Interview

Mit Gott auf dem Sozius, denn „wir brauchen alle Schutz von oben“

„Warum geben wir dem Bösen soviel Raum, wenn wir es doch hätten besser machen können.“ – Gespräch mit dem Berliner Motorradpfarrer, Bernd Schade, über seine Tätigkeiten als Motorradpfarrer, Gott und die Welt.

Motorradpfarrer Bernd Schade /Foto: BS
Motorradpfarrer Bernd Schade /Foto: BS

Bernd Schade aus Berlin ist von Kindesbeinen an leidenschaftlicher Biker und frommer Christ. Diese Kombination ist nichts Außergewöhnliches: Laut dem evangelischen Pfarrer, sind Motorradfahrer insgesamt ein sehr „gläubiges Völkchen“. Aber Motorradpfarrer sind weltweit eine Rarität. In Deutschland stellt die Kirche immerhin die Rahmenbedingungen für diese besondere Berufung bereit. Im Folgenden spricht Spezialinfo mit Herrn Schade über das Motorradfahren, den Glauben an Gott, Seelsorge, Terror und politische Krisen.

SpIn: Sie sind selbst begeisterter Biker. Seit wann und wie kam’s?

BS: Meine Begeisterung fürs Motorrad besteht quasi schon mein Leben lang. Manifestiert wurde sie, als mein älterer Cousin mich als kleinen Steppke einmal auf dem Tank seiner Kreidler ein Stück mitnahm. Seither wusste ich, was ich heute folgendermaßen beschreiben würde: Ich fahre Motorrad, weil ich als Motorradfahrer gewollt bin.

SpIn: Welche Maschine fahren Sie zurzeit?

BS: Eine Triumph 800 XC Tiger, also eine Reiseenduro.

SpIn: Sind Sie in einem Motorradclub?

BS: Nein, ich gehöre zur Gruppe „Christ und Motorrad“, und das schon seit 1993. Aber das ist kein Club, sondern eine christliche Gruppe. Als ich dazu stieß, bestand die Gruppe aus 7 Personen; heute sind wir ca 120 motorradfahrende Männer und Frauen.
Als Beauftragter der Landeskirche für Motoradfahrer treffe ich mich darüber hinaus auch mit anderen Motorradgruppen, die eben nicht christlich sind, Clubs, Fahrgemeinschaften, etc.

SpIn: Wie haben Sie zu dem Glauben gefunden?

Wenn Sie so wollen, habe nicht ich zum Glauben, sondern hat der Glaube zu mir gefunden.

SpIn: Wollten Sie schon immer Pfarrer werden?

BS: Vermutlich ja, ich stamme aus einem kirchlich geprägten Hause. Kirche war für meine Familienteile immer ein Bezugspunkt durch alle Wirren und Veränderungen hindurch, die Deutschland geprägt haben. So lag es schon in meiner Wiege, der Freiheit, die Menschen bei Gott finden können, in meinem Leben Ausdruck zu verleihen. Nichts desto trotz habe ich aber eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Kfz-Mechaniker. Mundwerk und Handwerk gehören schließlich zusammen.

SpIn: Wieso Motorradpfarrer, gibt es auch einen Pfarrer für Fahrradfahrer, LKW-Fahrer, Lokführer etc.?

BS: Das liegt an den Motorradfahrern selber, die sich zusammenfinden, um für sich um göttlichen Beistand nachfragen. Wir scheinen ein – wie immer – religiöses Völkchen zu sein. Motorradfahren vermittelt einem sehr oft ein Gefühl unbändiger Lebensfreude, ja ist selbst ein Ausdruck davon. Andererseits besteht auch ein hohes Gefahrenpotential. Wer um beides weiß, erkennt, dass wir eben nicht alles in unserer eigenen Hand haben und auf Schutz von „oben“ angewiesen sind.
Eine gewisse Nähe besteht zu den Brummifahrern, die einsam ihre Straßen fahren, erfüllt von einer Sehnsucht nach Weite, nach Landschaft, nach Unterwegssein; und wiederum mit einer Sehnsucht nach Heimat. Nach einer Heimat, die auf Dauer ist. Diese Sehnsucht in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit, die teilen wir Biker. Und wir ahnen, ja wissen, das beide Sehnsüchte in Gott zusammenkommen.

SpIn: Sind Sie der einzige Motorradpfarrer, bundesweit, weltweit?

BS: Nee, beileibe nicht. Die kirchlichen Strukturen in Deutschland ermöglichen es, Kolleginnen und Kollegen mit dieser besonderen Berufung eben auch mit einem besonderen Auftrag zu versehen. Weltweit sieht das etwas anders aus, da hängt das eher am persönlichen Engagement der Pfarrer.
Aber eines ist überall gleich: Biker verstehen sich, wo immer sie einander begegnen.

Motorradpfarrer Bernd Schade /Foto: BS
Motorradpfarrer Bernd Schade /Foto: BS

SpIn: Was macht einen Motorradpfarrer aus, bzw. inwiefern unterscheidet sich Ihre Arbeit von der anderer evangelischer Geistlicher?

BS: Motorradfahrer kommen zusammen auf der Basis eines gemeinsamen Interesses, des Motorradfahrens. Alles andere kann sich dann auf dieser Grundlage entfalten. Religiöses oder säkulares. Kirchengemeinden haben eine andere Gemeinschaftsstruktur, die formale Basis ist die Gemeindezugehörigkeit, auf der sich alles weitere entwickeln kann. Die Gruppe Christ und Motorrad z. B. ist keine Gemeindegruppe, sondern grundsätzlich in jeder Hinsicht offen. Im Raum der Kirche repräsentiert sie die Welt, die nicht kirchlich ist. Im Raum des Säkularen, also außerhalb der Kirchenmauern zeigt sie, dass Christen eben auch in öffentlichen Räumen selbstverständlich und präsent sind. Und dies nicht durch besondere Aktivitäten, sondern schlicht durch ihre Zugehörigkeit zu beiden „Welten“.

SpIn: Wie sieht eine Motorradmesse aus?

BS: Unsere Gottesdienste? Immer wieder anders. Wir haben keine verbindliche Liturgie, sondern setzen ein, was der jeweils zusammenkommenden Gottesdienstgemeinde gut tun könnte. Das ermitteln wir am besten in Vorbereitungsteams, die aus dem Kreise der Motorradfahrer selbst stammen. Allerdings ungesegnet kommt niemand on the road again.

SpIn: Welche Motorradclubs kommen zu ihren Messen? Auch Hells Angels und Bandidos?

BS: Zu der traditionellen Mahn- und Gedenkfahrt und dem Gedenkgottesdienst für die tödlich verunglückten Motorradfahrer der zurückliegenden Motorradsaison kommen alle, denen das Ermahnen und Gedenken wichtig ist. In meinen Bikergottesdiensten gibt es keine Zugangsbeschränkungen.
Die kirchliche Arbeit mit Motoradfahrenden hat begonnen als Rockerarbeit; später hat sie sich geöffnet für alle Motoradfahrer. So soll es bleiben. Übrigens kannte auch Jesus keine derartigen Beschränkungen. Das Reich Gottes steht allen offen.

SpIn: Bei einer Messe hatten Sie zum vorsichtigem Fahren geraten. Nehmen andere Verkehrsteilnehmer zu wenig Rücksicht auf Motorradfahrer? Zum Beispiel indem sie den Sicherheitsabstand nicht einhalten?

BS: In einer??? In jeder!
Wie man sich selbst immer wieder disziplinieren muss, damit die Pferdestärken kontrolliert freigesetzt werden können, so muss man auch mit überraschendem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen. Wachsam, vorausschauend, vorausahnend, defensiv – so muss der Biker fahren. Das A&O für uns ist die regelmäßige Teilnahme an mindestens einem Fahrsicherheitstraining pro Jahr. Zügellosigkeit soll keinen Platz auf öffentlichen Wegen finden; wer sich austoben möchte, darf sich gerne zu entsprechenden Veranstaltungen auf den Rennstrecken Europas anmelden.

SpIn: Wie spenden Sie den Angehörigen Trost, die jemanden durch einen Motorradunfall verloren haben? Was sagt man in so einer Situation?

BS: Ich höre zu. Ich höre denen zu, die ihren Schmerz mit jemandem teilen möchten, der versteht, worum es geht.

SpIn: Sie haben nach dem Terroranschlag an der Gedächtniskirche in Berlin Seelsorge geleistet. Können Sie die Situation beschreiben?

BS: Wir alle haben die Bilder gesehen, nicht nur die vom Breitscheidplatz, auch die von Ankara, Istanbul, Aleppo, Kobane. Ich will mich an solche Bilder nicht gewöhnen. Vor Ort, wenn man Hilfe leisten darf und kann, entstehen andere Bilder. Ich habe gesehen eine bemerkenswert professionelle Umgehensweise der verschiedenen Einsatzkräfte. Das war vis a vis vom LKW ein heilsames Bild. Und es gilt: wer sich für Notleidende engagiert, also wirklich und praktisch hilft und anpackt, sieht den Menschen, wie er ist: angewiesen, heilsbedürftig.
Ich habe auf dem Breitscheidplatz auch Leute gesehen, die angesichts des Leides und des Chaos sich nicht entblödeten, Selfies zu schießen. Um in den „sozialen“ Medien Bilder zu erzeugen, die niemanden zum Heilen animieren. Das sind dann keine wohltuenden Bilder. Von denen haben wir genug.

SpIn: Wie gehen Sie mit Menschen um, die gerade einen nahen Angehörigen durch solch ein schreckliches Attentat verloren haben?

BS: Ich höre ihnen zu.

SpIn: Und die allgegenwärtige Frage: Warum lässt Gott so etwas zu?

BS: Der Gott, der all das Böse in der Welt zulässt, ist derselbe Gott, der auch das Gute nicht verhindert. Und die Frage geht gleich an uns weiter, warum wir dem Bösen so viel Raum geben, wo wir es hätten besser machen können?

SpIn: Waren Sie schon Mal bei vergleichbar dramatischen Situationen dabei?

BS: Ich bin seit 2000 Notfallseelsorger und habe vieles gesehen und gehört. Ich mache mich nicht zum Publikum, das unterschiedliche Dramen bewertet. Sondern ich helfe, wo ich kann.

SpIn: Sind Sie schon Mal vom Glauben abgekommen?

BS: Nein, wie geht das? Mein Glaube hat sich verändert, ist quasi mit mir gewachsen, hat sich an manchen Stellen wundgerieben, ist geheilt worden. Von bestimmten Zielsetzungen bin ich abgekommen, sicherlich, aber das ist ja nix besonderes, sondern ein Produkt des Glaubens selber.

SpIn: Stichwort Flüchtlingskrise: Wie sollte man als Christ und überhaupt als Mensch damit umgehen?

BS: „Umgehen“ ist ein falsches Wort dafür, ein ganz falsches Wort. Hingehen ist viel besser. Unbefangen und in aller inneren Freiheit hingehen, schauen, sich einsetzen. Dann erkennt man jenseits aller Idealisierungen die konkreten Chancen und Grenzen.

SpIn: Rechte Bewegungen und Parteien haben in den letzten Jahren in Europa und den USA viel Aufwind bekommen. Halten Sie so etwas wie ein 4. Reich oder gar einen europaweiten rassistischen Faschismus für möglich?

BS: Nicht nur dort, tief im Westen. Es scheint ein weltweites Phänomen zu sein. Putins Russland darf man hier nicht außen vor lassen in einer nüchternen Betrachtung. Ebenso nicht die Radikalen unter den Islamisten.
Wir stehen – o, mein Gott, ich dürfte das nicht sagen – weltweit am Scheideweg: entweder a) zerfleischen wir uns selbst, oder b) wir erkennen, dass die Menschheit, um zu überleben, zusammenrücken muss: die Fragen der Ressourcen, der Wasserverteilung, des bestehenden Klimawandels… haben Priorität. Höchste Priorität.

SpIn: Wie soll man sich aus christlicher Sicht in der Situation verhalten?

BS: So, wie wir Christen das schon immer taten: das biblische Zeugnis hat die weltweite Ökumene – also die Gemeinschaft der Kirchen – dazu bewegt, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Let’s do it again!

SpIn: Wünsche für die Zukunft?

BS: Dass wir behütet und bewahrt bleiben.

Vielen Dank für das Gespräch, wir wünschen weiterhin viel Engagement, Erfolg und eine sichere Fahrt!

Das Gespräch führte Jennifer Gregorian, Herausgeberin und Chefredakteurin von Spezialinfo
in:
http://www.spezialinfo.com/motorradpfarrer-biker-gott-seelsporge-terror-politische-krisen/

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Veranstaltungshinweise für Motorradfahrer

findet ihr hier:
https://bikerpfarrer.wordpress.com/veranstaltungshinweise-fuer-motorradfahrer-2017/

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​Der Freundeskreis besucht Obrawalde und Meseritz 

Nach fast einem Jahr der Planung und Organisation, die hinter uns lag, ging es für den „Freundeskreis Gedenkort Alter Anstaltsfriedhof“ am Samstag, den 24.9.2016 auf eine erste gemeinsame Fahrt nach Polen seit seiner Gründung im Juni 2015. Genauer gesagt sollten die Ziele Obrawalde und Meseritz heißen. 
Warum wir uns gerade für diese Ziele entschieden haben ist schnell berichtet. In die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde, im heutigen Polen gelegen, wurden ca. 2000 Opfer der Euthanasie, die auch vor den ehemaligen Wittenauer Heilstätten (später Karl – Bonhoeffer – Nervenklinik) nicht halt gemacht hat, von dort deportiert und umgebracht. 

Noch heute kündet davon in Obrawalde ein im Jahr 1975 eingerichteter Raum des Gedenkens. Bei einem Vortrag durch Lukasz Paczkowski, Medizinhistoriker, der sich mit der Geschichte der NS – Zeit vor Ort befasst erfuhren wir im Kinosaal, was hier mit den Menschen passierte. Wir hörten dabei von Rassenhygiene und Genetik und wie es aus diesem Denken heraus zur Euthanasie kommen konnte. 
Besonders beeindruckend war es zu hören, dass das ansässige Klinikpersonal erst „normal“ hier arbeite. Später änderte sich das Denken und das Personal der Klinik brachte in ihrer Tätigkeit als Arzt oder Pfleger  andere Menschen um, die nach ihrem Denken nun „lebensunwert“ waren. Diese Frage treibt Lukasz Paczkowski bis heute um und er bemüht sich dieser Problematik durch seine Arbeit vor Ort näher zu kommen und dem Gedenken Raum zu geben. 

Es wurde berichtet, dass die Menschen hier durch Medikamente zu Tode kamen. Vom Ärztepersonal wurde in dieser Zeit wenig Widerstand geleistet. Wer sich dennoch traute Widerstand zu leisten, wurde sofort von seiner Arbeit entbunden. 
Im Gedenkraum konnten wir auf großen Bannern von Orten lesen aus denen Menschen hierher kamen. Auch Wittenau war hier aufgeführt. Nach der Besichtigung des Gedenkraums, einem Eintrag ins Gästebuch, dem Übergeben eines kleinen Dankes ging es weiter im Bus. Wir kamen bei der kurzen Fahrt an einem Mahnmal auf dem Gelände vorbei, wo wir kurz halt machten. Anschließend ging es für uns aber zum authentischen Ort – dem Friedhof auf dem Klinikgelände weiter. Hier legten wir einen Kranz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, des „Freundeskreises Gedenkort Alter Anstaltsfriedhof Berlin – Wittenau“ ab. Auch der Verein der Verfolgten des Naziregimes (VVN Reinickendorf) beteiligte sich mit einem Gesteck daran. Jede der Gruppen kam kurz zu Wort und erläuterte, warum diese Kranzniederlegung an diesem Ort so wichtig ist. Wir standen während der Niederlegung gegenüber eines Massengrabes, das wir später auch noch auf Bildern eines Filmes sahen.
In Wittenau ist es leider bisher noch immer nicht möglich an dem Ort von wo die Patienten deportiert worden sind und damit an einem Zentralen Ort den auch der Friedhof widerspiegelt dem Gedenken Raum zu geben. Dies ist ein zentrales Ziel, das der Kreis mit einem Gedenkort jedoch erreichen möchte. Da unsere Zeit knapp bemessen war und wir einiges sehen wollten ging es nach dem Friedhof zurück in den Bus und wir fuhren nach kurzer Besichtigung der Kirche ins nicht weit entfernte Meseritz. 
Nach einer Mittagspause besuchten wir das dortige Museum, dass sich auf einem burgähnlichen Gelände befand und wurden vom Museumsleiter Andrzej Kirmiel begrüßt. 

Wir sahen uns in den Museumsräumen einen Film vom RBB über das Gelände in Obrawalde an, erfuhren später etwas über die neue Ausstellung: „Deutsche und andere Bewohner von Meseritz“. Bevor Fragen beantwortet werden konnten begrüßte uns jedoch noch Frau Zofia Plewa vom Landratsamt. Sie dankte unserm Kreis für sein Kommen nach Meseritz und Obrawalde und wünschte sich vor allem einen regen Kontakt zwischen uns. Zum Schluss ihrer kleinen Rede wünschte sie uns dann noch eine gute Zeit und freute sich, dass wir Interesse am Kleinod des Museums in Meseritz und der Stadt hatten. Diese Worte erfreuten unseren Kreis sehr und wir waren angetan, dass sogar die Politik auf uns aufmerksam gemacht wurde. Auch ein Besuch der Museumsräume war noch möglich nach dem auch hier ein kleiner Dank nicht fehlen durfte. Ich denke, der Eindruck dieser Fahrt mit allem Erlebten vor allem aber der großen Gastfreundschaft und dem weitergeben von Traditionen, die wir bei der Niederlegung der Kränze erlebten wird bei den Fahrtteilnehmern nachwirken und uns darin bestärken uns auch weiterhin gegen ein Vergessen in Wittenau einzusetzen und den Angehörigen endlich einen Ort der Trauer zurückzugeben.   

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Zum Reich Gottes

Denen in Aleppo wäre das Reich Gottes Essen und Trinken.
Denn das haben sie gerade nicht. Na ja gut, 2Mio – Menschen meine ich – sind auch nicht die Welt. Und die anderen Hungergebiete stehen nicht im Zentrum medialen Interesses. Hunger verkauft sich schlecht.
Den Hunger der Habenichtse zu tolerieren, weil der Hunger der Reichen unstillbar ist, gehört zu den ganz großen Themen und Dramen der Menschheitsgeschichte. Und keine Revolution ist davor gefeit, die eigenen „Kinder zu fressen“.

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken.
Um das zu besprechen sollte man
1. an einem gedeckten Tisch sitzen,
2. man sollte bewusst essen und trinken, also die Gaben segnen.

Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Friede.
Ach ja, das kann sogar Spaß machen.
Und stärken.
Nicht die eigenen Kinder fressen.
Schon gar nicht über Tische.
Sondern bilden.
Vorbilden.
Angstfrei.
Und gastfrei.

„Segne, Vater, diese Speise uns zur Kraft und DIR zum Preise.
Segne uns durch Jesum Christ, der der Erst und Letzte ist.“

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Die Straßen Albaniens

Die Straßen dort können manchmal eine echte Herausforderung sein. Und sie verlangen ein Höchstmaß an Konzentration und Fahrvermögen.

In der Tat war ich in puncto Fahrzeugbeherrschung nie fitter als am Ende der Reise.

Es gab keine brisante Situation, in welcher man sich einen Schutzengel gewünscht hätte. Für letzteres bin ich besonders dankbar.

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*thinkaboutthat!*

Kopftuch? Burka?

Hab ich in Albanien nicht gesehen.

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Konvertiten

​Konvertieren in Albanien?

Welche Frage, egal, wohin.

Religiös-verschiedene Ehen in Albanien?

Welche Frage.
Vermutlich war das restriktiv-säkulare, streng laizistische  Herrschaftssystem Schuld daran, dass die Albaner sich in gewisse Dinge nicht haben reinreden lassen wollen.

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ALB

Das Belogen-werden und Betrogen-werden gehört zur Geschichte Albaniens. Nicht jedoch zur Kultur der Albaner.

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​Und die Waffen, ja…

 (Wer wollte noch mal eine Kalaschnikow mitgebracht haben?)

Der private Waffenbesitz mag den in den USA übertreffen. Wer weiß das schon so genau. Als Problem wird das am ehesten auf religiös-ethischer Ebene diskutiert. Und, wenn es um einen Makel Albaniens geht: Kanun, die Blutrache. Sie bezieht eine ganze Sippe in ein Satisfaktionsgeschehen mit ein, und zwar für die Dauer von 50 Jahren. Auf der konstruktiven Seite dieses seltsamen Phänomens steht: eine ganze Sippe wird behaftet für die Missetat eines Einzelen aus ihrem Kreise. Also hat die Sippe dafür zu sorgen, dass der Einzelne nicht außer Kontrolle gerät. Auf der Negativseite dieses seltsamen Phänomens steht: das individuelle Strafrecht wird ausgehebelt.
Was fehlt in Albanien?

Eine Regierung, ein Staatswesen, welches Kanun überflüssig macht; eine politische Ordnung, die nicht von ausgesprochen hoher Korruption, sondern vom Vertrauen der Wähler getragen ist.

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​Albanische Polizei

Auf allen Straßen siehst du sie, so viele, wie sonst nirgends. 

Dickliche Polizisten mit wichtiger Kelle in der Hand.

Sie winken raus, was die Kelle klickt.

Vor allem albanische KFZ.

Vor allem keine albanischen LuxusKFZ.

Vor allem keine Touries.
Warum denn das nicht?

Warum nicht, wie in anderen Ländern, den saftigen westlichen Braten schnappen?
Na ja, man weiß ja nie, ob die sog. Ausgeschlossenen (ich hjätte fast gesagt: Heiligen) nicht doch gute Kontakte nach weiter oben haben. Und die da oben haben was dagegen, wenn man was gegen ihre Freunde… 
Korruption und Behördenwillkür – daran leiden die Menschen in Albanien am meisten. 

Platz zwei: Daran, dass das von außen einfach nicht gesehen wird.
Ich sage:

Hinfahren, Menschen begegnen, mit ihnen ins Gespräch kommen: Du wirst gute Freunde finden. Und du wirst schnell realisieren, worauf es wirklich ankommt.
Ich bin dankbar für die Reise, die Kontakte, und für die weitzere Planung einer (bescheidenen) Future Albania.
MEHR DAZU IN DIESEM THEATER

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​Der Ruf des Muezzin in Albanien

Doch, gehört habe ich ihn; aber nicht so zudringlich wie in der Türkei oder in Jordanien, und nicht so ein Gejaule wie in Jerusalem (Ost).

Religion kann man eben dezent öffentlich ausüben. 

Alternative: politisch; (aber darüber freuen sich dann ja vor allem die jeweiligen Götzenbilder am allermeisten)

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bauchspeckreduziert

​3 Kilo abgenommen in den 16 Tagen Albanientour. 3 Kilo sind immer noch zu viel drauf. Am liebsten würde ich das Moped packen und… Hat jemand ein attraktives Reiseziel für mich?

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Behütet und durchgefroren. 

Unsere Albanienreise ist zuende. Wir sind sehr dankbar für das Erlebte und für die neuen Freunde.

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Noch…

… gut 400 Kilometer. Bislang nur Regen und Starkregen. Es nervt.während Deutschland Sommer genoß, war unsere Albanienreise von Regen durchsetzt. Eigentlich untypisch für Süd und Südosteuropa im September. 

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Albanienfahrt – der vorletzte Tag

Joch und Jöcher: Penser Joch, Jaufenpass, Timmelsjoch und reichlich kleine Passlein. Richtig Ballett gemacht. Der Alpenkamm war bitter kalt.Bin nun in GAP. Und schwermütig. Comin down is da hardest thing. 

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Trepponti

Ich bin glücklich in Comacchio gelandet. Trepponti ist das Wahrzeichen des Städtchens. Die Gruppe hat sich erneut geteilt. Auf unterschiedlichen Wegen wollen wir Berlin erreichen, wo wir alle wieder zusammen kommen. 

Wir Albanienfahrer und -fahrerinnen

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Ancona

Kaum in bella Italia, erwischt uns das keinen-Meter-mehr-weiter-Wetter

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bin so frei 

https://plus.google.com/+BerndPfarrerSchade/posts/Rj8jr2qfxWg

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„Chris De Burgh – Don’t Pay The Ferryman“

https://www.youtube.com/shared?ci=wTGZamLDUzA

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Warten auf die Autofähre mit Schleiermond

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Schlafende Hunde wecken? 

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Igoumenitsa, laut wuselig und stressig

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So, das musste mal sein 😝

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nach Seesong

Das erste Mal in meinem Leben bin ich nun in Griechenland.

To go, quasi.

Bulgarien, Norwegen und Irland fehlen mir noch auf der europäischen Landkarte. Ich bin und bleibe überzeugter Europäer. Wenngleich man vieles wirklich besser machen könnte, gesetzt, man wollte.

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Gestern noch – ach wäre es heute 

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Zufrieden

Aufbruch von Butrint. Letzter Tag in Albania. Für dieses Mal!

FUTURE ALBANIA 

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ionisch aktiv

Das Mare Ionium bei Ksamil ist warm, klar, salzig, badewannig.

Ich bin ja froh, dass ein Teil der Reisegruppe nach Norden gefahren ist, weil so Meer Wasser für uns blieb. Ich bin für die anderen mitgeschwommen. 

Und nein: ich habe heute leider kein Foto für dich.

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Nicht.mit.uns!                   Schluss. Ende. Aus! | S’ka problem! – albanien.ch

http://www.albanien.ch/une/blog/1623

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a part 

https://plus.google.com/+BerndPfarrerSchade/posts/bkkiz7mfGo1

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Süden

Butrint liegt an der Grenze zu Griechenland. Das bedeutet, dass sich das Smartphone entweder ins albanische Telefonnetz einloggt oder ins griechische. Meines wählte das griechische. Und der Wecker riss mich aus den Träumen eine Stunde eher. So beginnt ein schöner Tag beschissen. Ich werde noch ein paar TShirts waschen und mich dann wieder ufs Öhrchen hauen. Sollen die anderen doch im Ionischen Meer planschen und Korfu erblicken…

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