SERMONELLE 4.4.2018

„Ich glaube an…“ trägt den Zweifel schon in sich.
Es ist der Wunsch, der Glaube daran, dass … geschieht, … geschehen möge.
„Ich glaube an…“ sagt eines mit Sicherheit: „Ich weiß, dass noch nicht„.
An was glaubst du denn? An ein Leben nach dem Tod? An die Liebe? An Gott?

„Ich glaube dir“ ist schon etwas näher dran. Glauben wird vertrauen, wird hoffen, wird zu-trauen. Forderung liegt in der Luft. Und Wagnis.

Volle Freiheit gehen gläubige Menschen, die Gott glauben. Nicht ihm, sondern ihn, wenn ihr Glaube Gott verwirklicht, Gott wirklich sein lässt. So entsteht, was zuvor nicht ist: Innigkeit, Gotteskindschaft, Ewigkeit. Solange nur ein Mensch in der Welt so glaubt, ist Gott in der Welt.

Du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.
(Psalm 63,8)

Wer aus Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
(1.Johannes 5,18)
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SERMONELLE 3.4.2018

Not lehrt beten. Und fluchen.
Und nah beieinander wohnt beides.
Im Behandlungszentrum für Folteropfer weiß man darum.
Und man weiß es zu beurteilen.

Einem gläubigen Menschen eröffnet sich in der Not ein Freiraum, ein Erwartungshorizont, ein Ereignishorizont, in den Ruhe zu finden die Seele hineinspringt. In dem sie zu sich selbst kommt. In den hinein sie umkehrt zur Erlösung, der Not den Rücken kehrend, zeitweilig jedenfalls. Fluchen und beten sind Ausdruck von Zugewandheit.

Wem? – das ist die entscheidende Frage.
Dem, der die Not kennt, der den Tod erlitt.
Der auferstand.

Sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not über sie kommt, sprechen sie: »Auf und hilf uns!«
(Jeremia 2,27)

Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr leitet?
(Römer 2,4)

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SERMONELLE 2.4.2018

Das Abendmahl ist kein Symbol, es steht für nix anderes, es ist das Eigentliche, das Ereignis, die Zueignung: Gott für dich. Wir feiern es; wir erschaffen es nicht, wir erwirken es nicht, wir vermitteln es nicht; wir feiern es. Unvermittelt stellt er sich ein, der „Ich-bin-für-dich-da“.
Darum ist es nicht gebunden an die Würdigkeit der Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber. Nicht gebunden an die innere Bereitschaft der Empfangenden; auch der Verräter war nicht ausgeschlossen. Sondern es ist gebunden an die Gegenwart Gottes.

Ich habe des nachts wach gelegen; die Wirkung des Opiats ließ nach und der Schmerz des Krebsfraßes – unliebsamer Gefährte der letzten Wegstrecke – stellte sich ein.
Ich hätte früher auf mich Acht geben sollen, so wälze ich mich in Reue und Schuld.
Ich will anderen keine Last sein, der ich so viel Freude am lichten Tag verbreitete.
Ich will  am Ende nicht allein sein.

Abide with me, fast falls the eventide!
The darkness deepens Lord, with me abide.
When other helpers fail and comforts flee
Help of the helpless, oh, abide with me.

Swift to its close ebbs out life’s little day
Earth’s joys grow dim, its glories pass away
Change and decay in all around I see
O Thou who changest not, abide with me:

I fear no foe, with Thee at hand to bless
Ills have no weight, and tears no bitterness
Where is death’s sting?
Where, grave, thy victory?
I triumph still, if Thou abide with me.

Hold Thou Thy cross before my closing eyes
Shine through the gloom and point me to the skies
Heaven’s morning breaks, and earth’s vain shadows flee
In life, in death, o Lord, abide with me.

Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.
(Psalm 22,3)

Die Jünger sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.
(Lukas 24, 29)
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SERMONELLE 1.4.2018

siehe
Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Erscheinung war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erbebten aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern: Er ist auferstanden von den Toten. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.

Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.

Als sie aber hingingen, siehe, da kamen einige von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und die kamen mit den Ältesten zusammen, hielten Rat und gaben den Soldaten viel Geld und sprachen: Sagt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Und wenn es dem Statthalter zu Ohren kommt, wollen wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu fürchten habt

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SERMONELLE 31.3.2018

R.I.P.
Die Woche beginnt mit dem Sonntag. Nach christlichem Verständnis. Andere starten nicht mit einem Feiertag, sondern lieber mit Maloche, so sie denn Maloche haben.

Der Ostersamstag ist der Samstag vor dem sog. Weißen Sonntag, dem ersten nach dem Osterfest. Der Karsamstag hingegen, zwischen Karfreitag und Ostersonntag, ist der Tag der Grabesruhe Christi.
R.I.P., wie es gönnerisch heute oft heißt.
Gedenken wir im Glauben der Entschlafenen, dann tun wir es Karsamstag nicht unmittelbar, sondern mittelbar; vermittels des Gedenkens des Grabes Jesu.
Wir tun es im Glauben, dem eine besondere, oft ungeachtete Verheißung gegeben ist;
und damit auch eine ungeheuerliche Verantwortung.
Denn:

Wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.  Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.
Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.
Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.
(1. Thessalonicher 4,14-18)

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SERMONELLE 30.3.2018

Mit dem Tod wird das Leben ganz.
Mit dem Tod gilt eine neue Gerechtigkeit.

Sie wählten den Tod. Die Säuberung. Die Perversion.
Im Dienste ihrer Gerechtigkeit töten sie.
Ein jeder für das, was er glaubt.
In Worten und Werken.
In Gottes Namen.
Ganz. Heillos.

Gott wählt die Toten, Abgestorbenen, Unheilvollen, die Todeskandidaten,
die Todbringenden. Die Menschen.
Mit seinem Tod geht das Leben auf. Heil. Heilig. Vollkommen.

Ein für allemal ist ER erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Ein zweites mal wird ER erscheinen denen, die auf ihn warten, zum Heil.
(Hebräer 9,26.28)

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SERMONELLE 29.3.2018

Die Liebe ist der Leib der Freiheit.

Wenn Christen miteinander das Abendmahl feiern, wenn sie den Kelch segnen und das Brot brechen, dann geschieht dies in der Gegenwart Christi. Wir sitzen mit ihm zu Tische. ‚Der gesegnete Kelch, den wir segnenist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?‘ Menschen können aus vielen Gründen zusammen kommen und miteinander tafeln. Wenn sie in der Gemeinde das MAHL feiern, dann um die Gegenwart ihres Herrn zu erfahren und in ihm, bei ihm, mit ihm, durch ihn ein Leib zu werden.

Das Wort ward Fleisch:
Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brachs und gabs seinen Jüngern und sprach: ‚Nehmet hin und esset; das ist + mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.‘ Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: ‚Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das neue Testament in + meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedächtnis.

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SERMONELLE 28.3.2018

Frieden – wie die Welt ihn gibt.
Wikipedia lehrt uns:
Mit Pax Romana („Römischer Friede“; auch Augusteischer Friede) wird die über 200 Jahre anhaltende innere Friedenszeit im Römischen Reich bezeichnet, die 27 v. Chr. mit der Herrschaft des Kaisers Augustus des begann und die mit dem Tod Marc Aurels im Jahre 180 n. Chr. endete. Mit dem inneren Frieden kontrastierte aber spätestens seit dem Jahr 16 v. Chr. die Serie von Kriegen, die an den Grenzen geführt wurden. Das Reich expandierte unter Augustus in einem Maß wie nie zuvor und nie wieder danach.

Die Christenverfolgungen im Römischen Reich waren eine Reihe von Maßnahmen zur Unterdrückung des wachsenden Einflusses des  Christentums im Römischen Reich.
Sie wurden vollzogen zunächst als spontane und lokal oder regional begrenzte, später kaiserlich angeordnete, gesamtstaatliche und systematische Maßnahmen, die neue Religion in ihrem Wachstum aufzuhalten, sie bei der Integration in das römische Gesellschaftssystem zu hindern oder ihre Struktur dauerhaft zu zerschlagen.

Du wirst ferne sein von Bedrückung, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er soll dir nicht nahen.
(Jesaja 54,14)

Jesus spricht: Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
(Johannes 14,27)
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SERMONELLE 27.3.2018

„Rechtes Denken lässt das Herz mitreden. Stetige Gütigkeit vermag viel. Wie die Sonne das Eis zum Schmelzen bringt, bringt sie Missverständnisse, Misstrauen und Feindseligkeit zum Schwinden. Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinausgibt, arbeitet an den Herzen und an dem Denken der Menschen.“
(Albert Schweitzer)

Langzeitarbeitslosigkeit lässt sich durchaus mit einer intensiven Betreuung eindämmen. Im Sinne von Fördern und Fordern werden Menschen, die schon lange erfolglos auf Jobsuche sind, auch psychologisch wieder fitgemacht fürs Erwerbsleben. Doch hierzulande erfüllen manche Jobcenter jedoch nicht einmal die Betreuungsquoten, die eigentlich gesetzlich vorgesehen sind. Man sollte gütig umgehen mit denen, die in den Jobcentren ihren Job tun. Allein schon das bloß erkannte Leiden anderer sollte unser Tun mehr bestimmen als der eigene Wille.
Eine gütige Gesellschaft – eine Hierarchie der Güte von oben nach unten – ist NOTWENDIG.

Mächtig waltet über uns seine Güte, und die Treue des HERRN währt in Ewigkeit. Halleluja.
(Psalm 117,2)

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
(Römer 8,32)
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SERMONELLE 26.3.2018

Psalm des Motorradfahrers

Ich will dich loben, du Gott des Himmels und der Erde,
der du die Welt erschaffen hast.
Ich will dich loben, der du die Berge und Seen,
die Wiesen und Wälder meinem Auge zeigst.
Ich will dich loben, der du die Straße vor mir ausbreitest,
die Straße mit dem glatten Asphalt.

Herr, wenn ich den Fahrtwind im Gesicht spüre,
fühle ich deine erfrischende Gunst.
Herr, wenn ich beschleunige,
so fühle ich den Hauch deiner Ewigkeit.
Wenn ich die Bäume und die Felder an mir vorbeigleiten sehe,
so bewundere ich die Vielfalt deiner Schöpfung.
Wenn ich über die Landstraße fahre, so bin ich fröhlich.
Wenn ich den Motor aufheulen lasse,
so drücke ich meine Lebensfreude aus.

Gott, ich danke dir für meine Freiheit.
Doch wenn ich in den Morgen fahre, so weiß ich nicht,
ob ich den Abend noch sehen werde.
Behüte mich, Herr, vor Leichtsinn, vor Unfall und Gefahr.
Behüte mich auf der Straße und bewahre mich vor dem Tod.
Herr, ich will dich loben auf der Straße
im frischen Fahrtwind will ich dich loben,
mein Leben lang.
Amen
(B.-J. Hamann)

Singet dem HERRN und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
(Psalm 96,2)

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
(Markus 14,26)

 

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Ach, Gott, wie gut ist ́s, dir vertrauen!

(Nach der Melodie: Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren)

Ach, Gott, wie gut ist ́s, dir vertrauen! So tief, so innig fühlt ́ ich ́s nie.
Verzeih, wenn Tränen niedertauen; doch deine Hand entlockte sie.
Da steh ich, wie ein Fels im Meere, umbrandet, doch versenkt in Ruh ́,
so voll Vertrauen, Gott, als wäre nichts auf der Welt als ich und du.

O, Gott, wie gut ist ́s, dir vertrauen! Ich fühl ́s, wenn mich die Panik würgt.
Wenn hinter schwarzer Landschaft Grauen sich meine Straße ganz verbirgt,
wenn Stürme um mein Moped toben und Donner grollt bei Blitzes Pfeil,
dann leg ich mich in Deine Kurven und überhör ́ das Sturmgeheul.

Ach, ach, wie gut ist ́s, Gott vertrauen! Sein ́s Himmels Lichte uns entdeckt,
wenn Felsenwände uns verbauen, wenn Armut und Verachtung schreckt,
wenn Einsamkeit mit stummer Lippe und drohend auf uns nieder schaut,
wenn vor dem scheußlichen Gerippe des Siechtums unserer Seele graut.

O, Gott, wie gut ist ́s, dir vertrauen, wo Hunger, Durst den Körper quält,
Hohn, Schmach und Kränkung auf uns lauern, der Tod alsbald die Waffen stählt.
Da steht dein Sohn auf unserm Pfade und spricht: „Die Leiden dieser Zeit
sind nichts als Zeugen meiner Gnade! Sie führt dich hin zur Seligkeit.“

Ach Gott, wie gut ist ́s, dir vertrauen! Mich dünkt, ich seh ́ dich voller Huld,
auf meine Straßen nieder schauen. Ich führ ́ mein Leben in Geduld.
Mein Helm ist deiner Liebe Flügel, die Protektoren deine Treu,
dein Kreuz ist meines Blickes Führung. Ich steige auf und starte neu.

Melodie: Guillaume Franc 1543
Text: Bernd Schade 2009

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SERMONELLE 25.3.2018

Als der Wanderprediger Jesus von Nazareth von ihnen gegangen war – aufgefahren in den Himmel – erinnerten sie sich daran, wie alles begann, dort auf den Straßen rund um das Galiläische Meer. Wie er sie begeisterte mit seinen kleinen Stories.
Ein Stück vom Himmel. Seine Freunde nannten sie Gleichnisse.
Und wie er jeden heilte ohne Ansehen der Person, bis Leben in Abgestorbenes fuhr.
Wundergeschichten sagten sie dazu.

Nun, nachdem er von ihnen gegangen war – aufgefahren gen Himmel – war es an ihnen, all das Erlebte weiterzugeben, begeistert. Und begeisternd.

Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen und sein Lob genug verkündigen?

(Psalm 106,2)
Als die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!
(Johannes 12,12-13)
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SERMONELLE 24.3.2018

Er sucht sie.
Sauron ist im Legendarium ein mächtiger Maia, der sich früh dem Bösen verschrieb.
Er wurde, zum mächtigsten, grausamsten und gefürchtetsten aller Wesen in Mittelerde.
In Mordor baute er sich den Dunklen Turm, gefürchtet durch sein Auge, mit welchem er alle Lande nach dem Ring der Macht absuchte. Nach dem Ringkrieg mit den Freien Völkern war der Untergang Saurons mit der Zerstörung des Einen Rings besiegelt.
Nachzulesen in ardapedia.
Unsere Geschichten leben vom schwarz-weiß. Abseits davon verlieren sie ihre Kraft.

Er sucht sie auf.
Gottes Geschichten leben von der Überwindung der Gegensätze.
Er wird Mensch und setzt sich zu den Pharisäern, also zu uns.
Vorzulesen aus der Bibel.
Dadurch gewinnen seine Geschichten an Kraft und stiften Leben.

Zur Erinnerung:
Unsere Geschichten leben vom schwarz-weiß.
Darum töten wir Gott, wo immer er uns begegnet.

Zur Erinnerung:
Seine Geschichten leben von der Überwindung der Gegensätze.
Darum leben wir überhaupt erst.

Des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.

(2.Chronik 16,9)

Als die Frau vernahm, dass Jesus zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Alabastergefäß mit Salböl und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu netzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit dem Salböl.
(Lukas 7,37-38)
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Kinder Geld

Wer in Deutschland durch seine Erwerbsarbeit Rentenansprüche erworben hat, erhält seine Rente auch im Ausland ausgezahlt. D.h. ein Arbeitnehmer, der in Deutschland Rentenansprüche erworben hat, darf auswandern und seine Rente im Ausland ausgeben. Soweit, so richtig.

Genauso allerdings darf ein Arbeitnehmer, der in Deutschland Steuern zahlt, Kindergeld für Kinder erhalten, die nicht in Deutschland leben (weil der Arbeitnehmer diesen Anspruch über seine Steuern hier erworben hat).

Keinen Anspruch auf das Kindergeld haben Eltern übrigens für Kinder, die nicht in einem EU-/EWR-Mitgliedsstaat und auch nicht in einem der Staaten mit „Abkommen über soziale Sicherheit“ leben. Für diese Kinder erhalten Eltern (statt Kindergeld) nur einen steuerlichen Kinderfreibetrag – und den natürlich auch nur, wenn sie hier arbeiten und Steuern zahlen.

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SERMONELLE 23.3.2018

Nun sitzt sie 94jährig zu hause in ihrem Lieblingssessel, den sie sich vor zwei Jahren geleistet hat. Sie sitzt bequem, mal zum TV gewandt, mal zum Fenster. Lieber zum Fenster. Still und dankbar schaut sie der Natur beim Jahreszeiten zu. Nach langem und nicht ganz einfachem Leben weiß sie die Wohlordnungen Gottes zu schätzen.

Die wechselhafte Geschichte Deutschlands hat sie erlebt und überlebt. Die große Politik hat sie nie ganz verstanden. Halt fand sie im Wort Gottes, welches in der Kirchengemeinde gepredigt wurde. Es leuchtete hervor aus den vielen anderen Worten.
So gut es eben ging, hielt sie die Kinder und Enkel und Urenkel an, auf dieses Wort Gottes zu hören. Fromm sein ist für sie auch am Ende eine Tugend. Gewiss würde sie in Gottes Hände hineinsterben am Tag, den er vorherbestimmt. Sie wartet geduldig.

Einen Wunsch hat sie noch: dass ihre Kinder und Kindeskinder sie etwas häufiger besuchen möchten, jetzt, wo sie das Haus nur noch selten verlässt.

Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen.
(Psalm 19,9)

Jesus spricht: Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.
(Johannes 6,63)

 

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Stadtentwicklung Blankenburg – Streit mit dem Senat von Berlin.

Entwicklung von Blankenburg
Positionspapier der „AG Stadtentwicklung
Blankenburg“, Stand Mai 2017

Arbeitsgruppe „Stadtentwicklung Blankenburg“
kontakt@stadtentwicklung-blankenburg.berlin +49 30 9272364

Ausgangssituation:
Blankenburg ist um 1230 als angerförmiges Straßendorf angelegt worden. Blankenburg ist im Bereich um die Kirche mit dem nach Osten anschließenden Anger, eingefasst durch die unter Denkmalschutz stehende Straßenrandbebauung, heute noch gut als das Zentrum der historisch weithin erhaltenen Dorflage erkennbar.
Selbst nach seiner Eingemeindung zu Groß-Berlin im Jahre 1920 blieb Blankenburg ein ländlich geprägter Ortsteil im Stadtbezirk Pankow. In der Folgezeit haben sich um den Ortskern Alt-Blankenburg herum zunächst zwei weitgehend unterschiedliche Siedlungsgebiete entwickelt: Zum einen die „Anlage Blankenburg der Garten- und Siedlerfreunde“, die größte zusammenhängende ehemalige Kleingartenanlage (seit 1990 Erholungsanlage) “ und zum anderen die nach 1990 mit ähnlicher Struktur weiter verdichteten bzw. neu bebauten Flächen im Umfeld. Blankenburg bietet heute annähernd 7.000 Einwohnern und weiteren rund 3000 Siedlern, Erbbauberechtigten, Gartennutzern und Erholungssuchenden Lebensraum. Damit ist Blankenburg
bis heute eine Gartenstadt im Nordosten von Berlin, wie sie in ähnlicher Form auch im Westen und im Süden der Stadtfläche seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts existieren.
Neben einigen wenigen einzeln gelegenen kleinen Ackerflächen ist das Gebiet zwischen Blankenburger Pflasterweg und Heinersdorfer Straße der einzige größere unbebaute Landschaftsraum Blankenburgs. Der Bereich westlich der Heinersdorfer Straße übernimmt die wichtige Funktion einer Kalt- und Frischluftluftschneise
und ist somit ein Raum von übergeordneter Bedeutung für die Lebensqualität von Bewohnern Berlins.
Die östlich daneben liegenden Gebiete haben als Grün- und Freifläche eine sehr hohe stadtklimatische Bedeutung (siehe „Stadtentwicklungsplan Klima“).
Die rund 20 Organisationen und Institutionen, wie die Kirchengemeinde Blankenburgs, die freiwillige Feuerwehr, die SG Blankenburg, die Albert-Schweitzer-Stiftung, der „Runde Tisch Blankenburg“, der Jugendfreizeitclub „Der Blankenburger“ und die Grundschule unter den Bäumen sind u.a. wichtige, identitätsstiftende Stätten des sozialen Lebens. Die gewerblichen Nahversorgungseinrichtungen und Restaurants sind Treffpunkte der Blankenburger und ihrer Besucher. Das Zusammenleben und die Atmosphäre vor Ort ähnelt durchaus dörflichen Strukturen. Viele junge Familien aus dem Mittelstand schätzen diesen Ort gerade wegen seiner naturnahen Struktur und der vergleichsweise wenig urbanen Nachbarschaft bei gleichzeitig verhältnismäßig
guter Anbindung an das urbane Zentrum.
In den letzten 15 Jahren ist Blankenburg durch Nachverdichtung (Bebauung von unbebauten Grundstücken oder durch Teilung von Grundstücken) und behutsame Neuerschließung bisher unbebauter Flächen gewachsen und die Flächenversiegelung hat zugenommen. Allerdings ist herauszustellen, dass dies immer gebietstypisch und mit der Bestandssituation verträglich erfolgte.
Damit ist bis heute der Charakter der Gartenstadt erhalten geblieben. Der Siedlungsbau ist geprägt durch zwei- max. dreigeschossige Einfamilienhausbebauung, die weitestgehend von deren Eigentümern selbst bewohnt werden. Selten sind Mehrfamilienhäuser zur Vermietung anzutreffen und bis auf den Bereich um
die Bahnhofstraße/Krugstege sind keine geschlossenen höher als viergeschossigen Bauweisen vorhanden.
Der Versiegelungsgrad liegt durchschnittlich bei ca. 30% der Grundstücke. Die Wohnnutzung herrscht vor. Im Dorfangerbereich und um die Krugstege sind einige mit der Wohnnutzung verträgliche gewerbliche Nutzungen angesiedelt.
Blankenburg ist gut über die S-Bahn und einige Buslinien an den ÖPNV angeschlossen. Die Kapazitätsgrenzen des ÖPNV werden seit Jahren zu Stoßzeiten regelmäßig überschritten.

Der Beschluß des Senats von Berlin zur Entwicklung von neuen Stadtquartieren und damit auch der Entwicklung des Stadtquartiers „Blankenburger Süden“ ist aus gesamtstädtischer Verantwortung zur Schaffung von Wohnraum heraus getroffen worden. Dieser großen, sich widersprechenden, Herausforderung soll sich
nun nach Vorstellung der verantwortlichen Senatsstellen die vorhandene Wohnbevölkerung stellen. Die heutige Bevölkerung soll in die Planung und Entwicklung des Quartiers mit einbezogen werden. Dieses Anliegen ist ausdrücklich zu begrüßen. Das Hauptinteresse und damit auch der Schlüssel für die erfolgreiche
Bürgerbeteiligung liegt sicher darin, infrastrukturelle Defizite aus der Vergangenheit zu korrigieren, ohne neue ökologische, soziokulturelle oder wirtschaftliche Probleme zu erzeugen. Die heutige und auch künftige Bevölkerung Blankenburgs hat ein Recht darauf, in vergleichbarer oder besserer Qualität zu leben, wie Generationen
vorher.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß die jahrzehntelange Nachverdichtung Blankenburgs zu Defiziten in der sozialen Infrastruktur geführt hat. Gerade in den Bereichen Kinder, Jugend, Soziales und Senioren bestehen Engpässe. Durch die zunehmende Bevölkerung ist es im Bereich des Individualverkehrs zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen
im Ort gekommen. Die ohnehin täglich zu Zeiten des Berufsverkehrs verstopften Straßen
„Karower Damm“, „Alt-Blankenburg“, „Krugstege“, „Bahnhofstraße“, „Blankenburger Pflasterweg“ und „ Heinersdorfer Straße“ sind schon lange nicht mehr in der Lage, die Verkehrsströme zu bewältigen. Dies ist zum einen in der katastrophalen Situation des Doppelknotens „Heinersdorfer Straße/Blankenburger Pflasterweg“ und „Krugstege/Bahnhofstraße“ begründet aber auch durch die Tatsache, dass Ein- und Auspendler von Buch und Karow mangels Straßenalternativen sich durch das „Nadelöhr“ Blankenburg zwängen müssen. Die Fahrradstellplatzanlage am S-Bahnhof ist längst nicht mehr in der Lage den täglichen Ansturm zu bewältigen.

Aktuell sind umfangreiche Bauarbeiten im Umfeld von Blankenburg (Sanierung der B 2 in der Dorflage Malchow, Erneuerung des Autobahnzubringers A 114, Schienenersatzverkehr durch Baumaßnahmen der Bahn:
Brückensanierung und -neubau, Ausbau des Schienennetzes), aber auch Bautätigkeit in Blankenburg selbst (Erschließungsmaßnahmen der BWB in der Bahnhofstraße) geplant. Diese lassen in naher Zukunft den Verkehrskollaps vermuten!

Grundsätze:
1. Der Gesamtcharakter der Gartenstadt Blankenburg mit dem historischen Zentrum
muss erhalten und auch in der künftigen Bebauung erkennbar bleiben.
2. Das Zentrum von Blankenburg befindet sich im Bereich um die Kirche und den
Dorfanger mit seiner angrenzenden Bebauung und Nutzung. Das historische Zentrum
ist in seiner Funktion als „Wohnzimmer“, durch Ansiedlung weiterer Dienstleistungs-,
Sozial- und Kultureinrichtungen sowie durch Verbesserung der Aufenthaltsqualität
weiterzuentwickeln und städtebaulich als Identifikationspunkt aller
Blankenburger zu stärken.
3. Der Bestand ist weitestgehend zu erhalten und zu bewahren! Dies gilt insbesondere
auch für die „Erholungsanlage Blankenburg der Garten- und Siedlerfreunde“,
die aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Größe einen Natur- und Erholungsraum
von gesamtstädtischer Bedeutung darstellt.
4. Eingriffe in die Erholungsanlage oder sonstige Bestandsgebiete sind nur zulässig,
wo bestehende Probleme gelöst werden sollen (z.B. Verkehr: Auflösung der Doppelkreuzung „Heinersdorfer Straße/Blankenburger Pflasterweg“ und „Krugstege/Bahnhofstraße“ zu einem neuen Knotenpunkt mit Ertüchtigung der Leistungsfähigkeit der neuen Kreuzung insgesamt).
5. Baupotentiale müssen in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Nicht nur die Flä-
chen des geplanten Neubaustandortes „Blankenburger Süden“ sind zu betrachten.
Sowohl die weiterhin stattfindende Bestandsverdichtung in Blankenburg als auch
die noch vorhandenen Baupotentiale im Bestand – etwa der Bereich in der Triftstraße
oder unbebaute Flächen beidseitig des Karower Damms – sind bei der Ermittlung
der gesamten Neubauverträglichkeit zu berücksichtigen!
6. Nicht die Zahl der Wohneinheiten ist entscheidend, sondern was auf den zur Verfügung stehenden Flächen behutsam und den Charakter des Ortes Blankenburgs
bewahrend sinnvoll eingepasst werden kann! Art und Maß der Nutzung beim Neubau
hat sich am Bestand zu orientieren! Eine dem Ortsbild fremde, geschlossene
oder gar mehrgeschossige Neubausiedlung würde den Charakter Blankenburgs
nachhaltig zerstören und ist deshalb grundsätzlich abzulehnen.
7. Baupläne sollen sich an Gesichtspunkten einer nachhaltigen Stadtentwicklung orientieren. Alle Beteiligten sollen Abwägungsprozesse und die unterschiedlichen
Ziele transparent erfassen und beurteilen können: Wir fordern hierfür, dass Politik
und Verwaltung in Abstimmung mit Initiativen und der Bevölkerung eine „Entscheidungs-Matrix“ entwickelt. In dieser Matrix sollen Rahmenbedingungen und
Entwicklungsziele fixiert werden. Später sollen alle Planungsansätze anhand dieser
Matrix transparent evaluiert werden. Eine Realisierung muss Kongruenz zwischen
Matrix und Planung nachweisen.
8. Der unbebaute Landschaftsraum zwischen Blankenburger Pflasterweg und Heinersdorfer Straße hat eine sehr wichtige stadtklimatische Funktion. Es ist sorgfältig
abzuwägen, welcher Anteil an diesen Flächen zur Entwicklung des geplanten
Vorhabens „Blankenburger Süden“ überhaupt zur Verfügung stehen darf und in
seiner Funktion für die Gesamtstadt für immer verloren geht!
9. Vor Beginn der Errichtung von Wohnungsbauten müssen die gegenwärtigen Verkehrsprobleme gelöst sein. Für die zukünftig zu erwartenden Herausforderungen
(Verkehr, Unterversorgung soz. Infrastruktur etc.) müssen realisierbare Lösungsansätze
vorliegen! Allen Neubauaktivitäten im Bereich des „Blankenburger Südens“, aber auch der Aktivierung von sonstigen Potentialflächen in Blankenburg muss auf Basis der vorhandenen infrastrukturellen Defizite gemein sein, dass der Grundsatz gilt:
Lösung der vorhandenen und zu erwartenden infrastrukturellen Probleme:
Erst Realisierung von Erschließungsmaßnahmen (örtlicher wie überörtlicher Erschließung) sowie Bau der Infrastruktur bevor der Wohnungsneubau erfolgt!

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Entwicklung von Blankenburg
2. Positionspapier der „AG Stadtentwicklung Blankenburg“
Stand März 2018

Unser zweites Positionspapier nimmt Bezug auf die Auftaktarena vom 03. März 2018 und
die dort vorgestellten Planungen. Unser erstes Positionspapier ist nach wie vor relevant
und sollte die Basis sein, für die dringend grundlegend neu zu überarbeitenden Planungen zum Blankenburger Süden. Im einzelnen:

1. Politik und Verwaltung müssen erkennbar Zeichen setzen, um verlorenes
Vertrauen zurück zu gewinnen!

Wir sind sehr betroffen, in welch deutlicher Weise verabredete Kommunikati-
onswege verlassen und vereinbarte Grundsätze gebrochen worden sind, da wir uns mit sehr hohem Aufwand für die Entwicklung eines Beteiligungskonzepts engagiert haben. Wir setzen uns mit großem Nachdruck dafür ein, dass die Zahl der Wohneinheiten sich erst aus den Wohnungsbauten ergibt, die unter Berücksichtigung des Ortscharakters, der sozialen und Verkehrsinfrastruktur auf der ursprünglich geplanten Fläche möglich sind! Das vorhandene Kaltluftaustauschgebiet sowie der Erhalt von Flora und Fauna im gesamten Untersuchungsgebiet muss bei der Entwicklung des Neubaugebietes besonders gewürdigt werden!

2. Die „Erholungsanlage Blankenburg der Garten- und Siedlerfreunde“ ist
Bestandteil von Blankenburg und steht als überplanbare Fläche nicht zur
Verfügung!

Eingriffe in die „Erholungsanlage Blankenburg der Garten- und Siedlerfreunde“
oder sonstige Bestandsgebiete sind nur zulässig, wo bestehende Probleme von heute gelöst werden müssen. Die vollständige Überplanung der Erholungsanlage Blankenburg muss aufgegeben werden! Wir fordern eine Abkehr vom falschen Planungsansatz und Rechtssicherheit für die betroffenen Eigentümer, Erbbaupächter & Pächter.

3. Die vorgestellten Entwicklungsvarianten A – C stellen keine Diskussions-
grundlage dar!

Die Varianten A, B und C (in Wirklichkeit eigentlich A1, A2 und A3) sind keine
wirklichen Alternativen. Vielmehr werden in allen Varianten immer die selben
Flächen vollständig überplant und nur mit unterschiedlichen Nutzungen und
Dichteverteilungen ausgestaltet. Wir fordern echte alternative städtebauliche
Bebauungsvorschläge in tatsächlichen Varianten!

4. Wer morgen Planen und Bauen will, muss zuerst die Probleme von heute
lösen!
Keine der dargestellten Varianten gibt – obwohl dies in den bisherigen Diskussionen stets zugesichert wurde – Antworten auf die heute schon in Blankenburg bestehenden gravierenden (Verkehrs-) Probleme. Insbesondere für das Verkehrsnadelöhr Blankenburger Pflasterweg/Bahnhofstraße mit der bestehenden Doppelkreuzung ist keinerlei Planung oder auch nur Problembewusstsein erkennbar.

5. Eine Planung des Blankenburger Südens muss mit merkbaren Verbesse-
rungen für das heutige Blankenburg und seine Bewohner einhergehen!

Alle Varianten-Planungen haben keinen Mehrwert für das bestehende Blanken-
burg. Es ist nicht erkennbar, welche Maßnahmen zur Stärkung des historischen Dorfkerns ergriffen werden. Hinsichtlich der Straßenbahnführung sind nachhaltige Planungsvarianten zu entwickeln.

6. Eine Neubauplanung „Blankenburger Süden“ muss vom Ortskern Blankenburg ausgehen!

Es ist keine Verzahnung der Neubauplanung mit dem bestehenden Blankenburg
erkennbar. Anstelle von „Scharnieren“ wird lediglich eine „Inselplanung“ auf den Freiflächen und der Erholungsanlage Blankenburg geplant. So entsteht ein zwei-
tes „Karow Nord“, das keine Verbindung zum bestehenden Ortsmittelpunkt (Alt-
Blankenburg) hat!

7. Die Tangentialverbindung Nord löst nicht die Probleme von Blankenburg
und ist weder kurz- noch mittelfristig weder planerisch noch finanziell
durchführbar!
Die Tangentialverbindung Nord ist angeblich eine perspektivische Lösung auf die Verkehrsprobleme des Nord-Ost-Raums. Selbst wenn diese Straßenverbindung jemals hergestellt werden sollte, wird eine Realisierung mit Sicherheit viele Jahre in Anspruch nehmen, weil schon heute rechtliche Hürden bestehen, deren Klärung langwierige Rechtsstreitigkeiten erfordern wird. Auch die Planung notwendiger Brückenbauwerke und Anschlussstellen an bestehende Straßenzüge wird geraume Zeit dauern, die Realisierung dann noch einmal so lange. Wir fordern, dass eine leistungsfähige West- Ostverbindung auf den bereits bestehenden Straßenzügen durch deren Ertüchtigung und Umgestaltung von Kreuzungspunkten geplant wird.

8. Für radiale Verkehrsströme entlang des Karower Damms bis nach Buch für die geplanten Neubaugebiete in Karow und Buch müssen Lösungen gefunden werden!

Es ist nicht erkennbar, wie die verkehrliche Anbindung der vielen tausend parallel geplanten Wohnungen entlang der Radialverbindung zwischen Heinersdorf und Buch funktionieren soll. Für den Dorfkern von Blankenburg bedeutet dies, insbesondere im Sektor Verkehr, dass im Bereich des Dorfangers neue Wege und Planungen gedacht werden müssen, wenn sich das Chaos nicht potenzieren soll.

9. Bürgerinformationen und Planungen müssen in einem Vor-Ort-Büro transparent einsehbar sein und durch Fachpersonal erklärt werden!

Alle Planungen müssen vor Ort einsehbar sein und durch Sachkundige in einer
Bürgersprechstunde erläutert werden. Bürgerhinweise und Planungsvorschläge
sollen dokumentiert werden.

____________________________________________________________________________________________

Die Kirchengemeinde Blankenburg steht an der Seite der von der Planung in ihrer Existenz Gefährdeten.
„Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind.“
(Sprüche 31,8)

Uns erreichen viele Hilferufe von Anlagenbewohner/innen und Pächtern von Kleingärten aus unserer Gemeinde und aus der ganzen Region. Viele Menschen sind verunsichert und fühlen sich von den politischen Entscheidern im Stich gelassen oder getäuscht. Die jetzt vorgestellten Planungsvarianten A – C stellen vor allem für die etwa 400 in der Erholungsanlage Blankenburg Wohnenden eine existentielle
Bedrohung dar. Dabei geht es nicht nur um das allgemeine Problem steigender Kosten für Mieten oder eine mittelfristig zu erwartende Belastung des eigenen Wohnumfeldes durch Verkehrsbauten und Infrastrukturprojekte, sondern die Betroffenen sprechen bei der nun vorgestellten Überplanung der Anlage Blankenburg sowie der Kleingärten im Großraum Blankenburg von Vertreibung und erleben die vorgestellten Planungsvarianten als Vernichtung einer seit mehr als 100 Jahren gewachsenen
Lebensform.
Die Kirchengemeinde hat bisher das Großvorhaben einer städtebauliche Entwicklung und Beplanung der vorhandenen unbebauten Freiflächen im Blankenburger Süden konstruktiv und kritisch begleitet. Sie begrüßt die bisherigen Aussagen der Politik zur Verträglichkeit der Einbettung in das vorhandene Wohnumfeld und arbeitet mit an der Planung zur Weiterentwicklung der verkehrlichen, sozialen und kulturellen Infrastruktur. Wir haben Menschen ermutigt, sich als Bürgerinnen und Bürger politisch zu engagieren. Wir haben viel Zeit und Kraft in die Entwicklung eines vernünftigen
Bürgerbeteiligungsverfahrens investiert.

Wir sehen jedoch in der nun im Rahmen der Bürgerbeteiligung vorgestellten großräumigen Erweiterung des für die Bebauung vorgesehenen Raumes eine Abkehr von dem bisher eingeschlagenen Weg. Wir sind sehr betroffen, dass diese Kursänderung ohne vorherige Kommunikation mit den Menschen erfolgte, die sich mit einem sehr hohen Aufwand für die Entwicklung dieses Beteiligungskonzepts engagiert haben. Wir sind sehr enttäuscht, dass die politisch Verantwortlichen offenbar nicht erkennen, welche große historische, soziale und ökologische Verantwortung sie für die Erhaltung der Erholungs- und Kleingartenkultur in unserem Raum haben.

Wir setzen uns mit großem Nachdruck dafür ein, daß die politisch Verantwortlichen zum verabredeten Verfahren und zu dem bisher eingeschlagenen Weg zurückkehren. Die vorgestellten Entwicklungsvarianten A –C stellen dafür keine Diskussionsgrundlage dar. Die bisher erkennbaren Anstrengungen der Verwaltung, die Betroffenen umfassend zu informieren, reichen bei weitem nicht aus, um die jetzt vorhandenen Unsicherheiten zu beseitigen. Wir hoffen, dass die handelnden Personen Schritte einleiten, die zu einer Beruhigung der sehr angespannten Lage beitragen können. Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten besonders bei denen, die um ihre
Existenz fürchten.

„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN“
(Jeremia 29,7)

Für den Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Blankenburg
Pf. Hagen Kühne, Martin Runge Berlin-Blankenburg 6.03.218

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SERMONELLE 22.3.2018

Uninteressante Menschen gibt es nicht.
Jeder hat seine Geschichte, sein Gesicht,
das nur ihm gehört. Ein jeder ein Planet:
So reich, und keiner, der ihm gleicht. Versteht:

Auch wenn einer unauffällig lebt,
der nichts als Unauffälligkeit erstrebt,
ist er unter allen andern dann
durch seine Unauffälligkeit interessant.

Jeder hat seine geheime Welt,
von einem schönsten Augenblick erhellt,
von einem schrecklichsten Tag versehrt:
und allen andern ist sie ganz verwehrt.

Und wenn ein Mensch stirbt, stirbt mit ihm
sein erster Schnee aus jener grauen Früh,
sein erster Kuss nachts und sein erster Zorn:
und all das nimmt er mit sich fort.

Bücher bleiben uns und Brücken, Kram
und Maschinen, Leinwände, gut gerahmt
Geschmeide und Gelumpe – vieles bleibt:
und alles andre zerfällt mit seinem Leib.

Das ist das Gesetz dieses rohen Laufs,
nicht Menschen sterben: Welten hören auf.
Wir weinen ihnen eine Träne nach
und erkannten sie nicht am hellen Tag.

Was wissen wir vom Bruder und vom Freund,
von ihr, die nah uns ist und ferne träumt!
Vom eignen Vater, Gesicht gegen Gesicht,
wissen wir, alles wissend, nichts.

Die Menschen gehen fort… Dann sind sie fort.
Ihre Welten sind ein toter leerer Ort.
Und jedesmal, und denk ich dein,
möchte ich über dieses Ende schrein.
(Jewgeni Jewtuschenko)
Gott spricht: Im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück.

(1.Mose 3,19)

Wie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden.
(1.Korinther 15,22)
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SERMONELLE 20.3.2018

Aus 2 mach 1. Nicht reduzieren, aber komplementieren.
Aus rot und blau wird violett. Was neues durch die Bewahrung beider Komponenten.
Der Künstler –  creator spiritus – vermag dem Violett einmal eine rötliche Gewichtung geben oder sie bewegt sich bläulich.

Aus zwei mach eins: einig in der Verehrung des Einen wahren Gottes.
Aus Feinden werden Geschwister, aus der Feindschaft zwischen Juden und Heiden wird Hoffnung für die Menschen. Aus beiden etwas Gemeinsames, sichtbar auf dem Zion.
Ein Großteil des Weges liegt wohl noch vor uns, nach menschlichem Ermessen.

Aus zweien mach eines.
Der Weinberg grenzt an den Olivenhain. Und die Arbeiter helfen sich gegenseitig.
Denn alle Gute Gabe kommt her von Gott, dem HERRN.

Der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst.
(Jesaja 52,9)

Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.
(Epheser 2,8)
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SERMONELLE 19.3.2018

An ihren Gebeten sollt ihr sie erkennen.
Nicht die Menschen, sondern ihre Gottesvorstellungen.
Ob sie Gott als willfährig betrachten, als Vollstrecker dessen, was ihnen so durch den Kopf geht. Oder ob sie Gott als willkürlich betrachten, den man durch selbsteigne Pein erst versucht umzustimmen, aufmerksam zu machen.

Mir sind zuwider, die ihren Gott um die Segnung von Waffen bitten und Tod und Verderben über andere herab beschwören. Denn sie sind Feinde Gottes, der ihnen und Allem das Leben gab und selbst das Leben ist. Wer um das Schwert bittet, wird durch das Schwert umkommen.

Hört Gott die Gebete der Menschen?
Dann hört er viel widersprüchliches zur selben Zeit. Und alles zerrt an ihm.
Beten sollte zu allererst ein HÖREN sein, ein zuhören, ein Lauschen in die Stille, ein Hören auf Gottes Willen. Das macht das Hoffen leichter. Wer nicht weiß, was Gottes Wille sei – das ist keine Schande, im Gegenteil – der stelle sich an die Seite von kriegsbetroffenen Zivilisten, von Krebskranken und Obdachlosen. Manche Frage erübrigt sich dann. Und manches Herz erweicht.

Bist du es nicht, HERR, unser Gott, auf den wir hoffen?
(Jeremia 14,22)
Wir sind Gott gegenüber voller Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht.
(1.Johannes 5,14)

 

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SERMONELLE 18.3.2018

Gottes Handeln wird in der Heiligen Schrift als ein veränderliches beschrieben, bezogen auf das Verhalten der Menschen. Ganz nah dran an uns, reagiert Gott. Bevor du mich fragst, warum dies so ist, solltest du dich fragen, warum wir uns so merkwürdig verhalten, therapiebedürftig. Warum weichen wir Problemen lieber aus und umgehen sie, anstatt ihnen ins Auge zu blicken? Das bringt auf Dauer nur Verdruss.

Das Klima ist vergiftet, also schieben wir es Gott in die Schuhe. Das ist bequem.
Oder Mutti. Am besten wäre es ja: Mutti muss weg. Oder: ohne Religion wäre die Welt friedlicher; Stichwort „Gottesvergiftung“. Also das Klima ist vergiftet. Und das Gift ist als Arzenei noch gar nicht recht in Blick geraten.

Der Aufbruch in die Freiheit war das eine, das Bewahren der Freiheit ist das andere.
Willkommen in der Realität, im Diesseits. Es bleibt uns ja auch nichts anderes übrig. Demokratie muss verteidigt werden, Menschenrechte gelten über-religional, Wasser ist für uns alle da, die Ressourcen des Planeten reichen für alle, wenn alle maßhalten.
Ah, ja, maßhalten ist auch so ein Problem. Was uns zu Nutz und Frommen gegeben, wird im Übermaß Gift. Gott ist Schuld???
Mitnichten! Schau besser noch einmal genau hin.

Von der ehernen Schlange (4. Mose 21,4-9)

4 Da brachen sie auf von dem Berge Hor in Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Wege
5 und redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten geführt, dass wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und uns ekelt vor dieser mageren Speise.
6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben.
7 Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.
8 Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.
9 Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.

 

 

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SERMONELLE 17.3.2018

Das Krankenhaus in – irgendwo derzeit in Syrien – wird bombardiert. Medizin findet statt, weil Ärzte ihrer Berufung folgend selbst dann noch alles geben, wo sie nichts mehr haben als sich selbst. Ihre Seele schreit stumm. Laut sind die anderen. Wegen abgerissener Gliedmaßen, mangelnder Steroide, aus Verzweiflung über das unbeschreibliche Grauen, den Tod von Babies oder Angst.

Die Kommandeure, die Feldherren, die Kriegstreiber und Geldgeber sind die Götter am fernen Himmel. Ihre Kälte wird spürbar noch in den Flammen der von ihnen entfesselten Hölle. Die rein spekulative Frage, wie Gott das alles zulassen kann, drängt sich der klagenden Witwe neben ihrem verblutenden Gatten nicht gleich auf. Auch nicht die, ob Religion Privatsache sei. Sie schreit und klagt dem, der noch einzig helfen kann.

HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund.
(Psalm 30,3)

Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt.
(Hebräer 5,7)
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SERMONELLE 16.3.2018

Lebenswandel, Lebensführung ist ein Arrangement von Inklusion (Einbeziehung, Teilhabe) und Exklusion (Ausgrenzung, Nicht-Teilhabe). Es kommt also wie immer auf das WIE an. Der Kirche, der Religion, kommt da gemein hin die Bedeutung einer Engführung zu. Sie sei die Hüterin der Moral, die sie in Form göttlicher Gesetzgebung verewigt sieht. Weite und Freiheit sei nur abseits der Kirchenmauern zu finden.

Hingegen aus aufgeklärtem berufenen Munde kommt eine ganz andere Erkenntnis her zu uns. Immanuel Kant wusste: „Die enge Pforte und der schmale Weg, der zum Leben führt, ist der des guten Lebenswandels; die weite Pforte und der breite Weg, den viele wandeln, ist die Kirche.“

Doch ich zeige euch noch einen anderen Weg, einen besseren.
Was würde Gott an unserer Stelle tun, wie würde er wandeln, wäre er Mensch?

Der HERR, dein Gott, hat dein Wandern durch diese große Wüste auf sein Herz genommen.
(5.Mose 2,7)

Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
(Johannes 8,12)
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SERMONELLE 15.3.2018

Kinder erlernen das Jasagen über den Weg des Neinsagens.
Das sich-abgrenzen-können gehört zur Fähigkeit, sich zusammenzusetzen zum Zwecke auch der Auseinandersetzung. Damit soll etwas gemeinsames gefördert werden.
Und das gemeinsame Ja ist i.d.R. ein Kompromiss.

Doch manche werden einfach nicht erwachsen.
Sie folgen nur ungern Befehlen und Geboten, lassen sich von niemandem etwas sagen.
Was für ein Selbstbetrug! Der inneren Stimme nämlich folgen sie widerspruchslos; die ist oft das Gegenteil von liebevoll. Und wenig transparent. Und wollte man in sozialen Systemen und Gesellschaften jedesmal das Rad neu erfinden? Besser ist’s, sich in den meisten Fällen zu fügen, und in den verbliebenen sich auf das zu beschränken, was veränderbar ist. Das kann wenig sein und klein, wenn dem Erwachsenen das nötige Rüstzeug dazu nicht von früh an mitgegeben wurde. Viele politische Extrempositionen finden hier ein fruchtbares, unbeackertes Feld. Sie sind nicht von Liebe geprägt, die Ideologien. An ihren lieblosen Auswirkungenen kann man sie gut erkennen.

Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz.
(Psalm 19,9)

Jesus spricht: Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde.
(Johannes 15,10-11)
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SERMONELLE 14.3.2018

Niemand hat gesagt, dass du nun den ganzen Weg noch einmal zurück gehen musst.
Geschichte wiederholt sich auch nicht. Sonst würde der Ruf zur Umkehr dich nicht immer wieder neu erreichen.
Wir sagen, jeder habe eine zweite Chance verdient.
Womit eigentlich?
Und wenn wir „jeder“ sagen, meinen wir dann auch wirklich „jeder“?
Und warum überhaupt eine zweite Chance?
Oder warum nur zwei?

Immer gibt es eine Möglichkeit, sich zu entscheiden, zu wählen, umzukehren, sich vom falschen Wege abzukehren. Solange wir leben, können wir bereuen, was schief lief, können wir andere warnen; jeder ein Prophet. Solange wir leben. Denn eines Tages war die letzte Entscheidung die endgültige, unabänderliche. Dann gnade uns Gott, der es gut mit uns allen meint.

Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer.
(Habakuk 2,3)
Der Herr zögert nicht, die Verheißung zu erfüllen, wie einige meinen, sondern ist geduldig mit euch; er will nicht, dass einige zugrunde gehen, sondern vielmehr, dass alle den Weg der Umkehr einschlagen.
(2.Petrus 3,9)
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SERMONELLE 13.3.2018

Das Wesentliche ich allem Tun.
Wenn ich die Frage stellte, worauf es in allen Dingen ankäme, dann bekäme ich wohl schnell die richtige Antwort. Wir wissen. Liebe geht durch den Magen, und nicht nur durch den Magen.
Doch: warum tun wir nicht? Für uns selbst nehmen wir gern in Anspruch, was der Dichter schreibt:
„Du bist gewollt, kein Kindes Zufalls, keine Laune der Natur,ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur“

Vom ICH zum DU, vom DU zum WIR ist es ein weiter Weg, eine Lernaufgabe mit den ersten Lebenstagen. Jeder muss sie angehen und je weiter das Herz, desto weiter die Ausstrahlkraft. Es beginnt mit Ernährung, mit Gastfreundlichkeit. Und es endet prinzipiell niemals.

Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochse mit Hass.
(Sprüche 15,17)
Paulus schreibt: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
(1.Korinther 13,1)
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SERMONELLE 12.3.2018

Hast dich nicht darin einrichten können oder wollen, es handelt sich ja auch nicht um eine Depression, sondern eine soziale Lebenslage, die am Ende nur deinen Tod bedeuten kann. Denn keiner möchte dir da noch heraushelfen. Wer macht sich schon gern die Finger schmutzig im Drecke anderer?

Für den einen Anus mundi, für den Gott eine Fundgrube.
Für ihn bist du nicht identifiziert mit dem Dreck, der deine Lebensumstände darstellt.
Du bist das aus dem Schlamm leuchtende Gold, das im Schmutz aufblitzende Juwel.
Für dich hat Gott sich die Mühe gemacht, die wir bekennen:
Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten.

Der HERR zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels, dass ich sicher treten kann.
(Psalm 40,3)

Jesus spricht: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören, die werden leben.
(Johannes 5,25)
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SERMONELLE 11.3.2018

Die Welt.
Eine Welt in Angst vor Veränderung.
Keine Amtszeitbegrenzung, dafür staatliche Grenzen. Regentschaft auf ewig und Oppositionsunterdrückung. Kalkuliertes Armutsrisiko als Herrschaftsinstrument. Faschismus ist menschliches Allgemeingut. Apart und separat wird Mode. Heiligtümer werden zerstört und nichts ist mehr heilig.

Wenn ihr all das seht, werdet ihr denken, das Ende ist nahe herbeigekommen.
Doch hört:

Lass leuchten dein Angesicht über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
(Daniel 9,17)

Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
(Lukas 12,32)
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SERMONELLE 9.3.2018

Der Glaube bewährt sich in Anfechtung. Er richtet sich auf ein Subjekt, welches sich aller Sinneswahrnehmung entzieht. Darin liegt seine Kraft einerseits, und seine Gefährlichkeit andererseits. Vielleicht ist kein Gott und alles nur guter Wille bestenfalls, gute oder schlechte Kinderstube oder ein schwelender oder gängiger …ismus?
Der Glaube richtet sich auf etwas, das man erkennen kann: den Schöpfer in der Natur, den Gott im Angesicht des anderen, die Kraft seines Geistes als Treue zu mir, zu dir selbst. Der Glaube ist SEIN Geschenk.

HERR, deine Augen, sind sie nicht auf Treue gerichtet?
(Jeremia 5,3)

Die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben!
(Lukas 17,5)
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SERMONELLE 8.3.2018

Prinzipien sind nicht anbetungswürdig, aber anwendbar, der Grund, weshalb die abrahamitischen Religionen solch einen Hang ins Ethikale haben.

Wir haben bei uns ein Sprichwort:
„Bei solchem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür.“ Obdachlosigkeit wiederum scheint ein unabwendbares Geschick zu sein. Ich würde mir einen Welttag Obdachlosigkeit wünschen. Aber das lenkte vermutlich den Blick vieler sogleich von der konkreten Not und Aufgabe vor der eigenen Haustür weg hin zu den Fernen, denen es zwar noch schlimmer ergeht, von denen man aber nicht weiß, ob die Hilfspenden auch wirklich ankämen. Am Ende geschieht dann nichts.

Also wünsche ich mir einen Welttag der Lobreisung Gottes ob seiner Wohltaten.
Einen World-Worship-Day.
Vielleicht motiviert es die Herzensmenschen, gemeinsame Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Dann entstehen wirksamere Hilsstrukturen.
„X.X. first“ wird nicht funktionieren.
Aus besagten Gründen.

HERR, du hilfst Menschen und Tieren.
(Psalm 36,7)
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.
(Matthäus 6,26)

 

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SERMONELLE 7.3.2018

Wieso denkst du nur, dass jeder gemeint sei, auch du?
Zählst du zu den Kindern Israels, wenn nicht von Hause aus, dann zumindest glaubensmäßig? Wenn nicht, dann gebietet dir schon allein deine Humanität, dass du der Unversorgten Mitbürger gedenkst und ihnen Gerechtigkeit oder Barmherzigkeit widerfahre.
Deine Kritik an all dem ist groß, dein Wille, selber anzupacken, klein.
Wenn Gott die Pforten zum Heil öffnen lässt, bist du der erste, der nach vorn drängelt.
Da stört dich auch nicht, dass das VORNE auf dem Zion liegt.

Ich will sie sammeln von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen.
(Jeremia 31,8)

Jesus spricht: Ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder: sie sind schon reif zur Ernte.
(Johannes 4,34-35)
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