der Christ – der Mensch

Leben heißt nicht zuerst einmal ‚richtig‚ leben, sondern ‚sein‚. Denn was ich einst für richtig erachtete und lebte, kann sich unter geänderten Bedingungen als falsch erwiesen haben. Sein gibt mir Freiheit zur Veränderung oder zum Beharren.
Die Gleichung ‚der Christ – der Mensch‚ verweist darum zunächst auf das ‚Sein in Gott von Gott her‚, dann erst auf das demgemäße Verhalten des Menschen in der Welt. Darum ist es gut, wenn Eltern im Wissen um ihr ‚Sein von Gott her‚ sich selbst durch die Taufe der Kinder bezeugen, dass sie ihnen diese Freiheit zur Selbstkorrektur, Veränderung, zu Umkehr und Buße oder zum Beharren – je nachdem, was dran ist – von Anfang an mitgeben möchten. Auch so, dass sie diese Freiheit im Bezug auf die Kinder und mit ihnen leben.
Die christliche Taufe ist ein Akt der Befreiung, mehr noch, eine Tat im Gehorsam gegenüber und im Beharren in dieser Freiheit.

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Wer aufbricht, der kann hoffen

Worauf eigentlich?

Und so ist die Bibel nicht nur ein Buch von Migration, sondern mehr noch von Landnahme und Besitzstandswahrung. Denn wer aufbricht, möchte ankommen und das Erworbene oder Eroberte schützen vor anderen, die aufbrachen, Siedler zu werden.

Wie schön romantisch ist’s, Schriften einseitig zu lesen zwar.
Doch Gerechtigkeit ist ein Wort der Gemeinschaft, des Gemeinwesens, des Dorfes, der Frauen und Propheten. Konventionen und Verabredungen, sprich: Regeln und Grenzen schützen nach außen und innen und ganz innen: vor Besatzung, Übervorteilung und Phobien.

Migration ist kein Selbstzweck. Die Klimabewegten sind sesshaft bis in den letzten Knochen; die Hungernden wollen satt sein; die Verfolgten wollen Ruhe und Frieden, law and order; wer aufbricht am Abend seines Lebens zur letzten Reise, trägt noch die Sehnsucht nach Heimat in sich.

Selbst dem Ort losen, sprich dem utopischen Gotte möchtest du in seiner Menschwerdung eine Heimstatt geben. Nicht seine Erbärmlichkeit – deine Erbärmlichkeit ist die Ursache dafür, dass als Heimat für ihn nur ein Viehstall in deinem Herzen bereitsteht. Die Moral von der Geschicht: eine romantische Flüchtlingsfamilie Josef, Maria, Jesus als Ausdruck verdrängter Schuld? Das kann es dann doch wohl nicht gewesen sein.

Überlasse dem wahren und lebendigen Gott, also Jesus Christus nicht nur den Stall, sondern deine Sommer- und Winterresidenz! Das hält die Götzen fern und dich gesund und schön.

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froh

Was einem dazu alles einfallen könnte: froh
erleichtert, schnell, entkommen, hurtig, leicht, lebhaft, frisch, Freude auslösend, voller Freude, fröhlich, gut gelaunt, heiter, zufrieden, dankbar, farbenfroh, frohgemut, frohlockend, erwartungsfroh, frühlingsfroh, heilfroh, hoffnungsfroh, lebensfroh, sangesfroh, schadenfroh, seelenfroh, siegesfroh, sinnenfroh, tatenfroh, zukunftsfroh

Was wünschst du, wenn du sagst: „Ein frohes Weihnachtsfest“?
Was wünschst du dir?
Was wünschst du anderen?
Es ist stets persongestützt.
Und irgendwie wird schon ankommen, was gemeint ist, was du meintest.
Und umgekehrt: irgendwie wirst du schon wissen, was du gemeint haben könntest, wenn du erlebst, wie das Wort froh im Gegenüber sich spiegelt.

Liegt dann also ein geheimnisvoller Zauber auf dem „froh“?
Oder doch eher eine Verlegenheit, weil du vergaßest den Urgrund des Festes der geweihten Nacht?

Dem könnte abgeholfen werden: Weihnachten ist stets persongestützt, abgestellt auf diesen einen Säugling, dem ein noch gar nicht sooo altes Volkslied den Titel oder Namen Christ, der Retter verlieh. Der nun da sei.

Das behauptet ein Erfahrener.
Sei froh drum!

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Ein Allgemeines Kirchengebet in der Adventszeit

Herr Jesus Christus

du kommst uns so entgegen, dass wir dich kaum verfehlen können.
Und wer dir begegnet, findet auf heilsame Weise zu sich selber.
Darum sei du bei allen, die auf der Suche sind, die unterwegs sind, die ankommen wollen.
Lehre die Menschen bedenken, dass niemand der Erdlinge seine irdische Statt auf Dauer hat. Gib Mut und Willen, das Erlangte, das Geliehene, das Geschenkte zu pflegen und weiter zu entwickeln. Wecke Dankbarkeit in den Herzen der Menschen. In dir sind alle Grenzen überwunden, Speisegebote und Kleidervorschriften sind um des Menschen willen da, nicht umgekehrt.
Sei bei allen, die einen Neuanfang wagen oder wagen müssen:
bei der Neugeborenen Schritt hinaus ins Leben und der Sterbenden Schritt hinein in die Ewigkeit. Sei bei denen, die in die Irre gegangen sind und leite uns alle auf den Weg der Vertrauens und der Tugend.

Dir sei Ehre von Tag zu Tag
AMEN

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missionieren

Andere Götter kehren sich schon bald gegen ihre Follower.
Mit Ankündigung.
Liebe ist die Antwort Gottes auf die Herausforderungen unserer Tage.
Und er wird sich um so stärker durchsetzen,
je mehr Menschen sich zu diesem Gott bekehren,
der Liebe ist.

Komm, o, mein Heiland Jesu Christ, 
meins Herzens Tür dir offen ist. 
Ach zeuch mit deiner Gnaden ein; 
dein Freundlichkeit auch uns erschein. 
Dein Heilger Geist uns führ und leit 
den Weg zur ewgen Seligkeit. 
Dem Namen dein, o HERR, 
sei ewig preis und Ehr. 

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reformo

Meine Kirche sei ein Reformhaus!

Ein Ort des Nachsinnens für uns Nutznießer des Gebäudes darüber, was verbessert werden sollte. Zu allererst wir selbst; durch Gottes Geist. Meine Kirche also sei ein Bethaus! Und ein Sprechhaus, darinnen Gottes Wort sich an uns richtet und wir deshalb miteinander ins Gespräch kommen.

Meine Kirche sei ein Reformhaus!

Ein Ort der Inspiration und Kreativität, wo zur angestrebten Besserung und Erneuerung ein Prozess gemeinsamen Umgestaltens in Gang kommt. Um – gestalten, geheiligtes Leben aus dem Toten, von manchen als gruselig empfunden, von anderen frenetisch begrüßt. Dass das alles nicht aus dem Ruder läuft durch Verzagtheit oder Euphorie, dazu darf nicht vergessen werden, wo zu anderen Zeiten erfolgreich umgestaltet wurde und welche Fehler vermeidbar sind. Meine Kirche also sei eine Bildungsstätte, damit Umbildung gelingt.

Meine Kirche sei ein Reformhaus!

Verwandeln ist Bedingung für Wandel. Auch mal auf Probe. Sich verwandeln kann Freude machen, sich neu kleiden macht etwas mit einem. Ämter bekleidet man und Kleider machen Leute. Meine Kirche sei ein Schutzraum für Versuch und Irrtum. Sich ausprobieren, verwerfen und behalten ohne verworfen oder festgenagelt zu werden, bevor dann der nächste Schritt im öffentlichen Raum erfolgt. Gott leitet, dass wir auf rechter Straße wandeln. Auch im finstern Tal, wo schnell Gedanken aufkommen können, sich ver-wandelt zu haben, fürchten jene kein Unglück, die Gottes neuen Wegen vertrauen. Meine Kirche sei also ein Haus des Gotteslobes, der gemeinsamen Vergewisserung. Und des Bekennens: Hier wandel ich, ich kann nicht anders.

Süßes oder Saures? Ja, das gilt, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandeln heißt. Auf der Couch des Abgehängtseins haben es sich einige inzwischen gemütlich eingerichtet, stehen nur noch auf, um sich im Supermarkt mit Bier einzudecken. Oder Wein, wie belieben. Und gehen jedesmal am Reformhaus vorbei, welches direkt am Wegesrand liegt.

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Enge Grenzen …

In Idlib, unter den Rockschößen Erdogans hatte er sich also verkrochen, Al-Bagdadi.

Nein, ich empfinde keine Freude über den Tod eines Menschen. Zuviel weiß ich um Gut und Böse in der Welt. Und auch er kam, wie alle!! Menschen, als hilfloser Säugling zur Welt, fixierte mit großen Augen das erste mal seine Mutter. Sein erstes Lächeln, sein erster Regen und sein erster Kuss. Seine erste grausame Tat und all das andere.
Ich empfinde Trauer und Wut, dass es so kommen musste. Es musste denn.

Nein, ich empfinde keine Freude über den Tod eines Menschen, den auch Gott – ewige Liebe – nie aufgegeben hat. Aber ich habe auch kein Mitleid

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Macht Glauben glücklich?

Gott handelt an und mit Huren, Schurken, Wirtschaftsflüchtlingen und Warlords; Gott handelt sogar durch solche, die man zu allen Zeiten gerade nicht als Menschen wie du und ich bezeichnete. Zu Recht nicht, weil eine Gesellschaft sich stets Normen geben muss, die ein Zusammenleben ermöglichen sollen. Gottes Handeln ist zwar unromantisch, aber unmoralisch.
 
Wenn Jesus sich mit Sündern und Zöllnern an einen Tisch setzt, dann sind genau die gemeint, mit denen du keinesfalls auf einem Foto erscheinen möchtest, weil du befürchten musst, deinen Job zu verlieren. Auch jene beruft er durch Umkehr in sein Reich, die an den Pfeilern von Recht und Ordnung rütteln und ein anderes Land wollen. Von dieser unserer Welt ist sein Reich nicht, aber für sie. Und darinnen. Erstaunlich, überraschend, eigenartig.
 
Der Geist weht, wann und wohin er will; es gilt kein Ansehen der Person, weder politisch links noch rechts noch korrekt sind seine Kriterien. Vielleicht eröffnet sich ja dir eine neue Lebensperspektive, der du gerade im Internet nach Kinderpornos Ausschau hältst oder Hass und Hetze likest. Vielleicht erwischt’s ja auch dich, während du gerade daran gehen wolltest, geeignetes Holz für eine weitere Kreuzigung auszuwählen.

Und neben die Nächstenliebe hat der HERR die geschwisterliche Liebe und die Feindesliebe gesetzt, ohne sie gegeneinander aufzurechnen oder auszuspielen.
Er berührt (sic!), wer sich selbst nicht oder im Übermaß liebt, Underdogs und Trumps.
Gott ist Liebe.

 
Ob glauben glücklich macht?
Manche schon.
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Danke für manche Traurigkeiten

Seit 26 Jahren bin ich als Pfarrer für Motorradfahrer der ekbo Teil der Gruppe Christ und Motorrad. Neben vielen schönen, abenteuerlichen, intensiven Erlebnissen – wozu ich die lebendigen, gut besuchten Gottesdienste gerne zähle, hab ich auch Trauer und Abschiede begleiten müssen oder dürfen. Für das Vertrauen der Motorradfahrer und ihrer Angehörigen bedanke ich mich an dieser Stelle ausdrücklich. Denn aus den schönen Stunden, mehr aber noch aus den schweren Zeiten rühren die Bekanntschaften und die Situationen, die am intensivsten waren oder sind. Das, was lange bleibt, sind diese Beziehungen. In der Vorbereitung auf die Mahn- und Gedenkfahrt kommen mir all die Beerdigungen und Bestattungen wieder ins Gedächtnis ganz nach vorne, die ich, die wir gemeinsam gestaltet haben. Motorradfahrer und ihre Angehörigen sind da sehr kreativ, was Gottesdienste, Andachten und Trauerfeiern angeht. Weniger an das Traditionelle gebunden habe ich gerade mit diesen Menschen ausgesprochen fantasiereiche, unkonventionelle, tiefe Formen von Spiritualität und individueller Religiosität und Trauerarbeit erfahren. Das hat mein Berufsleben sehr bereichert und manches davon kann ich auch gut in meine sonstige geistliche Arbeit einfließen lassen.
Als ich 1993 meine erste Mahn- und Gedenkfahrt und also meinen ersten Gedenkgottesdienst feierte, lagen die Unfallzahlen deutlich höher als heute. Ich erinnere mich daran, wie oft wir 55 Namen von tödlich verunglückten Motorradfahrern, Motorradfahrerinnen und Motorrad* vor der Gedenkminute im Gottesdienst verlesen mussten. Eine Ewigkeit verging dann jeweils.
Nun, am 6. Oktober 2019, sind es 25 Namen, 25 Ewigkeiten.
Aber es sind eben auch 30 Namen weniger. Das hinterlässt in mir mixed emotions; einerseits bin ich dankbar, andererseits bin ich bei denen, die uns nun fehlen und dann bin ich auch sehr nachdenklich.
Dem Tod entrinnt letztlich niemand, so sehr wir uns auch bemühen. Am Ende stehen wir dennoch nicht mit NICHTS da. Wir können Abschiede gestalten, wir können eine Erinnerungskultur pflegen, wir können Gemeinschaft suchen und wir können unseren eigenen letzten Schritt getrost gehen, wenn wir ihn als einen Schritt in Gottes Gegenwart verstehen. Gottes Beziehung zu uns besteht ewig.
word!
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Verkehrstote (Motorrad)

Das statistische Bundesamt weist für das Jahr 2018 folgende Zahlen zum Vergleich aus:

Verkehrstote (insgesamt): 3275.
Das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um plus 3%. Dieser Trend ist für das erste Halbjahr 2019 wieder rückläufig, nämlich minus 2,7%.

Verkehrstote (Motorrad): 619.
Das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um plus 6,2%.
Für 2019 liegt noch kein zahlengestützter Trend vor, dennoch ist anzunehmen, dass auch dieser Bereich von dem allgemeinen Rückgang der Unfallzahlen mit Todesfolge profitieren dürfte.
68% der 619 Unfälle mit Todesfolge wurden von PKW-Fahrern verursacht.

Verkehrstote (Fahrrad): 445. 
Das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 16,5%.
Zu Vermutungen über eine Prognose für 2019 gilt das zu den Motorradfahrern oben genannte.
44,2% der Unfälle mit Todesfolge wurden von den Fahrradfahrern verursacht.
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Präventivarbeit zur Verminderung dieser Unfälle sollte sinnvollerweise zielgruppenbezogen geschehen unter Berücksichtigung auch des Alters der Verunglückten, der Analyse von Verkehrssituationen, sowie der jeweiligen Wetterbedingungen (u.a.).
Neben Aufklärung und div. Kampagnen sollte auch verstärkt die Schulung berücksichtigt werden; das meint vor allem die Fahrschulen, zusätzlich auch die Angebote und Förderung von Fahrsicherheitstrainings in regelmäßigen Abständen. Die Teilnahme an letzteren sollte gefördert, Zertifizierungen (versicherungs- oder steuermäßig) begünstigt werden, da sie geeignet sind, das Risiko insgesamt zu mindern.

Zielgruppenbezogene Präventivarbeit kann allerdings nicht bedeuten, einer einzelnen Gruppe die gesamte Verantwortungslast aufzubürden. Wie die Zahlen oben zeigen, sind die Zusammenhänge vielfältig und komplizierter, als die nackten Zahlen es herzugeben vermögen.

Am 6. Oktober 2019 findet die 46. Mahn- und Gedenkfahrt mit Gedenkgottesdienst für tödlich verunglückte Motorradfahrer Berlins und Brandenburgs statt. Es ist die älteste Veranstaltung Europas dieser Art. Seit 1974 lassen sich Motorradfahrende in dieser besonderen Weise ansprechen. Das ist stets eine gute Gelegenheit, neben dem Trost, der unbedingt verlangt wird, auch Ermahnungen auszusprechen und Vermeidungsstrategien anzuregen.
Dieses Ermahnen richtet sich zugleich an alle anderen, die eigene Verantwortung wahrzunehmen und eigene Vorurteile zu korrigieren. 68% Fremdverschulden bei tödlichen Motorradunfällen sollte allen zu denken geben.

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TOUR DER DEMOKRATIE

20 Jahre Parlamentsumzug Bonn-Berlin
30 Jahre Friedliche Revolution in der DDR
70 Jahre Grundgesetz Bundesrepublik Deutschland
100 Jahre Nationalversammlung Weimar

Grund genug für die Abteilung Motorrad der Sportgemeinschaft Deutscher Bundestag, eine Charity- und Bildungstour für Motorradfahrende durchzuführen.

Grußworte, Programm und Hinweise findet ihr hier:

GRUSSWORT
Gero Storjohann, MdB
Vorsitzender SG Deutscher Bundestag e.V.

Liebe Biker und Bikerinnen,
liebe Freunde,
als Vorsitzender der Sportgemeinschaft Deutscher Bundestag e.V. heiße ich Sie alle
ganz herzlich zu unserer TOUR DER DEMOKRATIE am 3./4. Oktober 2019
willkommen.
Wir feiern in diesem Jahr nicht nur 20 Jahre Gründung der Motorradgruppe in der
SG Deutscher Bundestag e.V., sondern auch 100 JAHRE DEMOKRATIE WEIMAR, 70
JAHRE GRUNDGESETZ BUNDESREPUBLIK DEUTCHLAND und 30 JAHRE FRIEDLICHE
REVOLUTION IN DER DDR.
Die Tour wird am Donnerstag, 3. Oktober 2019 um 10.00 Uhr vor dem Paul-LöbeHaus des Deutschen Bundestages gestartet und wird uns dann in 2 Tagen von Berlin
einmal quer durch „deutsche Geschichte und Demokratie“ über Leipzig und Weimar,
Eisenach und Dillenburg nach Bonn führen, wo sie am Freitag, 4. Oktober 2019 um
18.00 Uhr vor dem alten Plenarsaal in Bonn enden wird.
Ich danke an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich all unseren Unterstützern
und Sponsoren, selbstverständlich auch dem Organisations-Team mit den beiden
Obleuten der Gruppe Klaus-Peter Willsch und Andreas Kimmel. Besonderen Dank
auch der Johanniter Motorradstaffel und den Blue Knights wie den Wheels for
Europe, welche die Tour streckenweise begleiten.
Ich wünsche Ihnen eine tolle Tour.
Ihr
Gero Storjohann, MdB

GRUSSWORT
Klaus-Peter Willsch, MdB
Obmann Gruppe Motorrad
in der SG Deutscher Bundestag e.V.

Liebe Freunde,
als begeisterter Motorradfahrer und seit Anfang des Jahres einer der beiden neuen
Obleute der Gruppe Motorrad in der SG Deutscher Bundestag e.V., dies gemeinsam
mit Andreas Kimmel, freue ich mich, dass diese Tour zustande gekommen ist, die wir
TOUR DER DEMOKRATIE genannt haben.
Neben dem sportlichen Aspekt des gemeinsamen Motorradfahrens wird die Tour
herausragende Orte deutscher Demokratie und Geschichte „über alle Höhen und
Tiefen“ der vergangenen 100 Jahre sprichwörtlich „erfahren“; diese werden die
Nikolaikirche in Leipzig, das Deutsche Nationaltheater und die Gedenkstätte
Buchenwald in Weimar sowie unsere alte Bundeshauptstadt Bonn sein.
Mein ausdrücklicher Dank gilt selbstverständlich dem gesamten Organisationsteam
und allen Unterstützern, welche die Tour unterstützt und möglich gemacht haben.
Ganz besonders freut es mich, dass es zu einer Kooperation mit den EUROBIKERN
sowie dem Bundesverband Deutscher Motorradfahrer gekommen ist und die Tour
streckenweise von der Motorradstaffel der Johanniter, den Wheels for Europe sowie
Vertretern der Blue Knights und Green Knights begleitet wird.
Getreu unserem alten EUROBIKER-Motto „Crossing Borders, Linking Cultures“
wünsche ich Euch allen eine unfallfreie und erlebnisreiche TOUR DER DEMOKRATIE
am 3. und 4. Oktober 2019 einmal quer durch ganz Deutschland.
Eurer
Klaus-Peter Willsch, MdB
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PROGRAMM / ROUTE

DONNERSTAG, 3. Oktober 2019
9:00 Uhr Aufstellung / Sammeln der Motorräder vor dem Paul-Löbe-Haus
(Deutscher Bundestag) direkt gegenüber Bundeskanzleramt
BIKERFRÜHSTÜCK
auf Einladung der BADISCHEN BEAMTEN BANK

Morgenandacht
Rabbiner Dr. Walter Rothschild, Berlin
Pfarrer Bernd Schade, Berlin #Bikerpfarrer

Überreichung der Spende
an das Kinderhospiz NORA der Johanniter
Toureinweisung + Grußansprachen

10.00 Uhr START der TOUR
über Potsdam und Wittenberg nach Leipzig

13:00 Uhr LEIPZIG
BEGRÜSSUNG + EMPFANG
vor der NIKOLAIKIRCHE in LEIPZIG
1989 Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR
und der berühmten/legendären „Montagsdemonstrationen“
Pfarrer Bernhard Stief
KLEINER MITTAGSIMBISS
Adresse: Nikolaikirche Leipzig, Nikolaikirchhof 3, 04109 Leipzig

15:00 Uhr WEITERFAHRT
über Lützen – Weißenfels – Bad Kösen – Weimar

17:00 Uhr BUCHENWALD
GEDENKVERANSTALTUNG + KRANZNIEDERLEGUNG
Dr. Philipp Neumann-Thein
Stellvertretender Stiftungsdirektor Gedenkstätte Buchenwald
Adresse: Gedenkstätte Buchenwald
51.021422 (51° 1′ 17.12″ N)
11.249056 (11° 14′ 56.60″ E)

18:30 Uhr WEIMAR
DEUTSCHES NATIONAL THEATER
Ort der ersten Deutschen Nationalversammlung,
die am 6. Februar 1919 erstmalig im Nationaltheater in Weimar zusammen kam
Peter Kleine
Oberbürgermeister der Stadt Weimar
Hasko Weber
Generalintendant Deutsches Nationaltheater
Adresse: Deutsches Nationaltheater Weimar
Theaterplatz. 2, 99423 Weimar

19.30 Uhr ABEND DER DEMOKRATIE
HAUS DER WEIMARER DEMOKRATIE
Stefan Zänker
Geschäftsführer Weimarer Republik e.V.
Sven Steinbrück
Geschäftsführer Haus der Weimarer Republik / HDWR

20.00 Uhr BUFFET + KABARETT
RABBI ROTSCHILD ERZÄHLT AUS SEINEM LEBEN
UND SINGT LEIDER: DEMOKRATIE GIBT JEDEM IDIOTEN EINE STIMME!

FREITAG, 4. Oktober 2019
9:00 Uhr TOURSTART / Weiterfahrt
über Erfurt, Gotha nach Eisenach

10:00 Uhr Ankunft auf der WARTBURG
UNESCO Weltkulturerbe – 1521/22 übersetzte Martin Luther hier die Bibel ins Deutsche
und leitete damit das Ende des Mittelalters ein. Anlässlich des 300. Jahrestags des Thesenanschlags von Luther fand im Oktober 1813 das erste Wartburgfest und im Revolutionsjahr
1848 das zweite Wartburgfest auf Einladung der Jenaer Urburschenschaft statt.
BEGRÜSSUNG
Katja Wolf, angefragt
Oberbürgermeisterin der Stadt Eisenach
WARTBURG-FÜHRUNG
PROGRAMM / ROUTE
Adresse: Auf der Wartburg 1, 99817 Eisenach

12:00 Uhr Weiterfahrt
Grenzübergang“ Wartha/Herleshausen
Einer der wenigen im Straßenverkehr zu passierende Grenzpunkte der inner-‚
deutschen Grenze. Hier wurde 1981 u.a. der DDR-Agent und ehemalige Referent
von Willi Brandt, Günter Guillaume ausgetauscht.
Weiterfahrt über Bad Hersfeld, Alsfeld, über Marburg nach Dillenburg

15:00 Uhr DILLENBURG
Dillenburg auch als die „Oranienstadt“ bezeichnet, war der Stammsitz des Hauses „Nassau“ und im Jahr 1533 die Geburtsstadt von Wilhelm von Oranien, dem „Vater der Niederlande“.
KAFFEPAUSE am HOTEL DILENBURG
auf Einladung von Jutta Held-Reifenrath
BEGRÜSSUNG
Michael Lotz
Bürgermeister Dillenburg
Adresse: Hüttenplatz 11, 35683 Dillenburg

15:45 Uhr Weiterfahrt über Herborn und den Westerwald nach Bonn

ab 17:15 Uhr Zusammentreffen mit ADAC Stauberatern
und der Bonner Polizei
Adresse: Bundeswehrdepot/Flugplatz Eudenbach / L330-L274
Landesgrenze Rheinland-Pfalz-NRW

18:00 Uhr BEGRÜSSUNG + EMPFANG vor dem Alten Plenarsaal
Hier startete am 14. Mai 1999 die legendäre Freundschaftsfahrt von Abgeordneten,
Mitarbeitern und Referenten des Deutschen Bundestages und Bundesministerien,
die anlässlich des bevorstehenden Parlamentsumzugs ihre Motorräder von Bonn
in die neue Bundeshauptstadt nach Berlin fuhren.
Reinhard Limbach
Bürgermeister der Bundesstadt Bonn
Ulrich Kelber, Staatssekreätr a.D.
Bundesdatenschutzbeauftragter
Mitglied des Deutschen Bundestags von 2000-2018

18:30 Uhr FÜHRUNG DURCH DEN „PLENARSAAL“

20.30 Uhr Gemütlicher Ausklang (Ort n.n.)
1999 – 2019
20 Jahre „BONN-BERLIN-UMZUG“ sind nun
schon vergangen: 1999 – 2019!
Angefangen hatte alles im „Kindergarten“,
dem alten Parlamentsrestaurant im Bundestag in Bonn bei einem eher zufälligen
Treffen der beiden Biker-Freunde Struck und Kimmel unter Anwesenheit von
Bundestagspräsidentin a.D. Annemarie Renger, mit der beiläufigen Frage, wie man
nun seine Motorräder im Freundeskreis von Bonn nach Berlin bringen wolle.
Unter Einbeziehung des damaligen Vorsitzenden des Sportausschusses des
Deutschen Bundestages und Vorsitzenden der SG Deutscher Bundestag e.V. fand am
14.und 15.Mai 1999 dann die legendäre UMZUGSFAHRT mit MOTORRÄDERN von
Bonn nach Berlin statt.
In zwei Tagesetappen führte die Tour vor 20 Jahren von Bonn über den Westerwald nach
Dillenburg, an Marburg vorbei nach Bad Hersfeld, über Eisenach, Gotha, Erfurt nach Jena und wurde am zweiten Tag dann über Eisenberg, Leipzig und Potsdam nach Berlin
fortgesetzt, wo sie mit einem großen Empfang vor dem Reichstag in den Abendstunden des 15. Mai 1999 endete.
Mit dieser Umzugstour war der Grundstein für „politisches Motorradfahren“ in Deutschland und Europa geboren. Im Rahmen der Dritten Internationalen Freundschaftsfahrt, der sogenannten „EUROPA-TOUR“, kam es 2002 auf der Brücke von SCHENGEN zwischen deutschen und luxemburgischen Bikern zu einer schicksalhaften Begegnung, dies unter Anwesenheit des saarländischen Ministerpräsidenten: Aus der Motorradgruppe der SG Deutscher Bundestag e.V. heraus wurde spontan auf der Brücke von SCHENGEN unter dem Motto „MOBILITÄT überwindet GRENZEN und verbindet KULTUREN“ die EUROBIKER gegründet.
In all den zurückliegenden Jahren organisierte sowohl die Motorradgruppe der SG
Deutscher Bundestag e.V. als auch die EUROBIKER e.V. grandiose Freundschaftsfahrten und EURO-TOUREN, die uns quer durch und manchmal auch bis ans Ende von Europa und die Welt geführt haben und ein unbeschreibliches Stück herausragender Motorradgeschichte im Zeichen von Demokratie und Völkerverständigung geschrieben und geleistet haben.
Wir danken all unseren Unterstützern und Schirmherren, welche diese großartige TOUR DE LA DÉMOCRATIE POUR L´EUROPE in den vergangenen 20 Jahren begleitet und unterstützt haben!

Wichtige Rufnummern
Hartmuth Gross 0171 264 5243
SG Deutscher Bundestag
Andreas H.E. Kimmel 0171 8300 307
Obmann Motorrad SG Deutscher Bundestag
Wolfgang Schmitz 0171 7828 448
Bundesverband der Motorradfahrer
Thomas Erben 0170 270 6614
Passat Reisen
Dr. Walther Rothschild 0152 225 34328
Ansprechpartner während der Tour

Team + Dank
TOURPLANUNG
Wolfgang Schmitz (Langenfeld), Andreas Biebrach (Dresden), Donatus Berchtold (Bonn), Winni Scheibe (Bad Arolsen), Andreas H.E. Kimmel (Wiesbaden), Hartmuth Gross (Selsters), Thomas Erben (Berlin), …

BESONDEREN DANK
Stephan Zänker – Weimarer Republik e.V., Dr. Philipp Neumann-Thein – Gedenkstätte Buchenwald, Pfarrer Bernd Schade – Berlin, Pfarrer Bernhard Stief – Nikolaikirche Leipzig, Sven Steinbrück – Haus der Weimarer Demokratie, Gerda Levers –
Deutsches Nationaltheater Weimar, Stadt Weimar, Stadt Eisenach, Pia Dahmen – Büro Bundesdatenschutzbeauftragter, Protokoll der Bundesstadt Bonn – ADAC Nordrhein, Stefan Krause – Johanniter Motorradstaffel, Rabbiner Dr. Walter Rothschild,
Blue Knights, allen beteiligten Hilfspersonen und die Tour begleitenden Kradstaffeln der
Länderpolizeibehörden u.v.a. m., ..

REISEABWICKLUNG
Thomas Erben, PASSAT Reisen Berlin

IDEE, KONZEPT & INITIATIVE
Andreas H.E. Kimmel, Wiesbaden/Potsdam

Charity
JohanniterKinderhospizdienst NORA
Unsere diesjährige Charity wird dem JOHANNITER KINDERHOSPIZDIENST NORA in Frankfurt (Oder) und im Landkreis Oder Spree zugutekommen. Jeder Biker-Freund und Mitfahrer ist aufgefordert, eine Spende ab EUR 40,00 zu entrichten, für die er auch eine
Spendenbescheinigung erhält!
Es ist das Anliegen des Johanniter Hospizdienstes, Familien mit schwerstkranken Kindern oder Jugendlichen, deren Lebenszeit krankheitsbedingt begrenzt ist, in ihrer häuslichen Umgebung zu unterstützen, zu betreuen, Trost zu spenden, Ermutigung zu geben und ihnen auf dem Weg des Abschiednehmens zur Seite zu stehen. Die Motivation ist die Erhaltung einer möglichst hohen Lebensqualität und Selbstbestimmung des Kindes oder des Jugendlichen innerhalb seiner Familie. Dazu übernimmt der Kinderhospizdienst praktische Hilfen in der Alltagsbewältigung,
bietet Beistand und psychosoziale Begleitung an. Die Unterstützungsangebote orientieren sich an den Bedürfnissen und Wünschen des kranken Kindes und seiner gesamten Familie. Geschwisterkinder sind ausdrücklich inbegriffen. Der Kinderhospizdienst bildet derzeit ehrenamtliche Mitarbeiter/innen aus. Mit Abschluss dieser Ausbildung steht der Dienst in Frankfurt (Oder) sowie dem Landkreis Oder-Spree voll umfänglich zur Verfügung. Der ambulante Hospizdienst finanziert sich vorrangig durch Spenden.

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Mahn- und Gedenkfahrt für die tödlich verunglückten Motorradfahrer Berlins und Brandenburgs am 6.10.2019

Ein wohltuender Beitrag über unsere kommende Veranstaltung. Weiteres zu Unfallzahlen im Gottesdienst.
#mahnundgedenkfahrt
#bikerpfarrer
#christ_und_motorrad
#christundmotorrad
#mogo
#mahn_und_gedenkfahrt
#Berlin
#Brandenburg

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Sermonelle 7.9.2019

Die innere Ruhe fehlt manchmal, sie will sich beim besten Willen nicht einstellen, was auch immer ich anstelle. Aber es gibt sie. Wenn ich Menschen begegne, die von innen heraus diese Ruhe ausstrahlen, die in sich selbst ruhen, dann spüre ich, wie weit ich von denen entfernt bin; wie weit ich von mir selbst entfernt bin. Schon wieder urlaubsreif, und es ist doch erst Mitte September.

Es muss andere Wege der Nachhaltigkeit geben, diese Haltung zu üben auch außerhalb der Ferien. Ich tanke mein Motorrad doch nicht nur auf Reisen, sondern gerade im Alltäglichen. Also muss es für die Seele im Alltäglichen Tankstellen geben, der Seele die notwendige Ruhe zuzuführen.

Das wird nicht auf der Flucht vor schwierigen Aufgaben geschehen, sondern im Annehmen dieser. Von Herzen demütig und sanftmütig sich selbst gegenüber sein, lautet die Übung, lauten die täglichen Exerzitien. Quod licet Jovi est licet Bovi: Lernet von Jesus!

Siehe, wer obstinat ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
(Habakuk 2,4)

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
(Matthäus 11,29)
Von Gott will ich nicht lassen,

denn er lässt nicht von mir,

führt mich durch alle Straßen,

da ich sonst irrte sehr.

Er reicht mir seine Hand;

den Abend und den Morgen

tut er mich wohl versorgen,

wo ich auch sei im Land.

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Der Herbert und der Xavier

Der Herbert, der kann gnadenlos gute Musik schreiben. Und der Xavier hat die begnadetste Stimme Deutschlands. Deswegen höre ich die Songs des einen so gern wie die des anderen. Wieso bin ich kritiklos gegenüber bestimmten Inhalten? Das bin ich ja sonst auch nicht!?

Du warnst, mit Musik werden Gefühle transportiert und mit ihnen Stimmungen, Befindlichkeiten, Einstellungen, Haltungen. Ja, denn sie gehören auch zu mir und werden stimuliert, intensiver, erlebbarer, bewusster. Macht „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“ mich zu einem Ostermarschierer, dann der Othello zu einem mauretanischen Feldherrn. Hast du Angst vor Menschen, die sich selbst gut kennen, vor reflektierten, aufgeklärten, mündigen und freien Bürgern? Dann – ich lächele dich freundlich an – sag mir, welche Musik du hörst oder besser nicht hörst.

Welche Musik ich gern höre? Die, wonach mir gerade ist.

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SERMONELLE 21.7.2019

Wir fordern Opfer, statt zu lieben. Wir opfern uns auf, statt zu lieben. Weil seit Kain unmissverständlich klar ist, dass der Ewige unseren Opfern das Wohlgefälligkeitszertifikat verweigert, holen wir es uns bei der Politik. Ohne wäre uns das Leben und kein Leben, wäre uns Gott nicht Gott…

Doch Derselbe spricht durch den Mund seiner Propheten:

Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.
(Hosea 6,6)

Nun bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1. Korinther 13,13)

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Sermonelle 18.7.2019

Es erfordert Kraft, Dinge hinzunehmen, weil man sie nicht ändern kann.
Es erfordert Kraft, sich von dazu besonders begabten Personen nicht ins Agieren zwingen zu lassen.
Es erfordert Kraft, zu verzichten.
Es erfordert Kraft, anderen den Vortritt zu lassen.
Es erfordert Kraft, zu deeskalieren.
Es erfordert Kraft, vernünftig zu sein.
Es erfordert Kraft, um der Liebe willen auf die Durchsetzung des Rechts zu verzichten.
Es erfordert Kraft, zuzuhören.
Es erfordert Kraft, geduldig zu sein.
Es erfordert Kraft, willentlich Unrecht zu leiden.
Es erfordert Kraft, die Strafe stellvertretend auf sich zu nehmen.
Es erfordert Kraft, den Kreislauf der Sünde zu brechen.
 
Der HERR ist geduldig und von großer Kraft, doch ungestraft lässt er niemanden.
(Nahum 1,3)
 
Erachtet die Geduld unseres Herrn für eure Rettung.
(2. Petrus 3,15)
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Nachfolge Christi

Buße tun heißt nicht, dass ich mich neu erfinde, sondern dass Gott mich neu erfindet.

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Tageslos

Als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da erfüllte die Herrlichkeit des HERRN das Haus Gottes.
(2. Chronik 5,13.14)

1) Nun jauchzt dem Herren alle Welt!
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
kommt vor sein heilig Angesicht.

2) Erkennt, dass Gott ist unser Herr,
der uns erschaffen ihm zur Ehr,
und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad
ein jeder Mensch sein Leben hat.

3) Wie reich hat uns der Herr bedacht,
der uns zu seinem Volk gemacht;
als guter Hirt ist er bereit,
zu führen uns auf seine Weid.

4) Die ihr nun wollet bei ihm sein,
kommt, geht zu seinen Toren ein
mit Loben durch der Psalmen Klang,
zu seinem Vorhof mit Gesang.

5) Dankt unserm Gott, lobsinget ihm,
rühmt seinen Namen mit lauter Stimm;
lobsingt und danket allesamt.
Gott loben, das ist unser Amt.

6) Er ist voll Güt und Freundlichkeit,
voll Lieb und Treu zu jeder Zeit.
Sein Gnad währt immer dort und hier
und seine Wahrheit für und für.

7) Gott Vater in dem höchsten Thron
und Jesus Christus, seinen Sohn,
den Tröster auch, den Heilgen Geist,
im Himmel und auf Erden preist.

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Die Sache mit der Torte

https://wp.me/p2oNbo-en

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Politea

Die Christdemokratie Deutschlands wird ein ähnliches Schicksal ereilen, wie es die Sozialdemokratie verdauen muss. Die fetten Jahre, die großen Tage sind vorbei auf unabsehbare Zeit. Ich bedauere dies; das kommt, weil ich mit diesen beiden Kräften nebst den Liberalen groß geworden bin. Und alt.

Die Ursachenforscher werden vielleicht betonen, alles habe nun mal seine Zeit. Und Zeit läuft ab und andere Kräfte übernehmen die politische Gestaltung. Das hat etwas für sich, vor allem ist dieses Denken und Interpretieren jenen sympathisch, die sich nicht lange bei Selbstzweifeln und -kasteiungen aufhalten wollen. Sie richten den Blick lieber in die Ferne, jwd.
Wem das jedoch zu fatalistisch klingt – Schuld und Schuldgefühle leben nämlich von der Hoffnung auf Erlösung und dem Glauben an die eigenen selbstheilenden Kräfte; und diese Herangehensweise ist sympathisch vor allem für Personen mit masochistischer Begabung – der wird erklären müssen, warum der Niedergang nicht trotz, sondern gerade wegen der bisherigen Haltung und Handlungsweise kam.

Wie dem auch sei, beides also findet vorerst sein Publikum.
Klar jedoch ist das Erstarken der Grünen auf Dauer. Auf Dauer unter der Bedingung, dass eine weitere politische Kraft ersteht, die sich als Gegenkraft zu grün präsentieren und behaupten kann. Die alten Verknüpfungen mit den Begriffen wie „links“ und „rechts“ und „Mitte“ taugen dann nicht und werden mit Inhalten neu gefüllt. Vorschläge dazu bestehen bereits und verdichten sich. Und weiter ist klar: auch wenn der Faschismus Teil europäischer Gene ist und immer wieder und allenthalben aufflackert, wird eine neue politische Struktur unfaschistisch sein. Zwangsläufig; denn Geschichte wiederholt sich nicht.

Uns Christen kommt wie stets die Aufgabe zu, das Wort Gottes in eine sich verändernde Welt hineinzusprechen. Verbum Dei manet in aeternam, Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

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Pentekostä

Religiöse Sprachverwirrung weckt Sehnsüchte nach einer Einheitssprache der Verständigung. Der dreieinige Gott jedoch macht sich in jeder Sprache verständlich.

Darum legten sie ab alle Furcht und Bedenken, alles, was sie behinderte und aufhielt; und sie erzählten freimütig von den großen Wundertaten Gottes bis auf den heutigen Tag.

Es ist nicht unangemessen, Pfingsten synonym für Reisewelle zu gebrauchen. Wie anders konnte sich das Evangelium sonst weltweit verbreiten? Heute bedient sich der Heilige Geist auch unserer neuen sozialen Medien in Wort, Bild und Klang. Und ist immer schon vor uns da. Die Begegnung zwischen Mensch und Mensch, diesseits von facebook und co, ist deswegen nicht obsolet geworden, sondern kostbar.

Beschirm die Obrigkeiten,
richt auf des Rechtes Thron, 
steh treulich uns zur Seiten;
schmück wie mit einer Kron
die Alten mit Verstand,
mit Frömmigkeit die Jugend,
mit Gottesfurcht und Tugend
das Volk im ganzen Land.

(Paul Gerhardt)

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unter schiedlich

Der Hauptunterschied zwischen Kippa, Kreuz und Kopftuch wird am jeweiligen Verzicht darauf deutlich.

Der Verzicht auf das Tragen einer Kippa, eines Kreuzes, ist in jedem Fall ungefährlich.
Der Verzicht auf das Tragen eines Kopftuchs nicht unbedingt.

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Fest des Lebens

#festdeslebens

#bikerpfarrer

#christundmotorrad

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Nolde und wir anderen…

Die Unterscheidung von Person und Werk ist eine christliche, ja biblische Einsicht.

Einerseits können Werke, Taten oder Kunstwerke durchaus als etwas böses betrachtet werden. Dennoch muss es eine Möglichkeit geben, auf die Person einzuwirken.

Und andererseits betont Florian Illies in der ZEIT vom 11.04.19 zurecht:
„Es wäre schön der Wahrheit Raum zu geben, dass leider auch niederträchtige Menschen höchste Kunst schaffen können. Das ist natürlich unbequem. Aber viel mutiger, als wieder damit anzufangen, Bilder abzuhängen.“

Im ersten Sinne geht es um die Würdigung der Person, zu deren Würde eben auch Buße und Besserung gehört. In Strafprozessen beispielsweise kann man das verifizieren.
Im zweiten Sinne geht es um die Würdigung, auch um die kritische Würdigung von Werken, um die künstlerische Freiheit und um das oftmals gar nicht störungsfreie Gespräch zwischen Werk und Schaffendem. Man darf Wagners Antisemitismus durchaus verurteilen unbeschadet der Tatsache, dass ohne seine Musik die Musikgeschichte sehr viel anders verlaufen wäre. Einerseits also geht es um die Rettung und Erlösung der Person, andererseits geht es um die Rettung und Befreiung der Kunst.

Der moderne Strafvollzug unter Absehung von Folter, Todestrafe und Aussichtslosigkeitserklärung ist richtungsweisend. Und Wagner und Nolde stehen auch nur für viele Beispiele, an denen persönliche Gebrochenheit transparent gemacht werden kann und muss. Die Unterscheidung von Werk und Person ist nicht nur eine biblisch begründete Einsicht, sondern auch eine historische Notwendigkeit.

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missio – miss you

Eine missionarische Kirche ist „nicht der Welt, sondern der übrigen Welt voraus“; so lautete ein Text aus der damaligen DDR. Heute hecheln unmissionarisch gewordene Kirchen der übrigen Welt hinterher. Zumindest in unseren Gefilden.
In Mitteleuropa.
Währenddessen zieht Jesus in Jerusalem ein, Ende und Anfang fest anvisiert:
#Karfreitag_for_future

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Lebt!

Denen aber,
die andere zu Opfern machen,
und denen,
die sich all zu gern als Opfer inszenieren,
rufen wir zu:

Mit dem Kreuzestod des Gottessohnes Jesus Christus ist der Opferstatus dauerhaft für obsolet erklärt.
Befreit euch von eurem sinnlosen Tun!
Lebt!

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Handreichung der ekbo zur Gemeindekirchenratswahl

Weil gerade hochemotional und zum großen Teil ohne Kenntnis der Texte über angeblich kirchliche „Gesinnungsschnüffelei“ oder „Stasi-Methoden“ anlässlich der kommenden Wahlen zum Gemeindekirchenrat geredet wird:
1. Der Text der kirchlichen Verlautbarung der ekbo findet sich hier:
2. handelt die Kirche rechtzeitig aus Verantwortung gegenüber ihrer eignen Vergangenheit der 1930er Jahre in dem Wissen darum, dass die Gleichschaltung der Kirchen und die ideologische Ausrichtung zentral über die Besetzung gemeindeleitender Ämter geschah
3. gibt sie in Zeiten schwieriger werdender Gewinnung geeigneter Ehrenamtlicher für kirchliche Leitungsämter eine Orientierung heraus, die auf der Änderung ihrer Grundordnung (Art. 19,1) aus dem Jahre 2013 fußt.
4. ist es eines der Verdienste der jetzigen Kirchenleitung der ekbo, innerhalb der EKD in besonders deutlicher Weise auf die Gefahren unseres Gemeinwesens von Seiten rechtsradikaler Kräfte hingewiesen zu haben.
5. bin ich froh, wenn auch ansonsten in der Gesellschaft überall dort, wo auf demokratische Weise Vorstände und Verantwortungsträger zur Wahl stehen, ähnliche Kriterien mit Blick auf menschenfeindliche Ziele selbstverständlich zur Anwendung kommen.
6. Als „menschenfeindlich“ im Sinne der Grundordnung der ekbo gelten Worte und Taten, die Menschen oder
Menschengruppen, „aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ herabwürdigen, diffamieren oder bedrohen.
Diese Aussage ist allgemein gültig formuliert.
7. benennt die Handreichung selbst auch Beispiele, die ihre Anwendung gerade nicht möglich machen.
Lesen!
Und dann argumentieren (ihr kennt das ja…)
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Das politische Christentum 3

SCHULDÜBERNAHME

Weil es Jesus nicht um die Proklamation und Verwirklichung
neuer ethischer Ideale, also auch nicht um sein eigenes Gutsein (Matthäus 19, 17), sondern allein um die Liebe zum wirklichen Menschen geht, darum kann er in die Gemeinschaft ihrer Schuld eintreten, sich mit ihrer Schuld belasten lassen.

Jesus will nicht auf Kosten der Menschen als der einzig Vollkommene gelten, will nicht als der einzig Schuldlose auf die unter ihrer Schuld zugrunde gehende Menschheit herabsehen, will nicht über den Trümmern einer an ihrer Schuld gescheiterten Menschheit irgendeine Idee eines neuen Menschen triumphieren lassen. Er will sich nicht von der Schuld freisprechen, unter der die Menschen sterben. Eine Liebe, die den Menschen in seiner Schuld allein ließe, hätte nicht den wirklichen Menschen zum Gegenstand.
 
Als im geschichtlichen Dasein des Menschen verantwortlich Handelnder wird Jesus schuldig. Es ist allein seine Liebe, die ihn schuldig werden läßt. Aus seiner selbstlosen Liebe, aus seiner Sündlosigkeit heraus tritt Jesus in die Schuld der Menschen ein, nimmt sie auf sich. Sündlosigkeit und Schuldtragen gehören in ihm unlösbar zusammen.
Als der Sündlose nimmt Jesus die Schuld auf sich, und unter der Last dieser Schuld erweist er sich als der Sündlose. In diesem sündlos-schuldigen Jesus Christus hat nun jedes stellvertretend verantwortliche Handeln seinen Ursprung.
 
Dietrich Bonhoeffer
Quelle:
Ethik, DBW Band 6, Seite 275f
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Das politische Christentum 2

„Christinnen und Christen setzen als öffentliche Kirche ihre jeweiligen religiösen Überzeugungen und theologischen Ansätze der Kritik aus. Im Unterschied zu religiös fundamentalistischen Argumentationsmustern, die sich gegen kritische Einwürfe immunisieren, ermöglicht die öffentliche Kirche religiöse Ideologiekritik. Diese Kritik trägt zur religiösen Wahrheitssuche bei. Die Zivilgesellschaft würde verarmen und die Zukunft des Sozialen gefährden, wollte man diese Kritik aus dem öffentlichen in das private Leben verbannen.“

http://gsimon.de/salz-der-erde-licht-der-welt-martin-vetter-zu-kirche-und-oeffentlichkeit/

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Das politische Christentum 1

„Die Schrift sagt uns, dass der Staat nach göttlicher Anordnung die Aufgabe hat, in der noch nicht erlösten Welt, in der auch die Kirche steht, nach dem Maß menschlicher Einsicht und menschlichen Vermögens unter Androhung und Ausübung von Gewalt für Recht und Frieden zu sorgen. Die Kirche erkennt in Dank und Ehrfurcht gegen Gott die Wohltat dieser seiner Anordnung an. Sie erinnert an Gottes Reich, an Gottes Gebot und Gerechtigkeit und damit an die Verantwortung der Regierenden und Regierten. Sie vertraut und gehorcht der Kraft des Wortes, durch das Gott alle Dinge trägt.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als solle und könne der Staat über seinen besonderen Auftrag hinaus die einzige und totale Ordnung menschlichen Lebens werden und also auch die Bestimmung der Kirche erfüllen.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als solle und könne sich die Kirche über ihren besonderen Auftrag hinaus staatliche Art, staatliche Aufgaben und staatliche Würde aneignen und damit selbst zu einem Organ des Staates werden.“

Barmer Theologische Erklärung 5

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