soll das nicht unser Mitgefühl – unser Herz –schwächen. Es soll vielmehr unseren Verstand, unsere politische Ratio aktivieren.

Wir werden weiter wahrnehmen, was ist – ohne zu beschönigen oder zu verschweigen.

Wir werden weiter helfen, so wie wir es tun – ohne unsere Kräfte zu überschätzen.

So werden wir bleiben, was wir geworden sind: Ein Land der Zuversicht.

ImpressumBenutzerhinweise

© 2015 Bundespräsidialamt

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Hausrecht

Tritt ein zu dieser Schwelle:
Willkommen hier zuland!
Leg ab den Mantel, stelle
den Stab an diese Wand!

Sitz oben an zu Tische!
Die Ehre ziemt dem Gast.
Was ich vermag, erfrische
Dich nach des Tages Last.

Nur eins ist, was ich bitte:
Laß du mir ungeschwächt,
Der Väter fromme Sitte,
Des Hauses heilig Recht!

L. Uhland
1787 – 1862

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Gemeinsame Erklärung der Kurdischen Gemeinde in Deutschland und der Türkischen Gemeinde in Deutschland zum 1 September Antikriegstag

Deutschland wurde für viele Menschen, die auf Grund unterschiedlicher Motive Ihre Heimat verlassen mussten, zur neuen Heimat.

Deutschland ist auch die Heimat der Kinder, die als zweite, dritte und vierte Generation der Migrantinnen und Migranten nunmehr in diesem Land leben.

Die Kurdische Gemeinde und die Türkische Gemeinde Deutschland sind sich ihrer besonderen Verantwortung und Aufgabe bewusst, die sie gegenüber ihren Gemeinden und der Gesellschaft haben.

Auch wenn wir alle mit besonderem Interesse und in großer Sorge die Entwicklungen in der Türkei und in den kurdischen Gebieten beobachten, wollen wir dadurch nicht die vielfältigen kurdisch-türkischen Beziehungen in Deutschland belastet sehen.

Unsere gemeinsame Gesellschaft ist die, in der wir friedlich zusammen leben und für die wir alle eine Verantwortung tragen.

Wir rufen kurdisch- und türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger in Deutschland dazu auf, in unserer pluralistischen Demokratie in Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten gemeinsam ein Beispiel für das gute Zusammenleben von Türkinnen und Türken sowie Kurdinnen und Kurden zu sein.

Politische Probleme müssen politisch gelöst werden. Gewalt jeglicher Art kann keine akzeptable Lösung bei Konflikten sein, weder in der Türkei noch in Deutschland.

In diesem Sinne wünschen wir allen Menschen eine friedliche Zukunft.

http://kurdische-gemeinde.de/gemeinsame-erklaerung-der-tuerkischen-gemeinde-in-deutschland-und-der-kurdischen-gemeinde-in-deutschland-zum-1-september-antikriegstag/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Pilgern mit 2000 PS“

Filmplakat

Unter dem Motto „Staat und Kirche“ ging die Gruppe Christ und Motorrad auf eine Motorradreise nach Rom. Der rbb hat überraschenderweise ein 4-köpfiges Fernsehteam zur Begleitung der Fahrt abgestellt. Unter der Leitung von Margarethe Steinhausen ist ein halbstündiger Beitrag entstanden, welcher am 12. September 2015 um 18:00 Uhr auf rbb ausgestrahlt wird.

Hier der Trailer:
http://mediathek.rbb-online.de/tv/Himmel-und-Erde/Programm-Tipp/rbb-Fernsehen/Video?documentId=30417766&topRessort=tv&bcastId=3907830

http://www.christ-und-motorrad.de

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

In eigener uralter Angelegenheit

Kirchplatz 

Keine leichte Aufgabe: Seelsorge an psychisch Kranken
vom 06.12.1997 auf SFB 3

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Bischof Dr. Markus Dröge zum Brand in der geplanten Notunterkunft in Nauen

„Der Brand in einer geplanten Notunterkunft für Flüchtlinge macht betroffen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass es sich um einen Anschlag handelt, dann ist dies ein erschreckender Rückschlag für die Hilfsbereitschaft und Offenheit der Bürgerinnen und Bürger von Nauen. Die Mehrheit der Bevölkerung vor Ort setzt sich mit großem, oftmals ehrenamtlichem Engagement dafür ein, dass sich Flüchtlinge in dieser Region willkommen fühlen. In der gesellschaftlich breit aufgestellten Willkommensinitiative für Flüchtlinge hat sich auch die Kirche engagiert. Ein Pfarrer wurde mit einem Teildienst für die Arbeit mit Flüchtlingen beauftragt. In dieser Situation möchte ich den Menschen und Gemeindegliedern vor Ort Mut machen, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Rechtsextremer Gewalt dürfen wir nicht das Feld überlassen. Als Kirche vertrauen wir darauf, dass Gott uns dazu die Kraft gibt.“

#ekbo

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Mahn- und Gedenkfahrt Berlin und Brandenburg 2015

image

Mahn- und Gedenkfahrt 2015 für Berlin und Brandenburg

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

ekbo zur Flüchtlingsdebatte

Bischof Dröge: Diskussion über Sachleistungen geht an Problem vorbei

19.08.2015

„Ich glaube, das soll eine abschreckende Wirkung haben, aber ich glaube nicht, dass das funktioniert.“

19. August 2015 Berlin (epd). Bischof Markus Dröge hält die Diskussion über Geld- oder Sachleistungen für Flüchtlinge für Symbolpolitik. «Aber die Debatte, die jetzt geführt wird, geht, glaube ich, an den Problemen vorbei», sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Dienstag dem Deutschlandfunk. Wenn man jetzt wieder auf Sachspenden umschwenke, sei das ein riesiger Verwaltungsaufwand. «Ich glaube, das soll eine abschreckende Wirkung haben, aber ich glaube nicht, dass das funktioniert.»

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte in der Tageszeitung «Die Welt» (Montagsausgabe) gefordert, das Taschengeld für Asylsuchende aus den Balkanstaaten drastisch zu kürzen. «Die Zuwendungen für diese Gruppe sind eine Zumutung für die deutschen Steuerzahler», sagte er. Die Grünen reagierten empört. Herrmann versuche auf einer rechtspopulistischen Welle mitzureiten, sagte die Parteivorsitzende Simone Peter.

Im Moment sei dringender zu fragen, sagte Dröge, was getan werden müsse für die Menschen, die kämen. Statt nur eine Abschreckung aufzubauen, die keine Probleme löse, müsste die deutsche Gesellschaft über die tieferen Probleme der Asylpolitik nachdenken. «Kurzfristig ist es einfach nötig, die Menschen, die hier herkommen, angemessen zu behandeln, Notunterkünfte zu schaffen, natürlich auch schnellere Verfahren einzurichten, damit hier die Menschen, die zu uns kommen, nicht ewig auf eine Entscheidung warten müssen», sagte der Bischof.

Zudem sei es langfristig notwendig, dafür zu sorgen, dass die Fluchtursachen behoben würden. «Das hört man nicht gerne, weil das ist eine wirklich schwierige Aufgabe, aber wir müssen darüber nachdenken, was können wir tun, damit in den Ländern, aus denen die Menschen kommen, die Situation verbessert wird», sagte Dröge dem Deutschlandfunk. Es könne nicht sein, dass man nur noch die Hoffnung habe, in Europa in dieser Welt anständig zu leben.

Dröge bekräftigte die Forderung der evangelischen Kirche, ein neues Einwanderungsgesetz zu schaffen. Das sei ein Signal für die Asylsuchenden und Einwanderer nach Deutschland. «Das gibt dann auch die Möglichkeit, diejenigen, die nicht Asyl beantragen können, zu sagen, welche Bedingungen gibt es denn, was muss ich erfüllen, um in Deutschland eine Zukunft für mich und meine Familie zu ermöglichen», sagte Dröge. Deswegen sei es auch nichts Schlimmes, wenn die Gesellschaft frage, was sie in Zukunft für die eigene Wirtschaft brauche.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

EINWURF

(von Achim Niewind)

„Als Außenstehender /Agnostiker und Atheist) beobachte ich mit einer gewissen Belustigung, wie eine Religion, die (noch) ein spezifisches „Glaubensbekenntnis“ hat, einer erkennbar anderen Religion, deren „Glaubensbekenntnis“ zentral den Begriff der weltweiten Mission als göttlichem Auftrag beinhaltet und die unerschütterlich von der einzigen wahren Lehre – nämlich der ihren – ausgeht, fast ökumenisch die breit geöffneten Arme entgegen streckt.

Mit leiser Ironie:
Eine „Willkommens-Kultur“ gegenüber einem sich zunehmend radikalisierenden deutlich erkennbaren Gegenmodell (auch und gerade in ethischer Hinsicht), das zunehmend auf Abgrenzung und offensive Mission setzt.

Eine „Willkommens-Kultur“ gegenüber einer mehrheitlich orthodox-fundamentalistisch Ideologie*, die dezidiert und explizit mit theologisch zutreffender Begründung alle für uns wichtigen Grundsätze unserer Gesellschaft ablehnt.

Will man den feurigen Geist vitaler, ursprünglicher Frömmigkeit und Religiosität mit hugging – Strategien des Kuschelns „besänftigen“?

Man muss kein Evangelikaler sein, noch nicht einmal religiös, um die Absurdität eines solchen Unterfangens zu erkennen.

Nebenbei: Gerade die Evangelikalen „verstehen“ den rechtgläubigen Islam der strikten Sunna (oder 12er-Schia) besser als alle anderen Gruppierungen. Bis auf den „Rechts-Katholizismus“, für den Gleiches gilt.
Sind sie doch  in Intensität und Radikalität und im gesellschaftlichen Machtanspruch „Zwillings-Brüder im Geiste“.

* Viele „wohlgesonnene“ Nicht-Muslime betonen zu Recht die relative Liberalität und Offenheit der meisten hier lebenden Bürger, die sich zum muslimischen Kultur-Kreis zählen. Allen voran die Aleviten.
Nur genau diese (und Ähnliche)werden hier, und erst recht in den dezidiert muslimischen Ländern als Apostaten angesehen, die in den Herkunftsländern mit Diskriminierung, Verfolgung bis hin zu pogromartigen Gewaltausbrüchen rechnen müssen.

Bei der Einschätzung des Islams, seiner theoretischen  und praktischen Wirklichkeit sind nicht die laizierten Liberal-Muslime der Massstab, sondern die mit der muslimischen Weltgemeinschaft im gleichen Takt schwingende hiesige orthodoxe Gemeinschaft der Sunna (und 12et-Schia).

Deren quantitatives Verhältnis zu den hiesigen laizisierten Muslimen liegt bei momentan ca. 30-35% gegenüber 65 – 70%.
Innerhalb der gesamten sich muslimisch definierenden Gemeinde in D`land wächst  die Gruppe der Rechtgläubigen in den letzten 2 Dekaden stetig an. Der Trend ist eindeutig. und die Übergänge zum Wahabhismus und Salafismus sind ausgesprochen fließend. Und reichen erkennbar weit in die Kreise der Ditib und andere offizieller Islam-Verbände.

A. Niewind

PS:
Zu „Feindbildern“:
Man muss kein „Feindbild“ haben, um die Feindbilder Anderer zu erkennen. Besonders, wenn man selbst unter dieses Feindbild subsumiert wird.“

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen